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Flugverkehr Streit um Lärmwerte des A 380

 ·  Flughafenbetreiber Fraport hat der Darstellung widersprochen, der A 380 sei deutlich lauter als erwartet. Die Mörfelden-Walldorfer Bürgerinitiative „Deutscher Fluglärmdienst“ hatte für die Landung in Frankfurt entsprechende Meßwerte vorgelegt.

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Der Flughafenbetreiber Fraport hat der Darstellung widersprochen, der A 380 sei deutlich lauter als erwartet. Die Mörfelden-Walldorfer Bürgerinitiative „Deutscher Fluglärmdienst“ hatte für die Landung in Frankfurt am 29. Oktober Meßwerte zwischen 67 und 74 Dezibel präsentiert, nach dem Start am folgenden Sonntagmorgen sei über Flörsheim sogar ein Schallpegel von 80 Dezibel erreicht worden. Die Ankündigung, das neue Großraumflugzeug von Airbus sei damit um bis zu drei Dezibel leiser als der Jumbo von Boeing, sehen die Ausbaugegner damit widerlegt. Die Kreisvorsitzende der Grünen in Groß-Gerau, Elke Cezanne, schließt aus den Ergebnissen, durch den Einsatz größerer Flugzeuge sei keine Lärmminderung für die Bevölkerung rund um den Frankfurter Flughafen zu erreichen, das Ballungsgebiet Rhein-Main können einen weiteren Ausbau nicht verkraften.

Aus Sicht von Fraport ist es hingegen nicht möglich, von den Werten der A 380-Premiere in Frankfurt auf die Immissionen im Linienbetrieb zu schließen. Die Verhältnisse seien in mehrerer Hinsicht nicht zu vergleichen, sagte Fraport-Sprecher Wolf-Dieter Schaller. So sei die Test-Maschine handgesteuert worden, was zu Änderungen des Schubs und damit womöglich zu mehr Lärm geführt habe. Wenn der A 380 voraussichtlich mit Beginn des Sommerflugplans 2008 in Frankfurt eingesetzt werde, kämen für den Landeanflug neueste Systeme zum Einsatz, die auch darauf ausgerichtet seien, die Schallimission so gering wie möglich zu halten.

Meßgeräte an Rumpf und Tragflächen

Bei dem Testflug Ende Oktober waren am Rumpf und an den Flügeln des Prototyps Meßgeräte montiert, an denen laut Schaller zusätzliche Strömungsgeräusche aufgetreten sind. Außerdem habe wahrscheinlich die Inversionswetterlage an jenem Wochenende die Werte beeinflußt.

Fraport will die eigenen Meßergebnisse vorerst nicht veröffentlichen, weil es nicht seriös sei, von einem „Einzelereignis auf die wahrscheinliche künftige Belastung zu schließen“, sagte Schaller. Man könne nur feststellen, daß der A 380 beim Landen ähnliche Immissionen entwickelt habe wie der größte Jumbo, der 747-400 von Boeing, und beim Start deutlich leiser gewesen sei. Wirbelschleppen, die Dächer in Raunheim abdecken könnten, habe man im Gegensatz zum „Fluglärmdienst“ nicht registriert.

Wann die nächste Gelegenheit besteht, die Werte zu überprüfen, steht noch nicht fest. Airbus wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2006 abermals einen A 380 nach Frankfurt schicken.

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Von Matthias Alexander

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