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Donnerstag, 20. Juni 2013
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Ausstellung "Mein Garten": Mit Pinocchio in den Frühling

 ·  Es ist Sonntag, kurz nach elf Uhr. Während die Frankfurter Innenstadt wie ausgestorben daliegt, herrscht ein reges Kommen und Gehen an den Pforten des Palmengartens. Gerade tritt ein älteres Ehepaar aus dem Ausgang, schwer beladen mit Blumenkästen und einer Engelsfigur aus Terrakotta.

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Es ist Sonntag, kurz nach elf Uhr. Während die Frankfurter Innenstadt wie ausgestorben daliegt, herrscht ein reges Kommen und Gehen an den Pforten des Palmengartens. Gerade tritt ein älteres Ehepaar aus dem Ausgang, schwer beladen mit Blumenkästen und einer Engelsfigur aus Terrakotta. Dicht darauf folgt eine junge Frau mit einer orangeroten Papageienblume im Arm, hinter der ihr Gesicht fast verschwindet. Im Palmengarten ein ähnliches Bild. Rote, gelbe, weiße Blütenköpfe blitzen aus zahllosen Plastiktüten hervor. An Ständen im Freien mit Blumenzwiebeln, Knollen, Sämereien bilden sich Schlangen. Die Besucher der Verkaufsausstellung "Mein Garten" scheinen nur eins im Sinn zu haben: endlich den Frühling ins Haus holen.

Einen Vorgeschmack auf den Frühling verschaffen sich viele Besucher schon mal in der Galerie des Palmengartens. Dort blühen Tausende von Hyazinthen, Tulpen und Primeln. Ganz verzückt verharren junge und alte Besucher angesichts des Blütenmeeres. Immer wieder klicken Fotoapparate. Ein paar Anregungen für den eigenen Garten will Ehepaar Bolda so festhalten. Jedes Jahr kommen die beiden Frankfurter und decken sich mit Blumensamen ein. Auch Ralf Lutz kommt regelmäßig mit seinem Sohn, vor allem zum Fotografieren. Die mit professioneller Ausrüstung geschossenen Fotos von "Pinocchio" oder "Beauty Queen", so die Namen zweier Tulpenarten, werden an der heimischen Bilderwand aufgehängt.

Viel Betrieb herrscht in den fünf Verkaufshallen. Grüppchenweise scharen sich die Menschen um die Stände. Deutsche, französische, spanische Wortfetzen fliegen durch die Luft. Ein älterer Mann läßt sich gerade ein paar der länglichen Knollen der Japanischen Wunderblume einpacken. Diese werden im ersten Jahr rot und weiß blühen. In den darauffolgenden Jahren können sich rosa Blüten entwickeln. Die jüngeren Besucher interessieren vor allem Blumen und Pflanzen, von denen schon etwas zu sehen ist. Zahlreiche Azaleen, Stiefmütterchen und Primeln gehen über die Theken. Kamela Schemmel aus Frankfurt schleppt einen kleinen Olivenbaum zu ihrem wartenden Ehemann und dem fünf Monate alten Sohn.

Doch es gibt nicht nur Pflanzen und Samen auf der Gartenschau zu erstehen. Vom Bügeleisen bis zum Strandkorb - die Verkaufsausstellung "Mein Garten" bietet inzwischen das Sortiment eines gutausgestatteten Kaufhauses. Mehr als Töpfe und Pfannen interessieren die Besucher aber doch Geräte, die man im heimischen Garten verwenden kann. So scharen sich die Herren vor allem um die Stände mit Gartenscheren und Rasenmähern. Die Kinder finden den Verkaufsrummel wenig spannend. Sie vergnügen sich unter den besorgten Blicken ihrer Eltern auf einer Hängebrückenkonstruktion, unter der auf einem kleinen Teich noch Eisschollen schwimmen. (kvmü.)

Die Ausstellung "Mein Garten" läuft noch bis zum 13. März und ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

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