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Altstadt Sieben Altstadthäuser sollen rekonstruiert werden

07.05.2007 ·  In der Frankfurter Altstadt sollen sieben historische Gebäude rekonstruiert werden. Fest steht, dass die Goldene Waage, das Rote Haus, der Junge Esslinger und das Goldene Lämmchen wiederhergestellt werden.

Von Matthias Alexander
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Bei der geplanten Neubebauung des Frankfurter Altstadt-Areals sollen sieben historische Gebäude rekonstruiert werden. Darauf haben sich nach Informationen der F.A.Z. die Fraktions- und Parteispitzen von CDU und Grünen geeinigt. Bisher war von vier Häusern die Rede gewesen. Für die Bebauung der übrigen Parzellen soll eine strenge Gestaltungssatzung erlassen werden. Die beiden Fraktionsvorsitzenden Markus Frank (CDU) und Olaf Cunitz (Die Grünen) wollen den in langwierigen Verhandlungen gefundenen Kompromiss heute präsentieren, wenn sie über das erste Jahr der schwarz-grünen Koalition berichten.

Dass die Zahl der Rekonstruktionen erhöht wird, bedeutet ein Entgegenkommen der Grünen. Im Gegenzug hat die CDU von der Vorstellung Abstand genommen, möglichst dem ganzen Quartier zumindest äußerlich den Anschein zu geben, als hätte der Krieg nicht stattgefunden. Die Architekten, die die Neubauten entwerfen, müssen sich allerdings klaren Vorgaben hinsichtlich der zu verwendenden Materialien, Dachneigungen und Geschosszahlen unterwerfen.

Alter Esslinger könnte restauriert werden

Es war nicht mit letzter Sicherheit in Erfahrung zu bringen, welche Häuser zusätzlich rekonstruiert werden sollen. Bisher haben sich die Koalitionäre auf die Goldene Waage, das Rote Haus, den Jungen Esslinger (auch bekannt als Haus der Tante Melber) und auf das Goldene Lämmchen verständigt. Wie zu hören ist, soll die Häuserreihe nördlich der Gasse Hinter dem Lämmchen komplett rekonstruiert werden, was mit Blick auf ein geschlossenes Erscheinungsbild sinnvoll wäre. Das hieße, dass der Alte Esslinger wiedererstünde, der die Lücke zwischen dem Jungen Esslinger und dem Goldenen Lämmchen schlösse.

Außerdem könnte das Haus Klein Nürnberg rekonstruiert werden . Für die Berücksichtigung des Alten Esslingers spricht auch, dass das Gebäude sehr gut dokumentiert ist. Eine Rekonstruktion könnte dem Originalzustand also nahekommen. Nicht zuletzt unter dem Eindruck der Dresden-Reise des Sonderausschusses im März herrscht im Römer mittlerweile Einigkeit darüber, dass eine nur äußerliche Wiederherstellung der Häuser nicht sinnvoll ist. Nach dem Besuch der Quartiere rund um die Frauenkirche in der sächsischen Hauptstadt hatten sich die Stadtverordneten desillusioniert gezeigt über die Verbindung vermeintlich alter Fassaden und moderner Gebäudekerne.

Wiederaufbau des Hauses Rebstock im Gespräch

Etwas schlechter ist die Überlieferung im Fall des Hauses Klein Nürnberg. Für den Wiederaufbau spräche jedoch, dass es sich um ein besonders bedeutendes Altstadthaus handelte. Wie weiter zu hören ist, soll auch eine Rekonstruktion des Hauses Rebstock zwischen den Koalitionären im Gespräch sein. Sie erscheint besonders wünschenswert, weil das Haus als stadt- und baugeschichtlich sehr wertvoll gilt. Allerdings ist es nicht so gut dokumentiert wie die anderen herausragenden Gebäude, zudem gilt seine Lage im Hinterhof des vor kurzem fertiggestellten Hauses am Dom städtebaulich als prekär. Offenbar ist über seine Rekonstruktion noch nicht das letzte Wort gesprochen.

Die sieben Häuser wird die Stadt als Bauherrin errichten. Wie weiter zu hören ist, sollen die übrigen Parzellen an verschiedene Bauherren vergeben werden. Sie müssen mindestens zwei verschiedene Entwürfe anfertigen lassen. Sollte sich ein Eigentümer einer Parzelle zu einer originalgetreuen Rekonstruktion entschließen, ist diese Bedingung hinfällig. Die Bauarbeiten sollen in die Hand eines einzelnen Projektsteuerers gelegt werden, um eine zügige Abwicklung sicherzustellen. Geplant ist auch, mit der Vermietung der Laden- und Gastronomieflächen ein Quartiersmanagement zu beauftragen. Die unterschiedlich hohen Einnahmen, die mit den Mietern verschiedener Branchen zu erzielen sind, sollen zu gleichen Teilen an die Hauseigentümer gehen.

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Jahrgang 1968, Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

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