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Frankfurt : Klarer Sieg für Petra Roth

Strahlende Siegerin: Petra Roth Bild: dpa

Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) ist mit deutlicher Mehrheit wiedergewählt worden. Die Amtsinhaberin erhielt 60,5 Prozent der Stimmen, Herausforderer Franz Frey (SPD) kam auf 27,5 Prozent. Die Wahlbeteiligung war mit 33,6 Prozent extrem niedrig.

          Petra Roth wird für weitere sechs Jahre an der Spitze Frankfurts stehen. Die CDU-Politikerin setzte sich bei der Oberbürgermeister-Direktwahl mit 60,5 Prozent der Stimmen schon im ersten Wahlgang durch. Ihr stärkster Konkurrent, der ehemalige Sozialdezernent und Frankfurter SPD-Vorsitzende Franz Frey, erhielt 27,5 Prozent. Er kündigte nach der Niederlage an, beim Parteitag der SPD im März nicht wieder als Vorsitzender antreten zu wollen.

          Ralf Euler

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Tobias Rösmann

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Dritter wurde mit 5,9 Prozent der Stimmen der Kandidat der Linken/WASG, Ulrich Wilken. Auf Platz vier kam Wolfgang Hübner von den Freien Wählern (BFF) mit 2,6 Prozent. Die folgenden Plätze belegten der unabhängige Kandidat Horst Schäfer (1,3 Prozent), Doris Zutt von der NDP (0,8), die Republikanerin Rosemarie Lämmer (0,7) sowie die unabhängigen Bewerber Salvatore Ribaudo (0,4), Kadim Sanli (0,1) und Pasquale Aita (0,1).

          33,6 Prozent Wahlbeteiligung

          Die Wahlbeteiligung war so niedrig wie noch nie in Frankfurt: Nur 33,6 Prozent der rund 435.000 Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab. Wahlsiegerin Roth sagte, das geringe Interesse an der Wahl sei zwar schade, das hervorragende Ergebnis verstehe sie aber als „Belohnung für die gute Arbeit“ der vergangenen zwölf Jahre. Die Zweiundsechzigjährige ist seit 1995 Oberbürgermeisterin. In dem Votum sehe sie zudem eine Bestätigung für die Arbeit von CDU und Grünen, äußerte sie: „Das Ja zu Petra Roth bedeutet ein Ja zur Politik von Schwarz-Grün, die mit Tempo die Sachen anpackt.“

          Glückwünsche von Ministerpräsident Roland Koch

          Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) gratulierte Roth und sprach von einem „tollen Ergebnis“. Trotz der niedrigen Wahlbeteiligung sehe er „kein Problem für die Demokratie“. Ein Grund für das geringe Interesse sei „das Desaster auf Seiten der Opposition“: Es habe keine Alternative zu Roth gegeben. Der Frankfurter CDU-Parteichef Udo Corts lobte die Siegerin und sagte, die Bevölkerung trage die Entscheidung für eine schwarz-grüne Koalition nach der Kommunalwahl im vergangenen Jahr offenbar mit. Markus Frank, Vorsitzender der CDU-Römerfraktion, sah „ein Zeichen dafür, dass die Koalition gut arbeitet“.

          Die Vorsitzende der SPD Hessen, Andrea Ypsilanti, sprach von einem „Achtungserfolg“ für Frey angesichts einer „ganz schwierigen Ausgangslage“. Trotz der Niederlage eines SPD-Kandidaten in der größten hessischen Stadt Frankfurt und der versäumten Anmeldung eines SPD-Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl in Wiesbaden kürzlich sei sie „sehr optimistisch“ für die Landtagswahl im nächsten Jahr. Dann will Ypsilanti gegen Koch antreten. Frey, der sichtlich getroffen war, kündigte an, beim nächsten SPD-Parteitag im März nicht mehr zu kandidieren. Das Ergebnis sei „eine persönliche Niederlage“. Es sei „nicht so, dass ich sagen kann, ich war fehlerfrei“.

          Gespräche über Freys Nachfolge

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