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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 24.01.2013, 19:28 Uhr

„Frankfurt schreibt!“ Frankfurt sucht mehr als 200 Rechtschreib-Experten

Wie im vergangenen Jahr lädt die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Schüler, Eltern und Lehrer zum großen Diktatwettbewerb ein. Das Hessen-Finale findet im April statt.

von Kathrin Klette, Frankfurt
© Eilmes, Wolfgang Fertig zum Diktat: Spicken gilt nicht beim großen Wettbewerb „Frankfurt schreibt“, Ehrensache. Im Februar ist es wieder soweit.

Sonnyboy, Quarkkäulchen oder Damwild - Rechtschreibung ist manchmal verzwickt. Mehr als 200 Schüler, Eltern, Lehrer und Prominente stellen sich auf Initiative der Stiftung Polytechnische Gesellschaft den Herausforderungen der deutschen Sprache. Sie nehmen am zweiten Diktatwettbewerb „Frankfurt schreibt!“ teil und werden am 27.Februar gemeinsam ein Diktat mit zahlreichen kniffligen Wörtern schreiben. Anschließend wird es von einer Jury öffentlich korrigiert. Die besten Schreiber aus Frankfurt messen sich dann am 17. April mit den Besten aus Hessen und küren die Landessieger.

Bei dem Wettbewerb solle vor allem die Freude an der Vielfalt der Sprache im Vordergrund stehen, sagte gestern Roland Kaehlbrandt, der Vorstandsvorsitzende der Stiftung. Etwa 12000 bis 15000 Wörter gehören laut Kaehlbrandt zum aktiven Wortschatz, 60000 bis 70000 Wörter zum passiven, der Duden verzeichnet 250000 Wörter. Zähle man alle Fachbegriffe hinzu, bestehe die deutsche Sprache insgesamt aus vier bis acht Millionen Wörtern. Das Vorbild des Wettbewerbs ist Frankreich, wo es schon seit Jahren einen nationalen Rechtschreibwettbewerb gibt.

„Noch nie wurde so viel geschrieben wie heute“

Vor allem die Verbreitung der sozialen Medien und die Kommunikation per SMS führten dazu, dass sich die Rechtschreibkenntnisse Jugendlicher verschlechterten, sagte Kaehlbrandt. Grund sei, dass das Mündliche vermehrt ins Schriftsprachliche vordringe. „Noch nie wurde so viel geschrieben wie heute“, sagte er, „aber junge Menschen müssen den Unterschied zwischen beiden Sprachebenen kennen.“ Laut Kaehlbrandt haben 13 Millionen Deutsche große Schwierigkeiten mit der Rechtschreibung.

„Wer die Schriftsprache nicht beherrscht, schadet sich selbst“, sagte Werner D’Inka, einer der Herausgeber dieser Zeitung, die außer dem Hessischen Rundfunk, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, dem Duden-Verlag, dem Frankfurter Schulamt, der Dr.-Marschner-Stiftung und der UBS-Stiftung einer der Kooperationspartner des Wettbewerbs ist. Bewerber mit Rechtschreibfehlern in den Unterlagen seien chancenlos. Zudem seien fehlerfreie Briefe und E-Mails Ausdruck des Respekts gegenüber Anderen, sagte D’Inka. „Ein fehlerfreier Brief bedeutet, dass sich jemand Mühe gegeben hat.“

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Übungsmaterial im Internet

Für den Wettbewerb werden 14 Frankfurter Schulen jeweils ein Team aus zehn Schülern, fünf Eltern und zwei Lehrern zusammenstellen. Das Diktat, das dann alle schreiben werden, ist 2000 Zeichen lang und dauert etwa 20 Minuten. Die jeweils besten drei Schüler, Eltern und Lehrer fordern dann am 17. April im Großen Sendesaal des Hessischen Rundfunks die Besten aus ganz Hessen heraus. Zur Vorbereitung stellt die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Übungsmaterial zur Verfügung. Es kann im Internet unter der Adresse www.frankfurt-schreibt.de abgerufen werden.

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Von Marc Heinrich, Frankfurt

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