11.04.2007 · Die Stadt Frankfurt will gegen das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte klagen, um weiter synthetisches Heroin an Schwerstabhängige abgeben zu können. Die Ausnahmeregelung für Frankfurt läuft Ende Juni aus.
Von Brigitte RothUm die Fortsetzung der Heroinvergabe in Frankfurt durchzusetzen, macht Gesundheitsdezernentin Manuela Rottmann (Die Grünen) jetzt Druck auf das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Weil diese Behörde über einen Antrag der Stadt auf eine Ausnahmegenehmigung zur Weiterbehandlung von Süchtigen mit Diamorphin nicht fristgerecht innerhalb von drei Monaten entschieden habe, wolle Rottmann noch in dieser Woche gegen das Bundesinstitut klagen, sagte ihr Sprecher Wulfila Walter auf Anfrage.
Politische Zusagen aus Berlin, die 59 Patienten, die in Frankfurt noch den Originalstoff erhalten, dürften in dem Programm bleiben, entbehrten der notwendigen Rechtssicherheit. Ohne diese laufe die Ausnahmegenehmigung für die Heroinvergabe Ende Juni aus, und zwei Monate zuvor, also schon Ende April, müssten die Patienten auf eine andere Behandlung umgestellt werden.