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Veröffentlicht: 01.01.2007, 11:55 Uhr

Ausblick Das ändert sich 2007

Finanziell ändert sich für die Bürger im neuen Jahr einiges. Die Steuern werden erhöht, Eltern erhalten mehr Geld, die Benzinpreise steigen und die Pendlerpauschale wird abgeschafft. Ein Überblick über die wichtigsten Änderungen.

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© ddp Wird teurer: Autofahren

Finanziell müssen sich die Bürger im neuen Jahr auf Veränderungen einstellen. Die Steuern werden erhöht, Eltern erhalten mehr Geld, die Benzinpreise steigen und die Pendlerpauschale wird abgeschafft.

Christian Siedenbiedel Folgen:

Elterngeld

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Neues Jahr, neue Regelungen: Eine besonders weitgehende Veränderung bringt der Jahreswechsel für junge Familien. Für Nachwuchs, der nach Silvester geboren wird, kann man Elterngeld bekommen. Legen Vater oder Mutter eine berufliche Pause ein, zahlt der Staat ein Jahr lang 67 Prozent des letzten Nettogehaltes, maximal 1800 Euro im Monat. Das Elterngeld wird sogar vierzehn Monate gezahlt, wenn nach den zwölf Monaten auch der andere Elternteil eine Babypause einlegt oder höchstens 30 Wochenstunden arbeitet. Jetzt haben Väter also keine Ausrede mehr, wenn sie sich nicht an der Erziehungsarbeit beteiligen wollen. Gewarnt hat Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) allerdings davor, Geburten künstlich bis ins neue Jahr zu verzögern, um in den Genuß der Regelung zu kommen: Niemand solle wegen des Geldes die Gesundheit seines Kindes gefährden.

Benzinpreise

Vor dem Jahreswechsel noch mal richtig vollzutanken ist nicht dumm: Vom 1. Januar an wird das Benzin in Deutschland - wieder einmal - teurer. Grund dafür ist nicht nur die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent, auch die staatlich verordnete Beimischung von Biokraftstoffen dürfte die Spritpreise in die Höhe treiben. Die Mineralölgesellschaften haben mehr oder minder alle schon angekündigt, daß bei ihnen die Preise steigen werden - ohne sich allerdings auf exakte Prozentsätze festzulegen. Das dürfte letztlich der Wettbewerb entscheiden. Rein rechnerisch verteuert allein die Anhebung der Mehrwertsteuer Benzin und Diesel um rund drei Cent. Die Biokomponente soll für weitere zwei bis drei Cent gut sein, wie es heißt. Die Schätzungen der Experten für den Preisanstieg zum Jahreswechsel liegen deshalb zwischen vier und sieben Cent je Liter.

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hatte auf diese zu erwartende Entwicklung schon im Sommer hingewiesen. Aber müssen die Preissteigerungen wirklich sein? Zumindest der Automobilclub von Deutschland mit Sitz in Frankfurt bezweifelt das. Die Mehrwertsteuererhöhung könne ohne Preissteigerungen aufgefangen werden: „Die Gewinnspannen der Konzerne geben das her“, meint der Verband. Die Mineralölkonzerne widersprechen. Wer hätte das anders erwartet.

Pendlerpauschale

Viel stärker als die Anhebung der Mehrwertsteuer dürfte sich für viele Haushalte im neuen Jahr die weitgehende Abschaffung der Pendlerpauschale auswirken - das hat eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft ergeben. Bei so manchem Arbeitnehmer ist das schließlich bislang der für ihn wichtigste Posten der Steuererklärung gewesen. Künftig können Autofahrer die Pendlerpauschale nur noch dann in Anspruch nehmen, wenn der Weg zwischen ihrem Zuhause und dem Arbeitsplatz 21 Kilometer oder länger ist. Bislang wurde die Absatzmöglichkeit schon vom ersten Kilometer an gewährt.

Rund 15 Millionen der 25 Millionen Pendler in Deutschland dürften damit weniger oder nichts mehr zurückerhalten, schätzt der Bund der Steuerzahler. Besonders viele sollen es im Rhein-Main-Gebiet sein. Allein in Frankfurt gibt es nach Angaben des Amts für Statistik, Wahlen und Einwohnerwesen jeden Tag mehr als 300.000 „Einpendler“, die in die Stadt zum Arbeiten kommen, und mehr als 50.000 „Auspendler“, die in Frankfurt leben und in der Region arbeiten. Die Änderung trifft nicht nur Menschen, die mit dem Auto fahren, sondern auch solche, die Zug oder S-Bahn benutzen - auch das sind nicht wenige: Nach Angaben der Deutschen Bahn AG fahren im Rhein-Main-Gebiet jeden Tag etwa 440 000 Menschen mit Nahverkehrszügen und S-Bahnen; die meisten davon seien Pendler.

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