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Frankfurt-Fulda : Bahnkorridor soll ausgebaut werden

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Die Bahnstrecke Frankfurt-Fulda - hier ein Abschnitt bei Wirtheim-Biebergemünd - ist wieder auf der politischen Agenda Bild: Rüchel, Dieter

Neue Hoffnung für Pendler: Der Ausbau der Bahnstrecke zwischen Frankfurt und Fulda wird wieder aktuell. Bis zum Baubeginn kann es aber noch viele Jahre dauern.

          Vor zehn Jahren wurden die Planungen auf Eis gelegt, jetzt geben Bahn und Land für den Ausbau des überlasteten Schienenkorridors von Frankfurt nach Fulda wieder grünes Licht: In den kommenden Monaten soll zumindest mit den ersten Planungen für das milliardenschwere Großprojekt begonnen werden, kündigten die Deutsche Bahn und Hessens Verkehrsminister Florian Rentsch (FDP) in Wiesbaden an. Als mögliche Varianten gelten der viergleisige Ausbau zwischen Hanau und Fulda oder der Neubau einer Verbindung von Hanau/Gelnhausen durch den Spessart nach Mottgers zur Neubaustrecke Hannover-Fulda-Würzburg.

          Es gebe keine Festlegung auf eine bestimmte Trasse, betonten Rentsch und Oliver Kraft, Vorstandsvorsitzender der DB Netz AG. Kommunen und Bürger sollen frühzeitig in die Planungen eingebunden werden. Mit einem Baubeginn wird, falls das Projekt bewilligt wird, nicht vor dem Jahr 2020 gerechnet.

          Noch keine Angaben zu Kosten

          Bevor 2002 die Planungen für das Projekt gestoppt worden waren, waren zwölf mögliche Varianten genannt worden. Jetzt sind erstmal - im Einvernehmen mit dem Bund - wieder Mittel da für neue Planungen. Ob dann Geld fließt für das teure Großprojekt, steht aber noch in den Sternen. Seriöse Angaben zu den Kosten könnten derzeit nicht gemacht werden, sagte Kraft.

          Für den Neubau der Strecke Hanau-Würzburg/Fulda-Erfurt waren 2003 im Bundesverkehrswegeplan rund 3,14 Milliarden Euro genannt worden. Zum Gesamtprojekt gehören aber neben der möglichen Querspange durch den Spessart auch noch die Streckenabschnitte Niederaula-Bebra in Nordhessen und Eisenach-Erfurt in Thüringen.

          Verlagerung des Fernverkehrs

          Vor allem Pendler seien von Verspätungen auf der überlasteten Strecke zwischen Frankfurt und Fulda betroffen, sagte Rentsch. Von einer Verlagerung des Fernverkehrs erhofft er sich zusätzliche Kapazitäten für einen attraktiven Nahverkehr. Der lärmintensive Güterverkehr müsse über die Neubaustrecke abgewickelt werden.

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