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Frankfurt Ungeliebte OB-Dienstvilla soll umgebaut werden

 ·  Die Stadt Frankfurt besitzt eine Dienstvilla, in der der Rathauschef sogar kostenlos wohnen darf. Doch das Haus in einem Nobelviertel will keiner haben. Jetzt soll es umgebaut werden.

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Die Stadt Frankfurt hat neue Pläne für ihre seit Jahren leerstehende OB-Dienstvilla. Gesucht werde ein Investor, der das Gebäude in drei Einfamilienhäuser umbaue, sagte der Leiter des Liegenschaftsamts der Stadt, Alfred Gangel, der Nachrichtenagentur dpa. Nach außen müsse in dem Villenviertel aber die Anmutung eines Einzelhauses bestehen bleiben. „Wir haben dafür einen Bauantrag gestellt.“ Eine Entscheidung stehe aber noch aus.

Die Stadt versucht seit längerem vergeblich, die rund 350 Quadratmeter große Oberbürgermeister-Villa samt großem Garten zu verkaufen. Etwa eine Million Euro wollte sie zuletzt für das Haus haben - früher einmal war der Preis doppelt so hoch. Der Fluglärm, der mit der Nordwestlandebahn des Frankfurter Flughafens auf dem Lerchesberg gewachsen ist, drückt auch auf den Preis. Bis vor einigen Jahren fanden sich immerhin private Mieter, seither steht das Haus mit Kamin, Sauna und ausgebautem Keller leer.

Ungeliebt, aber einmalig in Deutschland

Eine Dienstvilla für das Stadtoberhaupt wie in Frankfurt ist nach Darstellung der kommunalen Spitzenverbände in Deutschland einmalig. Doch der einzige Oberbürgermeister, der je in der 1959 gebauten Villa wohnte, war der Sozialdemokrat Willi Brundert, der von 1964 bis 1970 an der Spitze des Rathauses stand.

Das amtierende Stadtoberhaupt Peter Feldmann (SPD) lebt nach wie vor im nördlichen Stadtteil Bonames, seine Vorgängerin Petra Roth (CDU) in ihrem Haus am nördlichen Stadtrand. Walter Wallmann (CDU), der von 1977 bis 1986 Frankfurter Oberbürgermeister war, wohnte zwar auf dem Lerchesberg - aber in einem anderen Haus.

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