23.02.2006 · Am Sonntag machen sich 51 Garden, 38 Kapellen und 45 Motivwagen des Frankfurter Fastnachtszugs auf den Weg vom Untermainkai zum Römer. Rund 400.000 Zuschauer werden erwartet.
Mancher Autofahrer mag sich am Sonntag vielleicht ärgern, für die Freunde der „fünften Jahreszeit“ dürfte das ausgegebene Motto dagegen uneingeschänkt Gültigkeit besitzen: „Jeder Mensch, der Frankfurt liebt, ist froh, daß es die Fastnacht gibt.“
Wer Spaß am bunten Narrenspiel auf Straßen und Plätzen hat, kann sich am Sonntag an dem um 13.31 Uhr startenden Fastnachtsumzug durch die Innenstadt erfreuen: Dann machen sich nach Angaben des Veranstalters alles in allem 51 Garden, 38 Kapellen und 45 Motivwagen - darunter eine Angela Merkel aus Pappmache - vom Untermainkai auf den Weg zum Römer.
Während Prinz Alexander I. und „Ihre Lieblichkeit“ Iris I. für kurze Zeit die Herrschaft über die Stadt übernehmen dürfen, müssen sich Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) und der Magistrat ausnahmsweise mit der Beobachterrolle auf der Tribüne an der Paulskirche begnügen.
400.000 Zuschauer erwartet
Dort wird der Umzug gegen 16.30 Uhr dann auch enden. Der Große Rat der Frankfurter Karnevalsvereine erwartet mehr als 400.000 Zuschauer, die für ihr Kommen mit Süßigkeiten und anderen Wurfmaterialien belohnt werden.
Entlang dem sechs Kilometer langen Zugweg warnen Halteverbotsschilder Autofahrer davor, dort ihren Wagen abzustellen. Besuchern rät die Polizei, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Während des Umzugs sollen etwa 60 Ordnungshüter sowie einige Dutzend Polizisten auf den Straßen für einen geregelten Ablauf der Veranstaltung sorgen.
Für Busse und Bahnen gelten am Sonntag von 11 bis 18 Uhr in der Innenstadt etliche Sonderregelungen: So fährt nach Angaben der Verkehrsgesellschaft Frankfurt die Linie 11 vom Allerheiligentor zum Hauptbahnhof über Sachsenhausen - und nicht durch die Altstadt. Auch die Straßenbahnlinie 12 muß zwischen Friedberger Landstraße und Willy-Brandt-Platz unterbrochen werden.