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Drogen Cannabis-Konsum geht zurück

30.08.2007 ·  Die Zahl der Jugendlichen, die schon einmal Cannabis-Produkte probiert haben, ist seit 2003 um zehn Prozent zurückgegangen. Die Zahl der jugendlichen Raucher stieg dagegen leicht an.

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Jugendliche in Frankfurt konsumieren seltener Cannabis-Produkte. Die Zahl derer, die schon einmal Cannabis probiert haben, ist seit 2003 um zehn Prozent zurückgegangen. Die Zahl der Tabakraucher indes ist in den vergangenen drei Jahren leicht gestiegen. Das geht aus einer repräsentativen Studie hervor, die das „Centre for Drug Research“ der Universität Frankfurt im Auftrag des städtischen Drogenreferats erstellt hat. 1500 Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren an beruflichen und allgemeinbildenden Schulen wurden zu ihrem Umgang mit Rauschmitteln befragt.

Gaben 2002 noch 46 Prozent der Befragten an, schon einmal Cannabis konsumiert zu haben, waren es im vergangenen Jahr nur noch 36 Prozent. Regelmäßig nehmen 13 Prozent (2002: 21 Prozent) die Droge zu sich. Gesundheitsdezernentin Manuela Rottmann (Die Grünen) stellte die Ergebnisse im Sozial- und Gesundheitsausschuss vor: „Wir können hier mittlerweile von einem Trend sprechen.“ Im Vergleich mit anderen Großstädten wie Köln oder Hamburg ging die Zahl der jugendlichen Cannabis-Konsumenten in Frankfurt stärker zurück.

Beliebte Shishas

Die Zahl der jugendlichen Raucher stieg dagegen leicht an. Der Frankfurter Sozialpädagoge und Mitautor der Studie, Bernd Werse, erklärt den Zuwachs – vor drei Jahren hatten 42 Prozent der Jugendlichen angegeben, in den 30 Tagen vor der Befragung geraucht zu haben, 2006 waren es 46 Prozent – mit der zunehmenden Beliebtheit von Wasserpfeifen, sogenannten Shishas. Das Inhalieren des aromatisierten Tabaks sei ähnlich schädlich wie Zigaretten. „Die abnehmende Verbreitung des Zigarettenrauchens wird durch Shishas offenbar aufgewogen.“

Der Alkoholkonsum blieb in den vergangenen Jahren etwa gleich. Fast die Hälfte der Jugendlichen – 46 Prozent – gab an, im Vormonat mindestens einmal betrunken gewesen zu sein. Alkohol ist wie in den Vorjahren die mit Abstand meistkonsumierte Droge: 89 Prozent haben schon mindestens einmal Alkohol getrunken. 18 Prozent der Befragten griffen 2006 mehr als zehnmal im Monat zur Flasche.

War dieser Wert seit 2002 kontinuierlich rückläufig, lag er im vergangenen Jahr wieder auf der Höhe des ersten Erhebungsjahrs. In Partyszenen werde dem Trinken ein hoher Stellenwert beigemessen, heißt es in der Studie. Bei den „harten Drogen“ – darunter fallen Ecstasy, Kokain, Heroin, Amphetamine – liegt die Zahl der Erstkonsumenten seit drei Jahren nahezu gleichbleibend bei etwa zehn Prozent. Drei Prozent gaben an, regelmäßig diese Rauschmittel zu sich zu nehmen. rsch.

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