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Architektur 650 Eigentumswohnungen auf dem Riedberg

 ·  Auf dem Riedberg werden 650 neue Wohnungen gebaut. Die Eigentumswohnungen sollen ein Größe von 60 bis 150 Quadratmetern haben, die Quadratmeterpreise sollen im Durchschnitt bei 2000 bis 2200 Euro liegen.

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Das Hanauer Immobilienunternehmen Bien-Ries plant im Frankfurter Neubaugebiet Riedberg den Bau von 650 Wohneinheiten. Die Eigentumswohnungen mit einer Größe von 60 bis 150 Quadratmetern sollen überwiegend in Form dreistöckiger Stadtvillen mit Staffelgeschossen entstehen. Wie Wolfgang Ries, Vorstand von Bien-Ries, sagte, sollen die Quadratmeterpreise im Durchschnitt bei 2000 bis 2200 Euro liegen.

Mit der Vermarktung solle im Mai begonnen werden, der Baubeginn der ersten Häuser sei für den Herbst geplant. Die Häuser liegen in unmittelbarer Nachbarschaft zur Heinrich-Kromer-Schule an der Straße Zur Kalbacher Höhe. Das 140-Millionen-Euro-Projekt ist auf sieben Jahre angelegt. „Wir bauen aber auch gern schneller“, so Ries.

Planungsdezernent Edwin Schwarz (CDU) äußerte sich erfreut, daß nun auch qualitätvoller Geschoßwohnungsbau am Riedberg entstehe, nachdem bisher Reihenhäuser dominiert hätten. Er wies darauf hin, daß Bien-Ries nach langwierigen Verhandlungen mit elf der zwölf Eigentümer des Areals im Quartier „Schöne Aussicht“ einig geworden sei. Sollte der zwölfte Grundeigentümer nicht bald einlenken, werde ihn wohl die „Keule der Enteignung“ treffen.

Kubische Formensprache

Die Häuser entständen nach den Planungen von vier verschiedenen Architektenbüros, die sich in einem Wettbewerb durchgesetzt hätten, so Ries. Es handelt sich um die Frankfurter Architekten von Scheffler & Partner, das Büro a.i.b. aus Darmstadt und Atelier 5 aus Bern in der Schweiz. Planer des eigenen Hauses haben laut Ries den ersten Bauabschnitt an der Straße Skylineblick oberhalb des Bonifatiusparks entworfen. Bei allen Unterschieden in Details soll den verschiedenen Entwürfen eine moderne, kubische Formensprache gemeinsam sein. Es wird eine Vielzahl von Grundrissen geben, darunter auch sogenannte Duplex-Wohnungen über zwei Geschosse. Die Durchdringung von halböffentlichen und privaten Außenräumen werde vielfach variiert.

Laut Ries soll das Projekt vor allem Kaufinteressenten ansprechen, die Wert auf eine anspruchsvolle Architektur legen. Marktstudien seines Hauses hätten ergeben, daß sich eine Trendwende zum Wohnen in der Stadt mit den entsprechenden Haustypen abzeichne. Alle Häuser erhielten Tiefgaragen, je Wohnung stünden dort 1,5 Autostellplätze und rund drei Stellplätze für Fahrräder zur Verfügung. Dadurch könne man auf oberirdische Parkplätze verzichten. Die Käufer könnten Einfluß auf die Inneneinrichtung nehmen, in begrenztem Umfang seien auch Eigenleistungen möglich.

Das Projekt von Bien-Ries weiche vom Bebauungsplan ab, sagte Planungsdezernent Schwarz. So werde etwas höher gebaut als vorgesehen, und die vorgeschriebene Bauflucht werde insofern nicht eingehalten, als die Häuser an der Kalbacher Höhe zurückgesetzt würden. Die notwendigen Befreiungen seien mit den Fraktionen des Viererbündnisses abgesprochen. Laut Dieter von Lüpke, Leiter des Stadtplanungsamts, werden die Planungen für ein Stadtteilzentrum demnächst vorgestellt. Wie berichtet, sind die Verhandlungen mit Investoren weit gediehen.

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Von Matthias Alexander

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