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Frankfurt : Protest gegen Autobahndreieck Erlenbruch

Schon weit gediehen: Aber die Kritiker fordern einen sofortigen Baustopp am Autobahndreieck Erlenbruch. Bild: Wonge Bergmann

Die Bürgerinitiativen gegen den Riederwaldtunnel halten den Weiterbau des Kreuzungsbauwerks für die A66 und A661 für rechtswidrig. Sie verlangen einen Baustopp.

          Die Gegner des Riederwaldtunnels sammeln am Samstag von 10 bis 14 Uhr an der Berger Straße Unterschriften für einen sofortigen Baustopp am Autobahndreieck Erlenbruch. An dieser Verbindung zwischen der A661 und der A66 wird stetig weitergebaut, obwohl das Verkehrsministerium in Wiesbaden den geplanten Baubeginn für den Riederwaldtunnel Ende 2015 um mindestens zwei Jahre auf die zweite Hälfte des Jahres 2018 verschoben hat. Nun läuft eine neue Verkehrsuntersuchung, in der die Planer von Hessen Mobil das Bevölkerungswachstum Frankfurts in den vergangenen Jahren berücksichtigen und die zu erwartenden Lärm- und Schadstoffwerte neu kalkulieren wollen.

          Hans Riebsamen

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Das Aktionsbündnis „Unmenschliche Autobahn“ nennt es einen Skandal, dass das Land Hessen „entgegen aller Vernunft“ mit dem Weiterbau des Autobahndreiecks Erlenbruch vollendete Tatsachen schaffe. Die Bürgerinitiativen gegen den Autobahnausbau im Frankfurter Osten halten diese Arbeiten für rechtswidrig, denn der Planfeststellungsbeschluss von 1980 für die Ostumgehung A661/A66, zu der nach ihrer Auffassung neben dem Riederwaldtunnel auch das Autobahndreieck gehört, habe seine Rechtskraft verloren.

          Weite Teile bereits betoniert

          Der Ausgang der Planänderungsverfahren auf Grundlage der neuen Verkehrsprognose sei völlig offen. Zudem gebe es die Möglichkeit, gegen die dann vorgelegten Pläne Einwendungen zu erheben oder vor Gericht zu klagen. Dies gelte es abzuwarten, deshalb dürfe am Dreieck nicht weiter gebaut werden, sagte Friedhelm Ardelt-Theeck, der Sprecher des Aktionsbündnisses.

          An der Baustelle selbst ist die Nordost-Rampe des Dreiecks schon gut zu erkennen, hier sind weite Teile bereits betoniert worden. An den jetzt hochgezogenen Seitenwänden lässt sich langsam die Höhe des Bauwerks erahnen. Da frühestens 2025 Autos durch den Riederwaldtunnel fahren, wird das Autobahndreieck, das im nächsten Jahr fertiggestellt werden könnte, einige Jahre ungenutzt bleiben.

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