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49 Millionen Euro mehr S-Bahn-Station „Gateway Gardens“ wird teurer

18.02.2010 ·  Der Bau der S-Bahn-Station „Gateway Gardens“ in Frankfurt wird teurer als gedacht. Wie der Magistrat mitteilt, wird nunmehr mit Ausgaben in Höhe von 173,2 Millionen Euro gerechnet, das sind 48,7 Millionen mehr als zunächst geplant.

Von Manfred Köhler
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Der Bau der S-Bahn-Station „Gateway Gardens“ wird teurer als gedacht. Wie der Magistrat mitteilt, wird nunmehr mit Ausgaben in Höhe von 173,2 Millionen Euro gerechnet, das sind 48,7 Millionen mehr als zunächst geplant. Um das neue Büroviertel an das S-Bahn-Netz anzubinden, wird die vom Hauptbahnhof zum Flughafen führende Strecke hinter der Station „Stadion“ verschwenkt und erhält einen weiteren Bahnhof. Die neue Verbindung hat eine Länge von vier Kilometern, von denen zwei unter dem neuen Stadtteil in einem Tunnel verlaufen. Auch der neue Bahnhof wird unterirdisch angelegt.

Nach den Angaben aus dem Römer soll mit dem Bau 2012 begonnen werden, eröffnet werden soll die neue Strecke mitsamt der Station 2016 oder 2017. Ziel ist es, dass der Tunnel unter Gateway Gardens entsteht, bevor die angrenzenden Grundstücke bebaut sind; so sollen die Baukosten verringert werden. Nach der Inbetriebnahme wird die jetzige Strecke durch den Stadtwald abgerissen und das Areal renaturiert, was weitere eineinhalb Jahre dauern soll. Auf den Fahrplan der S-Bahn-Linien wird all dies nur geringen wenig Einfluss haben.

Bahn auch für Unterhaltung zuständig

Bauherr der Strecke und der Station ist die Deutsche Bahn. Sie wird daher auch für die Unterhaltung zuständig sein. Das Netz, zu dem auch die Bahnhöfe zählen, und der Betrieb der Züge sind allerdings getrennt: Im Regionalverkehr fährt die Deutsche Bahn nur, wenn jemand die Kosten übernimmt. Deshalb heißt es in dem Magistratsvortrag auch, der eigentliche Zughalt werde dereinst vom Rhein-Main-Verkehrsverbund bestellt werden.

Die Mehrkosten haben viele Ursachen, der Magistrat erwähnt unter anderem, dass die Unterquerung der Autobahn 5 teurer werde, ebenso das Verlegen von Leitungen, der Schallschutz und der Abbau der jetzigen Strecke. Von den Gesamtkosten in Höhe von 173,2 Millionen Euro entfallen elf Millionen auf die Vorplanung, diese trägt allein die Stadt. Von den verbleibenden Kosten tragen Bund und Land nach dem Gemeindefinanzierungsgesetz 88,7 und 11,8 Millionen Euro, die Stadt 61,7 Millionen.

Besondere Rolle für Station

Der S-Bahn-Halt zählt zu der langen Liste von Bauvorhaben, mit denen die Bahn ihr Angebot in der Region verbessern will. Auf dieses Konzept, das als „Frankfurt / Rhein-Main plus“ firmiert, hatte sich der Staatskonzern 2003 mit Landesregierung, Rhein-Main-Verkehrsverbund und Stadt Frankfurt verständigt, 2008 wurde eine überarbeitete Planung vorgelegt.

Der Station „Gateway Gardens“ kommt dabei insofern eine besondere Rolle zu, als dass sie nicht nur der Erschließung des Viertels dienen soll, sondern auch als Umsteigebahnhof zwischen der S-Bahn, also dem Eisenbahnverkehr, und den Zügen auf der geplanten Regionaltangente West, die eine Mischung aus Eisenbahn und Straßenbahn sein wird. Diese Strecke soll von Bad Homburg in einem Bogen über Frankfurt-Höchst zum Flughafen und weiter nach Neu-Isenburg führen. In der aktuellen Liste von „Frankfurt / Rhein-Main plus“ wird 2017 als Jahr der Inbetriebnahme der Verbindung genannt.

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Jahrgang 1961, Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

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