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Frankfurt Mitarbeiter des Jobcenters fordern mehr Sicherheit

 ·  Nach zwei Messer-Angriffen in Frankfurter Jobcenter-Filialen im Dezember fordert der Personalrat mehr Anstrengungen für die Sicherheit der Beschäftigten. Eine neue Arbeitsgruppe soll sich diesem Thema widmen.

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Andrea Fink

Psychologische Feinfühligkeit im Umgang mit Hartz IV-Empfängern

Die Kunden der Job-Center haben meist ein bis zu mittleres Bildungsniveau, Vermittlungshindernisse wie Behinderungen, keinen Schulabschluss, höheres Lebensalter.
Die Kundenbetreuer dagegen sind studiert oder anderweitig höher qualifiziert; sie arbeiten nach einer sehr kurzen Einarbeitung für ein vergleichsweise geringes Gehalt bei der BA.
Psychologische Erfahrung im Umgang mit einer sehr schwierigen, misstrauischen und aggressiven Klientel ist meist nicht vorhanden; die Termine werden max. im 15 - 20 Minutentakt vergeben. Missliebige Kunden werden gern in Maßnahmen gesteckt, manchmal auch dreimal nacheinander in die gleiche. Schwule Kunden bekommen schon mal einen Vermerk über einen "Bangkok-Urlaub" in das Protokoll, das übrigens jeder bei der BA Beschäftigte einsehen könnte. Anträge zur Kostenerstattung landen merkwürdigerweise wiederholt ganz unten in der Ablage.
Die BA ist kein altruistischer Verein. Sie ist ein politisches Instrument zur Regelung der Arbeitslosenstatistik.

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Gerhard Wallbrecht

Lieber nach den Ursachen forschen

Als Arbeitsloser oder Hartz IV-Empfänger wird man teilweise sehr merkwürdig behandelt. Die Schreiben erwecken den Eindruck von Juristen erdacht worden zu sein, die vor 100 Jahren gelebt haben. Die Benutzung von normalen Toiletten bei der Agentur für Arbeit in Mainz ist nur für Mitarbeiter gestattet. Sicherheitshalber sind sie auch noch zugesperrt. Im einzigen Pissoir für Besucher befanden sich ca. 5 Liter Urin. Das rechtfertigt natürlich keine Angriffe auf Mitarbeiter. Man sollte aber mal drüber nachdenken, warum manche Arbeitslose so aggressiv werden.

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Karl Mielke
Karl Mielke (karo02) - 22.12.2012 10:32 Uhr

Einfach

Welche Gründe gehen diesem Aggressionspotential voraus? Kann man davon ausgehen, dass danach vorurteilsfrei gesucht wird? In den "Gemeinsamen Einrichtungen" (Jobcenter) ist die Bundesagentur für Arbeit hinsichtlich Infrastruktur federführend. Würden die Jobcenter einfach nur ihrem gesetzlichen Auftrag nachkommen, diesen in zufriedenstellender Weise erfüllen, gäbe es dieses Aggressionspotential nicht. Die BA ist mächtig genug, Politik und Medien stehen überwiegend beiseite, die eigenen Versäumnisse zu verschleiern. So ist leider davon auszugehen, dass die Gewaltspirale sich weiter drehen wird.

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21.12.2012, 17:14 Uhr

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