15.12.2009 · "Ich hab' noch einen Koffer in den Staaten", mag sich Josefa Simon gedacht haben, als sie vor einigen Wochen nach Frankfurt kam, um der Eröffnung der Ausstellung über Leopold Sonnemann, ihren Urgroßvater, im Historischen Museum beizuwohnen.
"Ich hab' noch einen Koffer in den Staaten", mag sich Josefa Simon gedacht haben, als sie vor einigen Wochen nach Frankfurt kam, um der Eröffnung der Ausstellung über Leopold Sonnemann, ihren Urgroßvater, im Historischen Museum beizuwohnen. Jetzt hat sie diesen Koffer dem Historischen Museum geschenkt. Er ist gefüllt mit Büchern, Schriften und Briefen, die aus dem Besitz ihres Vaters Heinrich Simon stammen, der 1934 aus Rücksicht auf den Fortbestand der "Frankfurter Zeitung" als Vorsitzender aus deren Redaktionsbeirat ausgeschieden war. Simon hatte von 1910 bis 1934 dieses von seinem jüdischen Großvater Leopold Sonnemann fünfzig Jahre zuvor gegründete Unternehmen geleitet. Er floh vor den Nationalsozialisten nach Paris und gelangte über Tel Aviv 1939 nach Washington. Seine Frau Irma und Tochter Josefa führte der Weg der Emigration dagegen über Wien, die Schweiz, Belgien und England nach Amerika. 1940, als Josefa sieben Jahre alt war, kam die Familie in Washington wieder zusammen. Jetzt hat die Nachfahrin Sonnemanns einen Koffer in Frankfurt - und damit immer einen guten Grund, ihren Urgroßvater im Historischen Museum zu besuchen. Dort ist die hervorragende Sonnemann-Ausstellung noch bis zum 28. Februar zu sehen. rieb.
Der sperrige Name "Radrennen um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt" ist schon jetzt manchem Bürger ein Ärgernis, obwohl er erst seit wenigen Tagen bekannt ist. Bei der Polizei stört man sich nicht nur am Titel der Veranstaltung, sondern auch am Termin. Beim Vorweihnachtsbesuch von Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) in der Verkehrsdirektion des Polizeipräsidiums wiesen Polizeipräsident Achim Thiel und der Leiter der Direktion Verkehrssicherheit, Dieter Herberg, darauf hin, dass sich aus dem Austragungstermin am 1. Mai regelmäßig Personalengpässe ergäben. 2010 fallen auf das Datum nämlich nicht nur zahlreiche Kundgebungen, sondern auch noch ein Bundesligaspiel. Die Polizeivertreter berichteten weiter, dass sie sich zunehmend mit neuen Demonstrationsformen konfrontiert sähen. Vor allem jüngere Aktivisten verabredeten sich immer häufiger im Internet zu spontanen Versammlungen. Nachdem spätestens seit dem Turnfest die Kosten für solche Großveranstaltungen äußerst kritisch hinterfragt werden, erkundigte sich Roth schon jetzt nach den Mehraufwendungen, die durch eine geänderte Streckenführung des Radrennens entstehen. Solche Kosten würden, so Roth, mit Hinweis auf das öffentliche Interesse der Allgemeinheit aufgebürdet. Es sei aber eine Überlegung, sie teilweise dem Veranstalter in Rechnung zu stellen. awed.