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Donnerstag, 16. Februar 2012
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Alte Großmarkthalle EZB stellt Bauantrag für Neubau - Abriss unabhängig von Urteil

08.10.2007 ·  Die Europäische Zentralbank will unabhängig vom Ausgang eines Rechtsstreits mit ihrem Neubau in Frankfurt beginnen. Anfang 2008 sollen Anbauten der Großmarkthalle abgerissen werden. Der Bauantrag werde noch im Oktober gestellt, heißt es.

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Die Europäische Zentralbank (EZB) will unabhängig vom Ausgang einer Gerichtsentscheidung mit ihrem Neubau in Frankfurt beginnen. Der Bauantrag werde noch im Oktober gestellt, sagte das für den Neubau verantwortliche Direktoriumsmitglied Lorenzo Bini Smaghi am Montag. Anfang 2008 würden Anbauten der Großmarkthalle abgerissen, die in den Neubau integriert werden muss. Der 500 Millionen teuere Neubau soll 2011 bezugsfertig sein. „Jeder Monat Verzögerung kostet Millionen“, sagte Bini Smaghi. „Und das bezahlt am Ende der Steuerzahler.“

Die Erben des Architekten der Großmarkthalle, Martin Elsaesser, wehren sich gerichtlich gegen Teilabriss und Umbau der denkmalgeschützten Halle. Der Entwurf des Wiener Architekturbüros Coop Himmelb(l)au sieht neben dem Abriss zweier Nebengebäude auch einen gläsernen Querriegel vor, der die historische Halle durchstößt. Hier wäre der Haupteingang der EZB untergebracht.

„Hängende Gärten“ im Atrium

Die langgestreckte Halle selbst würde unter anderem Konferenzräume und Restaurants beherbergen. Die beim Landgericht Frankfurt eingereichte Klage liege inzwischen beim Europäischen Gerichtshof, sagte Bini Smaghi. Die EZB hoffe auf eine außergerichtliche Einigung. Man werde den Baubeginn jedoch nicht aufschieben, bis eine Entscheidung gefallen sei.

Architekt Wolf Prix und der Bauherr präsentierten die neue EZB am Montag als umweltfreundliches Gebäude. Man wolle mit dem Energieverbrauch 30 Prozent unter der Marke der Besten bleiben. Die Abwärme des Rechenzentrums soll für die Heizung genutzt, Erdwärme zur Kühlung eingesetzt, Regenwasser aufbereitet werden. In den Büros sollen Energiesparlampen leuchten und die Fassade soll je nach Außentemperatur das Gebäude aufheizen oder kühl halten. Für natürliche Belüftung sorgen vertikale Luftschlitze, für gute Luft „hängende Gärten“ im Atrium zwischen den beiden gegeneinander verdrehten gläsernen Doppeltürmen.

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Von Tim Kanning

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