http://www.faz.net/-gzg-8z6d8

Premiere in Frankfurt : Mehr als die Hälfte mit ausländischen Wurzeln

  • Aktualisiert am

Vielfältig: Die Bevölkerung Frankfurts wird immer bunter - erstmals hat mehr als die Hälfte der Einwohner ausländische Wurzeln, wie auch auf der Zeil zu sehen ist Bild: Patricia Kühfuss

Frankfurt wird immer bunter - rund die Hälfte der Einwohner hat ausländische Wurzeln. Wie viele es genau sind, lässt sich aber nicht so einfach sagen.

          Frankfurt wird immer bunter - rund die Hälfte der Einwohner hat einen Migrationshintergrund. Wie viele genau ausländische Wurzeln haben, hängt von der Definition und der Datengrundlage ab. Laut Melderegister lag der Anteil zuletzt bei 51,2 Prozent und damit erstmals über der 50-Prozent-Marke, wie Integrationsdezernentin Sylvia Weber (SPD) am Montag sagte. Geht es nach dem Mikrozensus liegt der Anteil nur bei 44,7 Prozent. Die Tendenz ist auf jeden Fall steigend.

          „Wir sind eine Stadt ohne Mehrheit“, sagte Weber. Frankfurt bestehe aus „mehr oder weniger großen Minderheiten“. 90 Prozent der 194 Staaten der Welt sind in Frankfurt vertreten. Die größte Minderheit sind Türken,  es folgen Kroaten, Italienern und Polen. Über 60 Prozent der Ausländer sind EU-Bürger. „Fast alle sind legal hier“, betonte Weber, ausreisepflichtig oder ohne Aufenthaltsrecht seien nur 3,5 Prozent.

          Im Gegensatz zum Monitor von 2012 habe sich vieles verbessert, sagte Weber: „Die Integration in unserer Stadt ist weit vorangeschritten.“ Es gebe Erfolge bei den Bildungsabschlüssen und beim Anteil der Erwerbstätigen. „Aber die Chancen sind nach wie vor ungleich verteilt. Handlungsbedarf sieht sie vor bei der Schaffung von günstigem Wohnraum und Hilfe beim Spracherwerb.

          Weitere Themen

          Kein Material ist böse Video-Seite öffnen

          Koziol : Kein Material ist böse

          Die Firma Koziol schreibt sich auf die Fahne nur Produkte aus Kunsstoff zu produzieren, für die kein anderer Stoff besser geeignet ist. Geschäftsführer Stephan Koziol wünscht sich eine differenziertere Diskussion.

          Topmeldungen

          Kramp-Karrenbauer zu Maaßen : Koalition wäre fast zerbrochen

          Die Gefahr von Neuwahlen habe konkret im Raum gestanden, versucht die CDU-Generalsekretärin ihren Mitgliedern den Postenwechsel zu erklären. Laut Umfrage wünschen sich die meisten Deutschen, dass Maaßen gänzlich abtritt.

          TV-Kritik: „Maischberger“ : Keiner braucht Espressokapseln

          Nun ist Plastikmüll auch bei Sandra Maischberger Thema. Trotz fachkundiger Gäste kommt man über Appelle kaum hinaus. Das Problem ist der Massenkonsum, doch es fehlen konkrete Beispiele, was Deutschland besser machen kann.

          Flüchtlingspolitik : Juncker bringt Kurswechsel ins Spiel

          Eine verpflichtende Quote für die Aufnahme von Flüchtlingen lähmt die EU seit Jahren. Das könnte sich bald ändern, deutet nun Jean-Claude Juncker beim Gipfel in Salzburg an. Beim Thema Brexit bleiben die Fronten dagegen hart.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.