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Freitag, 10. Februar 2012
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Angriff auf Rabbiner Geständiger Täter als Gewalttäter bekannt

19.09.2007 ·  Der festgenommene Deutsche mit Migrationshintergrund, der in Frankfurt einen Rabbiner mit einem Messerstich verletzt hatte, ist schon häufiger gewalttätig gewesen. Schon im Januar 2007 stand er wegen mehrerer Taten vor dem Jugendgericht.

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Der mutmaßliche Täter, der in Frankfurt einen Rabbiner niedergestochen hatte, ist schon früher mit Gewalttaten aufgefallen. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt bestätigte einen Bericht der „Bild“-Zeitung über die bisherige kriminelle Karriere des 22 Jahre alten Deutschen mit afghanischer Abstammung.

Erst im Januar dieses Jahres war Mann von einem Jugendrichter in Frankfurt-Höchst verwarnt und wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Sachbeschädigung zu zwei Wochen Jugendarrest verurteilt worden, wie ein Sprecher des Frankfurter Amtsgerichts mitteilte. Im Mai habe das Gericht zudem einen Strafbefehl über 600 Euro wegen Körperverletzung und Bedrohung erlassen.

Nachbarn mit dem Messer bedroht

Das Amtsgericht verurteilte den Mann, weil er in seinem Wohnhaus in Hattersheim bei Frankfurt einen Aufzug demolierte. Später sprach ihn der Hausmeister an und forderte Geld für die Reparatur. Der 22-Jährige zog daraufhin einen Schreckschussrevolver und schoss vier Mal auf den Mann, wobei dieser an der Wange getroffen worden sei. Am folgenden Tag bedrohte der 22-Jährige zwei Nachbarn mit einem Messer und sagte, er habe bereits am Tag zuvor einen Nachbarn getötet.

Im Mai dieses Jahres wurde der Messerstecher wegen eines Angriffs in einem Bus verurteilt. Er schlug nach Überzeugung des Richters einem Fahrgast mit der Faust ins Gesicht, weil dieser ihn gebeten hatte, zur Seite zu gehen. Als der Busfahrer die Polizei rufen und die Tür nicht öffnen wollte, bedrohte der 22-Jährige ihn mit dem Messer und den Worten „Ich stech' dich ab“. Dann öffnete er die Tür gewaltsam und flüchtete.

Den orthodoxen Rabbiner soll der Angreifer nach Zeugenaussagen bei seiner Attacke am 7. September Woche als „Scheiß-Juden“ beschimpft haben. Der in Weiterstadt inhaftierte Beschuldigte hat zwar die Messerattacke zugegeben, aber jegliches antisemitische Motiv wie auch die Tötungsabsicht bestritten. Der Vorfall hatte eine Diskussion über die Sicherheit von Juden ausgelöst.

Gesundheitszustand des Rabbiners verbessert sich

Gurevitch ist nach Angaben der Jüdischen Gemeinde auf dem Weg der Erholung. „Nach den verschiedenen Operationen geht es ihm Gott sei Dank bedeutend besser“, sagte Geschäftsführer Stefan Szajak der Nachrichtenagentur AP. Der Rabbiner sei jedoch noch immer im Krankenhaus und könne die Klinik voraussichtlich erst in einer Woche verlassen.

Unterdessen hat die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, das Schweigen der muslimischen Verbände zur Messerattacke auf einen Rabbiner in Frankfurt kritisiert. Sie sei bestürzt, dass sich die maßgeblichen Gruppierungen nicht öffentlich von solchen Handlungen distanzierten, sagte Knobloch am Dienstagabend vor Journalisten in Nürnberg.

Zudem bemängelte sie das Fehlen eines gemeinsamen Sprechers der in Deutschland lebenden Muslime. Politik und Kirchen müssten die islamischen Gruppierungen aus ihrer Zurückhaltung herausholen und sie daran erinnern, wo und wie sie lebten. Nur so könnten die Muslime langfristig vor radikalen Auswüchsen bewahrt werden.

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Von Rainer Schulze

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