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„Doppelt richtig gehandelt“ Turnfest-Kosten gesenkt - Lob für Dezernentin

06.05.2008 ·  Mit Lob für Frankfurts Sportdezernentin Birkenfeld (CDU) haben mehrere Römer-Fraktionen auf die Kostenreduzierung für das Deutsche Turnfest 2009 reagiert. Sie habe in doppelter Weise richtig gehandelt, heißt es bei den Grünen.

Von Tobias Rösmann
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Mit Lob für Sportdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) haben mehrere Römer-Fraktionen auf die Kostenreduzierung für das Deutsche Turnfest 2009 reagiert. Sie habe in doppelter Weise richtig gehandelt, sagte der Fraktionschef der Grünen, Olaf Cunitz, auf Anfrage. Zum einen habe sie als Erste die wahren Kosten für die Ausrichtung offengelegt, zum anderen habe sie in den vergangenen Wochen „mit aller Ernsthaftigkeit“ gearbeitet und gezeigt, „wie man kosteneffizient ein Turnfest organisieren kann“. Birkenfeld hatte am Montag bestätigt, dass die Stadt nach einer neuen Magistratsvorlage statt der zuletzt gehandelten 25 bis 30 Millionen Euro rund 24,1 Millionen Euro für die Ausrichtung der weltgrößten Breitensportveranstaltung zahlen werde. Genehmigt haben die Stadtverordneten bisher lediglich 5,14 Millionen Euro.

Birkenfeld habe richtig gehandelt, indem sie das für rund 2,5 Millionen Euro geplante Programm am südlichen Mainufer gestrichen habe, äußerte Cunitz weiter. Das zeige, dass es in Frankfurt nicht egal sei, ob etwas 20, 25 oder 30 Millionen Euro koste. Die Mehrkosten – rund 18,9 Millionen Euro im Vergleich zur 2005 genehmigten Vorlage – müssen Cunitz zufolge im Haushalt 2009 seriös finanziert werden. Das werde sicher möglich sein ohne eine Nettoneuverschuldung. „Aber es wird dazu führen, dass sich bestimmte Projekte verschieben werden oder vielleicht nicht realisierbar sind.“

„Das darf nicht auf Schuldenbasis geschehen“

Der Chef der BFF-Fraktion, Wolfgang Hübner, auf dessen Antrag hin sich ein Akteneinsichtsausschuss mit den Mehrkosten befassen wird, sagte, seine Fraktion werde der neuen Vorlage nur zustimmen, wenn feststehe, wie die Mehrkosten finanziert würden. „Das darf nicht auf Schuldenbasis geschehen.“ Er sei gespannt, wie CDU und Grüne dies erreichen wollten. Rainer Rahn, der Vorsitzende der FAG-Fraktion, sagte, man müsse es Birkenfeld zugute halten, dass sie sich bemühe, den finanziellen Schaden für die Stadt gering zu halten. „Aber die Täuschung und die Übergehung des Stadtparlaments bleiben.“ Die niedrigeren Kosten änderten nichts daran, dass der Akteneinsichtsausschuss ermitteln werde, „was Oberbürgermeisterin Petra Roth und der damalige Sportdezernent Uwe Becker wussten, als sie den Vertrag mit dem Deutschen Turner-Bund unterschrieben“.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus Oesterling sagte, es sei sehr gut, dass das Turnfest entgegen der diskutierten 30 Millionen Euro nun deutlich günstiger werde, ohne die Ausrichtung zu gefährden. Er hob hervor, dass die Veranstaltung trotz der Kosten nie in Frage gestanden habe. Dass nun mancher Programmpunkt wegfallen müsse, sei zwar bedauerlich, aber durchaus verständlich.

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