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Frankfurt SPD will neuen Flughafen-Dialog

 ·  Die hessische SPD strebt einen „neuen Konsens“ an, um die Fluglärmbelastung in der Rhein-Main-Region zu verringern. Fraport müsse mehr Zugeständnisse machen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (17)
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Alfons Rapp

Herrn Finks Traum

Die Menschen haben verstanden.

… es ist beeindruckend und geradezu rührend, wie viele ehrenamtliche Mitarbeiter aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet und darüber hinaus, inzwischen aktiv geworden sind. Hunderttausende braver Bürger scheuen weder gesundheitliche Risiken noch Vermögensverlust, um "Ihrem" geliebten Flughafen nebst allen Verantwortlichen, bei der Bewältigung der enormen Akzeptanzprobleme zur Seite zu stehen. Ist diese Mammutaufgabe erst einmal bewältigt, wird auch keinem mehr bange sein, vor dem weiteren Ausbau des Flughafens. Gemeinsam anpackend, wird dann das Flugaufkommen von z. Zt. 400.000 pro Jahr um ganze 75 % gesteigert und die angepeilte magische 700.000er Marke geknackt. Wer sollte die Zurückgebliebenen dann noch daran hindern, auch die Marke von 1.000.000 anzuvisieren und allen überempfindlichen Jammerlappen u. - lappinnen, zuzurufen: “Haut doch ab, wenn es euch hier nicht gefällt!

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Jens Münch

Verdrängt wird offenbar von einigen hier,

dass, wenn es für den Ausbau damals nur 3 schlechte Varianten gab, von denen die NW-Lösung die am wenigsten schlechte war, das Wachstum des Flughafens innerhalb dieser dichtbevölkerten Region augenscheinlich seine Grenze gefunden bzw. überschritten hat.

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Kurt Fink
Kurt Fink (FinkKurt) - 25.01.2013 13:36 Uhr

Verdrängt wird offenbar von vielen hier,

das drei Varianten zur Auswahl standen. Das war neben der jetzigen Bahn noch eine Variante im Schwanheimer Wald sowie südlich bei Walldorf. Die NW Variante wurde gewählt weil sie von diesen die geringste Belastung darstellt. Jedem der sich heute beschwert würde ich recht geben, zudem noch den Kelsterbächern die dann bei Variante Schwanheim auch im Kerngebiet überflogen würden und nicht nur im GW Gebiet Am Taubengrund.

Jeder kann sich auch auf google earth anschauen, wie die südliche Variante ausgesehen hätte, wo man ja 2 Bahnen hätte bauen müssen um den Verlust der 18 zu kompensieren. Da wären der nördliche Teil von Walldorf extrem nah am Geschehen.

Was soll denn bei all den Zugeständnissen -u.a.- Verzicht auf über 50 nächtliche Flüge, eine problematische 23h Regelung, die mit der betrieblichen Praxis an manchen Tagen schwer in Einklang zu bringen ist, noch gmacht werden?

Wer auf Maximalforderungen beharrt hat immer schlechte Karten.

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Alfons Rapp

Zu diesem Forum, Herr Dr. Krstic

Sie wissen doch - wer den Schaden hat, der braucht für den Spott nicht zu sorgen. Und wer gerne andere verspottet und sich am Leid anderer labt, den findet man stets an der Seite der Mächtigen – selbst dann, wenn diese seine unermüdliche Unterstützung gar nicht nötig haben.

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Jörg Schäfer
Jörg Schäfer (d054888) - 25.01.2013 09:06 Uhr

Verantwortung sieht anders aus

Die SPD versucht offensichtlich, sich aus der (politischen) Verantwortung zu stellen, mal sehen, ob der Wähler das durchgehen läßt. Und verdrängt dabei, wie die Ausbaubefürworter hier im Forum auch, die Wirklichkeit. Als Verdrängung wird in der Psychoanalyse ein grundlegender Abwehrmechanismus bezeichnet, durch den tabuierte und bedrohliche Inhalte und Vorstellungen von der bewussten Wahrnehmung des Menschen ausgeschlossen werden (Wikipedia). Tatsache ist, dass Fraport eine Landebahn über bestehende Wohngebiete gebaut hat. Dieser raumunverträgliche Ausbau lässt Hunderttausende von Menschen nicht menschenwürdig leben, schädigt ihre Gesundheit massivst (mehr als 1000 zusätzliche! Todesfälle in den nächsten 10 Jahren nach Berechnungen des Bundesumweltamts) und (teil-) enteignet die betroffenen Bürger. Herr Koch sprach damals noch von Sonderopfern, die zum Wohle der Luftverkehrswirtschaft von Einzelnen zu bringen seien. Das kam nicht gut an, war aber wenigstens ehrlich (wenn auch zynisch).

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.01.2013 11:21 Uhr
Dieter Kleindienst

Thema verfehlt Herr Stark.

Unser Thema heißt "Fluglärm", wobei ich nicht verhehle, dass auch der Bahnlärm "böse" ist. Deshalb kämpfen Bahnlärmgegner und Fluglärmgegner zunehmend gemeinsam dagegen an.

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Jörg Schäfer
Jörg Schäfer (d054888) - 25.01.2013 10:55 Uhr

Nicht ablenken!

Hier geht es um den Flughafen - der Verweis auf andere Regionen und Lärmquellen lenkt von der Kernfrage ab: Wieviel Sonderopfer für Fraport und Co ist legitim?

Übrigens gibt es durchaus Bürgerinitiativen im Mittelrheintal, die den Lärm bekämpfen - ob es sich um "Gutmenschen" handelt, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber wie gesagt, das ist hier nicht das Thema, es sei denn Sie möchten darauf aufmerksam machen, dass sich die BIs bundesweit vernetzen und eine Gesamtbetrachtung des Lärms durchsetzen wollen - genau das passiert nämlich gerade! (Da kann man sich drüber lustig machen, aber das hat man über die BIs in den 70ern auch, die sich gegen Chemiegifte engagiert haben - wie es ausgegangen ist, dürfte bekannt sein.)

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Alfons Rapp

Da kann mer halt nix mehr dran mache

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg! Nach diesem Prinzip wurde der Bevölkerung nach allen Regeln der politischen Raffinesse die Nordwestbahn aufgedrückt.

Also liebe Politiker aller Parteien! Zurück zur Vernunft! Wo ein Wille ist, findet sich auch dafür ein Weg!

Das eigentliche Problem ist doch, dass euch dieser Wille fehlt! Erzählt uns nicht so einen Schwachsinn, dass man untragbare Zustände nicht rückgängig machen kann. Wo kommen wir denn da hin, wenn wir ernsthaft erwarten, dass sich unumstößliche Naturgesetze gefälligst nach unserer Rechtsordnung zu richten haben?

Es gibt Wähler, die könnt ihr hin und wieder verarschen, einige Wähler könnt ihr sogar immer verarschen. Aber ihr könnt niemals immer alle verarschen!

Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht! Und der wird ungemütlich, worauf ihr euch verlassen könnt!

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Miki Krstic Dr.

Realität Herr Fink und Konsorten

ist aber auch, daß 355000 Menschen in einem dicht besiedelten Ballungsgebiet verlärmt und mit Abgasen zugemüllt werden. Unter Schlafmangel leiden, gesundheitlich stark eingeschränkt werden, ihre Gärten nicht mehr nutzen können, Immobilienverluste hinnehmen müßen etc. Das kann und darf nicht als Preis für die Partikularinteressen von Fraport hingenommen werden. Wird es auch nicht, wie man sieht. Die Proteste brechen nicht ab und den Politikern brennt es unter den Nägeln, wie sie sich zur Landtagswahl plazieren sollen.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.01.2013 00:19 Uhr
silvia schleimer

Ganz erstaunlich

ist es, dass in München der Immobilienmarkt ohne dritte Landebahn noch nicht völlig eingebrochen ist. Wie erklären Sie sich das Herr Fink?

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Miki Krstic Dr.

Abgesehen von den Wertverlusten der Immobilien Herr Fink.

Die sind schlimm genug und trotz Ihrer Polemik gehe ich davon aus, daß Sie um diese wissen. Was mir aber mehr Kummer macht ist Ihre Ignoranz, die Sie an den Tag legen, wenn es um die gesundheitlichen Folgen des raumunverträglichen Ausbaus geht. Antworten Sie doch mal explizit auf die Frage, ob Sie der Meinung sind, daß ich mit meiner Gesundheit für den Ausbau des Flughafens gerade stehen muß, meine Kinder und ich keinen Anspruch auf ausreichend Schlaf haben und nicht im Fluglärm draußen spielen dürfen, weil sie dann ihr eigenes Wort nicht mehr verstehen, um nur einige Aspekte zu nennen. Seien Sie ehrlich: Sagen Sie einfach was Sie denken: Nämlich: Ja. Ich hingegen denke, daß ich das nicht hinnehmen muß. Auch ohne weggezogen zu werden.

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Kurt Fink
Kurt Fink (FinkKurt) - 24.01.2013 11:49 Uhr

Können Sie die namentlich

und mit Unterschrift belegen, Herr Krstic, Miki, Dr. , oder existieren die in Ihrer Phantasie ? Ist Ihnen bekannt, das Immobilienpreise sich auf dem Markt nach Angebot und Nachfrage orientieren und bei mangelnder Nachfrage, z.B. durch Hubabwanderung die Preise in den Keller fallen würden, zumindest die der Durchschnittshäuser? Mal abgesehen davon, das Verluste so lange fiktiv sind bis der Schuppen verkauft wird, daher der Name REAL estate.

Es handelt sich auch durchaus nicht um Partikularinteressen und schon garnicht um mir immer wieder gerne und doch so falsch unterstellte Eigeninteressen. Spediteure trucken die Fracht die hier keinen Platz findet halt nach Luxemburg, Amsterdam usw..

Der Flughafen ist von gesamwirtschatlichem Interesse weit über Deutschland hinaus wichtig, ohne Infrastruktur geht nichts, aber das habe ich ja alles schon geschrieben.

Kommt nur leider nicht an, so wenig wie die Tatsache das was machbar ist schon lange gemacht wurde. Ganz ohne TSG & Co.

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Kurt Fink
Kurt Fink (FinkKurt) - 24.01.2013 10:49 Uhr

Fraport / FBB

Zum Glück gibt es einen gravierenden Unterschied zwischen dem Behördenanhängsel FBB in Berlin und der Fraport AG. Letztere wird vollständig privartrechtlich geführt und AR sowie Vorstand sind den Aktionären und vor allem dem Unternehmen verpflichtet, nicht jedoch Politikern.

Auf letztere wird zwar und wurde auch immer Rücksicht genommen, nicht zuletzt hat Fraport ja auch Betriebszeiten in das Genehmigungsverfahren eingebracht die alles andere als
Kundenfreundlich sind und den airlines viel Kopfzerbrechen und übers Jahr Zehntausenden Passagieren schlaflose Nächte bringen.

Da jetzt noch weitere Einschränkungen zu fordern bedingt schon viel Unverstand. Das Condor z.B. erwägt, im nächsten Winter 2 Maschinen in München zu stationieren scheint bei TSG ebenso wenig angekommen sein wie die Tatsache, das ständig leise Flugzeuge durch noch leisere ersetzt werden.

Nur, Tatsachen stören Populisten ja offenbar nicht, die Realität ist für TSG und Konsorten nur hinderlich.

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Miki Krstic Dr.

So kann es nicht bleiben

Fraport und die Landesregierung haben es in Rekordzeit geschafft mit der NW die Akzeptanz der Luftfahrtindustrie zu pulverisieren. Ohne Not. Die von Rentsch erwähnte Verringerung des Fluglärms mittels Fluglärmkommission et al. kann nicht mal mehr als Beruhigungspille für Nichtbetroffene durchgehen. Die tatsächlichen Verhältnisse haben sich rumgesprochen. Es kann nicht sein, daß ein Wirtschaftsunternehmen seine Gewinne auf dem Rücken von Tausenden erwirtschaftet. Das Ergebnis eines solchen Vorgehens sieht man jetzt. Die Politiker (alle) täten sehr gut daran, wirkliche Lösungen zu präsentieren, anstatt zu hoffen, daß sich die Bevölkerung schon daran gewöhnen werde.

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Lars Werner

Die SPD will das nächste erfolgreiche Bundesland wirtschaftlich angreifen

Dabei muss sie eigentlich, wenn sie auch nur einen Funken Sachverstand hat, wissen, dass der Wirtschaftstransport nur nachts stattfindet. Sie hat sich die Masche Deutschland zu ruinieren von den Grünen abgeguckt, die offensichtlich aufgrund der zunehmenden Navivität einiger Bevölkerungsteile erfolgreich sind.

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Gerhard Storm

Schäfer-Gümbel für Flughafen FRA ähnliches SPD-Risiko wie die BER-Aufsichtsversager u. SPD-Genossen

Wowereit und Platzeck.

Die SPD sollte ihren "Flughafen-Experten" Schäfer-Gümbel rasch zurückpfeifen, ehe dem Flughafen Schaden zugefügt wird. Im Übrigen sollten sich die Genossen mehr mit den Unzulänglichkeiten des BER befassen als den FRA schlecht zu reden.

Die Wirtschafts- und Jobmaschine FRA kann es sich nicht leisten, ihren Weltflughafenstatus durch vorlaute Bedenkenträger der SPD zu verlieren. Diese sollte froh sein, dass viele Arbeiter im Rhein-Main-Airport gute Arbeit haben u. nicht auf die SPD-Koproduktion ALG II angewiesen sind.

Jeder in Rhein-Main weiß, dass der Flugverkehr nicht wegzudenken ist. Und dass die Welt auf Langschläfer keine Rücksicht nehmen kann. Fraport minimiert im Übrigen schon seit Langem den Fluglärm.

Aber irgendwo sind Grenzen gesetzt. Das sollte auch für fachliche Greenhorns wie Schäfer-Gümel gelten, mit ihrem Populismus.

Zur Lärmminderung könnte die SPD anlässlich der nächsten Hessenwahl Ohrenstöpsel für die besonders Schlafwütigen verteilen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.01.2013 11:13 Uhr
Dieter Kleindienst

Selten so einen

sachlich fundierten Kommentar gelesen. Sie haben lediglich vergessen zu erwähnen, dass die Erde eine Scheibe ist.

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23.01.2013, 19:05 Uhr

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