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Ein Jahr auf Bewährung „Wahrsagerin“ sagt Unfalltod voraus

23.12.2009 ·  Als betrügerische Wahrsagerin ist eine 55 Jahre alte Frau am Mittwoch vom Amtsgericht Frankfurt zu einem Jahr Haft auf Bewährung und 150 Arbeitsstunden verurteilt worden. Sie hatte im April vergangenen Jahres einem Ehepaar den Unfalltod des Mannes vorausgesagt, weil er den Teufel in sich trage.

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Als betrügerische Wahrsagerin ist eine 55 Jahre alte Frau am Mittwoch vom Amtsgericht Frankfurt zu einem Jahr Haft auf Bewährung und 150 Arbeitsstunden verurteilt worden. Sie hatte im April vergangenen Jahres einem Ehepaar den Unfalltod des Mannes vorausgesagt, weil er den Teufel in sich trage. Für diese Prognose kassierte sie 300 Euro.

Um das drohende Unheil abzuwenden, müsse der Teufel ausgetrieben werden. Dazu zerschlug die die 55 Jahre alte Frau ein Ei und trampelte auf dem Boden herum. Als Honorar für die „Teufelsaustreibung“ wurden 3000 Euro gefordert, die das Paar aber nicht zahlte. Deshalb wurde die Frau nur wegen Betrugsversuch verurteilt. Vor dem Gericht gab sie zu, mitgewirkt zu haben. Haupttäterin sei aber eine Bekannte, die mittlerweile in Frankreich lebt. Das Gericht monierte in seinem Urteil besonders, dass die Leichtgläubigkeit des offenbar recht schreckhaften Ehepaars schamlos ausgenutzt worden sei, um an Geld zu kommen.

„Bei diesem Hokuspokus geht es schließlich nicht um Glaubensfragen, sondern um die kriminelle Energie der Angeklagten, andere Leute hinters Licht zu führen“, so die Gerichtsvorsitzende.

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Von Mechthild Harting

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