http://www.faz.net/-gzg-14x5l

Frau verliert Unterschenkel : Silvester-Randale in Frankfurt: Auto in Flammen

  • Aktualisiert am

Nach der Randale auf der Alten Brücke in Frankfurt nahm die Polizei mehrere Tatverdächtige fest Bild: ddp

Die Hessen haben überwiegend friedlich ins neue Jahr gefeiert. In Frankfurt bewarf am Mainufer indes eine Menschenmenge Polizisten mit Flaschen und verletzte eine Beamtin. An einer U-Bahn-Station in Frankfurt verlor eine 19-Jährige ein Bein, nachdem sie sich betrunken auf die Schienen gelegt hatte.

          Die Hessen haben überwiegend friedlich ins neue Jahr gefeiert. Allerdings hielten vielerorts kleinere Brände und Streitigkeiten Polizei und Feuerwehr in Atem. In Frankfurt bewarf am Mainufer eine Menschenmenge Polizisten mit Flaschen und verletzte eine Beamtin. An einer U-Bahn-Station in Frankfurt verlor eine 19-Jährige ein Bein, nachdem sie sich betrunken auf die Schienen gelegt hatte. Dennoch sprach die Feuerwehr in Hessens größter Stadt von einer der ruhigsten Silvesternächte seit Jahren.

          In Kassel hieß es bei der Polizei: „Wir hatten viele Einsätze, aber nichts Spektakuläres.“ Auch in Wiesbaden, Darmstadt, Gießen und Offenbach zog die Polizei so Bilanz. In Fulda erklärte ein Polizeisprecher, bis auf einige Glätteunfälle mit Blechschäden sei der Jahreswechsel „ganz friedlich“ verlaufen.

          Brände im Kreis Offenbach

          Zu den wenigen größeren Einsätzen in der Silvesternacht gehörte in Hessen auch der Unfall mit einem Streifenwagen bei Groß-Gerau. Das Polizeiauto hatte am frühen Neujahrsmorgen auf der B44 eine Gruppe von Fußgängern passieren wollen. Eine angetrunkene 20-Jährige sei plötzlich auf die Fahrbahn getreten und vom Streifenwagen erfasst worden, erklärte die Polizei. Die junge Frau wurde schwer verletzt.

          Opfer der Silvesternacht: Kombi mit eingeworfener Heckscheibe auf der Alten Brücke in Frankfurt...
          Opfer der Silvesternacht: Kombi mit eingeworfener Heckscheibe auf der Alten Brücke in Frankfurt... : Bild: dpa

          Keine Verletzten gab es bei mehreren Bränden am Neujahrsmorgen. In Rodgau im Kreis Offenbach löste eine verirrte Rakete einen Brand auf dem Balkon eines Hauses aus. Die Polizei schätzte den Schaden auf 50.000 Euro. In Mühlheim am Main stand aus noch unbekannter Ursache ein Laden für Tierzubehör in Flammen. Der Schaden beträgt 100.000 Euro. In Rüdesheim sprengten Unbekannte an Silvester eine Telefonzelle.

          Unterschenkel abgetrennt

          In Frankfurt wurde die Feuerwehr in der Silvesternacht zu 31 Bränden gerufen. „Dabei halbierte sich die Zahl der Einsätze im Vergleich zum Vorjahr“, sagte ein Sprecher. Es brannten vor allem Mülltonnen und Altkleider-Container. Auch fünf Autos wurden von Flammen beschädigt. Zum größten Zwischenfall war es in Frankfurt gekommen, als die Menschenmenge am Mainufer Feuerwerkskörper unter ein Auto warf und der Wagen in Brand geriet. Als die Polizei kurz nach Mitternacht anrückte, wurden die Beamten mit Flaschen beworfen. Eine Beamtin wurde von einer Flasche am Knie verletzt; drei Randalierer wurden festgenommen. Außerdem wurde ein Streifenwagen beschädigt.

          Zu den 78 Einsätzen für Rettungswagen in Frankfurt zählte in der Silvesternacht auch das Geschehen an der U-Bahn-Station Kruppstraße. Eine 19-Jährige war von einem Zug überfahren worden. Die betrunkene Frau habe sich auf die Schienen gelegt, teilte die Polizei mit. Eine selbstmörderische Absicht schließt sie aus. Der 19-Jährigen wurde der Unterschenkel abgetrennt. Um die Frau zu bergen, musste die Feuerwehr den Zug mit schwerem Gerät anheben. Lebensgefahr besteht für sie nicht.

          Quelle: FAZ.NET mit lhe

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Sie scheint gestärkt, nicht geschwächt: Bundeskanzlerin Angela Merkel nach dem Abbruch der Sondierungsgespräche.

          Jamaika-Ende bei ARD und ZDF : „Ich fürchte nichts“

          Die Auftritte der Bundeskanzlerin im Fernsehen nach dem Scheitern der Sondierungsgespräche setzen ein Zeichen. Dafür sorgen nicht die Journalisten, das macht Angela Merkel schon selbst. Sie will es nochmal wissen und regieren. Am liebsten, hören wir heraus, mit Schwarz-Grün.
          Atomanlage in Majak

          Majak : Russland bestätigt hohe Radioaktivität

          Im südlichen wurde Ural eine Konzentration des radioaktiven Ruthenium 106 gemessen, die den erlaubten Wert fast tausendfach übersteigt. Zuvor hatte Russland Warnungen aus Europa widersprochen.
          Ein herber Rückschlag für die hessische Stadt: Nicht Frankfurt, sondern Paris bekommt den Zuschuss für den Sitz der Europäischen Bankenaufsicht.

          Ema und Eba : Frankfurt und Bonn scheitern im Rennen um Brexit-Beute

          Statt Bonn und Frankfurt geht die Europäische Bankenaufsicht und die Europäische Arzneimittelagentur nach Paris und Amsterdam. Vor allem für Frankfurt ist das ein herber Rückschlag.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.