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Frankfurt vor dem Porto-Spiel Harte Arbeit für die verlockende Chance

Stefan Aigner hofft, dass der Frankfurter Eintracht beim FC Porto eine Überraschung gelingt. Aber der flinke Außenmann weiß, dass ein anderes Ziel viel wichtiger ist.

© Wonge Bergmann Will auch gegen Porto am Ball eine gute Figur machen: Stefan Aigner von Eintracht Frankfurt

Stefan Aigner bringt es auf den Punkt. „Wir können etwas schaffen, was wir letztes Jahr für unmöglich gehalten hätten.“ Europacup. Viele Wochen lang ist es das Sehnsuchtswort vor allem für die reiselustigen Fans gewesen. „Europacup - in diesem Jahr!“, schallte es von den Rängen. Nun steht der Europapokal wieder im Fokus - und Aigner, der offensive Mittelfeldprofi der Frankfurter Eintracht, ist dabei. „Wenn wir unsere Leistung abrufen und unsere Stärken einsetzen, können wir für eine Überraschung sorgen“, sagt er. Gelingen soll sie in zwei Spielen gegen den FC Bayern München Portugals.

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FC Porto heißt der Gegner, mit dem es die Eintracht erstmals an diesem Donnerstag (Anpfiff 21.05 Uhr, live bei Kabel 1) in der Europa League zu tun bekommt. 27 Meisterschaften haben die Portugiesen gewonnen, neun davon in den vergangenen elf Jahren. Es ist das Sechzehntelfinale, es ist der erste K.-o.-Vergleich, nachdem sich die Mannschaft von Eintracht-Trainer Armin Veh mehr oder weniger souverän durch die Gruppenphase gespielt hat. Girondins Bordeaux wurde zweimal in der Gruppe F geschlagen (3:0, 1:0), Apoel Nikosia ebenfalls (3:0, 2:0). Lediglich gegen Maccabi Tel Aviv wurde nach dem 2:0-Heimsieg im Rückspiel in Israel 2:4 verloren. Es war zugleich der bislang schlechteste Auftritt auf Europas Fußballbühne. Vorbei und vergessen.

4000 Frankfurter Fans mit dabei

Auch die bislang letzte Dienstreise Ende November nach Bordeaux, unterstützt von 12.000 Frankfurter Anhängern, ist nur mehr eine Erinnerung - freilich mit teils unschönen Begleiterscheinungen abseits des Platzes. Wegen der Verfehlungen der Fans verhängte die Disziplinarkommission des europäischen Fußball-Verbandes eine hohe Geldstrafe: 70.000 Euro. Die Eintracht-Verantwortlichen akzeptierten sofort. „Wir sind alle aufgefordert, dafür Sorge zu tragen, dass sich derartiges in Zukunft nicht wiederholt“, sagte Vorstandschef Heribert Bruchhagen.

Das Spiel in Porto, begleitet von 4000 Frankfurter Fans, wird zum Lackmustest. Jetzt zählt es, und anders als noch am vergangenen Samstag, als die Eintracht in der Bundesliga beim 0:4 in Dortmund „keinen guten Tag erwischt“ hatte, wie Aigner sagt, glaubt er in der Europa League an ein weiteres mögliches Ausrufezeichen. Ob der Bayer im Team der Hessen aktiv und nachhaltig in Form von Toren daran teilhaben wird? In der Vorsaison gehörte Aigner zu den positivsten Überraschungen bei der Eintracht. Frech, forsch, unbekümmert - Aigner, von den zweitklassigen Münchner „Löwen“ zur Eintracht gekommen, zog zielstrebig sein Ding durch und schaffte einen persönlichen Rekord: In allen 34 Bundesligaspielen war er am Ball. Dass er dabei auch noch neun Tore erzielte und sieben Mal als Vorbereiter glänzte, rundete sein bestes Jahr als Fußballprofi ab. In dieser Saison, in der die Eintracht wegen der Mehrbelastungen sportlich abrutschte, lief es auch für Aigner nicht immer wie geschmiert. Fünfzehn Mal schenkte ihm Trainer Armin Veh bisher das Vertrauen. Der flinke rechte Außenmann bedankte sich immerhin mit drei Toren und drei Aktionen, die zu weiteren Treffern führten.

„Wollen eine Runde weiterkommen“

Nun darf er gegen den FC Porto spielen, viele Jahre lang eine große Nummer im europäischen Fußball. „Klar“, sagt er. Die Favoritenrolle liege natürlich bei dem vielmaligen Champions League-Teilnehmer. „Doch wir haben hammerhart dafür gearbeitet, dass wir gegen solch eine Mannschaft spielen dürfen. Jetzt wollen wir auch eine Runde weiter kommen.“ Andererseits verkennt der 26 Jahre alte Aigner nicht, dass der Schwerpunkt der Eintracht eindeutig auf der Bundesliga liegt. „Das Wichtigste ist ganz klar, dass wir die Klasse halten. Es bringt doch nichts, in der Europa League ins Halbfinale zu kommen und in der Bundesliga am Ende Siebzehnter zu sein.“

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Quelle: F.A.Z.

 
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