18.01.2009 · Die CDU ist wieder die stärkste Partei in der größten Stadt Hessens. Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) sprach von einem „großartigen Ergebnis“ für ihre Partei. Großer Verlierer waren die Sozialdemokraten.
Von Tobias RösmanDie CDU hat nach Auszählung der Stimmen aus fast allen Wahllokalen fünf der sechs Landtagswahlkreise in Frankfurt gewonnen. Im sechsten Wahlkreis (Nordend, Ostend, Bornheim) gewann die Bewerberin Bettina Wiesmann (CDU) mit 30,7 Prozent der Stimmen gegen Michael Paris (SPD), der mit 30,4 Prozent der Stimmen knapp unterlag. Vor einem Jahr hatte die CDU drei Wahlkreise in Frankfurt gewonnen – genauso viel wie die Sozialdemokraten.
Die CDU ist auch wieder die stärkste Partei in der größten Stadt Hessens. Zwar verlor sie nach Auszählung in 538 der 544 Wahllokale 0,5 Prozentpunkte im Vergleich zu 2008, lag aber mit 32,7 Prozent mit Abstand vor den übrigen Parteien. Sensationell gut schnitten die Grünen ab. Sie gewannen 8,1 Punkte hinzu und erreichten 19,6 Prozent der Zweitstimmen. Großer Verlierer auch in Frankfurt waren die Sozialdemokraten.
Zugewinne für die Grünen
Sie verloren 13,7 Punkte und kamen nur noch auf 19,8 Prozent. Damit wurde die SPD nur hauchdünn zweite Kraft in der Stadt. Starke Gewinne verzeichneten die Liberalen. Die FDP schaffte 16,8 Prozent, ein Plus von 6,0 Punkten im Vergleich zum Vorjahr. Die Linke legte ebenfalls zu und erreichte 7,8 Prozent der Zweitstimmen (plus 0,7 Punkte).
Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) sprach von einem „großartigen Ergebnis“ für ihre Partei. Die Zweitstimmenverluste seien nicht bedeutsam. Die Zugewinne für die Grünen seien auch ein Beleg für die gute Arbeit der schwarz-grünen Koalition in Frankfurt. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus Oesterling sagte: „Da hat der Landestrend voll durchgeschlagen.“ Vor allem die Grünen hätten davon profitiert, dass sich viele Wähler von der SPD abgewandt hätten. Der FDP-Vorsitzende Dirk Pfeil äußerte: „Das Ergebnis hat etwas mit unserer Geradlinigkeit zu tun.“ Er freue sich, dass mit Nicola Beer und Hans-Christian Mick mindestens zwei Frankfurter Liberale der künftigen FDP-Landtagsfraktion angehörten.