17.06.2005 · Auch in Frankfurt soll es künftig einfacher als bisher sein, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Die Stadt will ein "Frankfurter Bündnis für Familien" gründen.
Auch in Frankfurt soll es künftig einfacher als bisher sein, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Mit einem großen Fest auf dem Römerberg aus Anlaß des Weltkindertages am 20.September will die Stadt ein "Frankfurter Bündnis für Familien" gründen, das zum Ziel hat, im Laufe eines Jahres Verbesserungen bei der betrieblichen Kinderbetreuung und der Familienfreundlichkeit der Stadtplanung zu erreichen. Wie es in einem gestern veröffentlichten Magistratsbericht weiter heißt, werden im "Frankfurter Bündnis für Familien" das städtische Kinderbüro, das Sozialdezernat und das Servicebüro "Lokale Bündnisse für Familien" zusammenarbeiten. Letzteres ist Teil einer Initiative des Bundesfamilienministeriums, das in ganz Deutschland eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf erreichen will.
Bundesfamilienministerin Renate Schmidt (SPD) war erst vor wenigen Tagen in Frankfurt, um für das von ihr vor eineinhalb Jahren initiierte Modell zu werben. Sie argumentiert, familienfreundliche Unternehmen würden für ihr Engagement mit einem niedrigeren Krankenstand, einer geringeren Fluktuation und mithin geringeren Einarbeitungskosten belohnt. In Wiesbaden und im Taunus bestehen bereits die von Schmidt angeregten "lokalen Bündnisse".
Die Ministerin soll auch zur Auftaktveranstaltung im September nach Frankfurt kommen, wie der Magistrat gestern wissen ließ. Bei dieser Gelegenheit solle auch ein Kuratorium mit "führenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens" gegründet werden.