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Frankfurt : Erste Hebammenschule startet Lehrbetrieb

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Grundausstattung für einen traditionell so wichtigen Beruf: Eine Hebamme zeigt ihren Koffer. Bild: dpa

Besonders im Rhein-Main-Gebiet ist der Hebammenmangel allgegenwärtig. Mehrere Frankfurter Kliniken gründeten deshalb gemeinsam eine Schule, um selbst Hebammen auszubilden. Dies ist nur eine Möglichkeit, die Versorgungslücke zu schließen.

          Viele Kliniken im Rhein-Main-Gebiet suchen händeringend nach Hebammen - die erste Frankfurter Hebammenschule soll Abhilfe schaffen. Der erste Kurs mit 24 Teilnehmern - darunter einem Mann in dem traditionell von Frauen dominiertem Beruf - startet an diesem Freitag (1. September). Die Schule wurde gemeinsam von der Carl Remigius Medical School, dem Universitätsklinikum Frankfurt sowie dem Bürgerhospital Frankfurt gegründet.

          Die Ausbildung werde drei Jahre dauern und etwa zur Hälfte aus Unterricht und praktischer Ausbildung in den beteiligten Kliniken bestehen, sagte Alexander Pradka, Sprecher der Carl Remigius Medical School.

          Nach Angaben der Gründer soll die Schule eine Versorgungslücke im Rhein-Main-Gebiet schließen. Allein in Frankfurt werden den Angaben zufolge zwischen 12.000 und 13.000 Kinder pro Jahr geboren. Im vergangenen Jahr kamen allein im Bürgerhospital 3.250 Kinder zur Welt, die größte Einzelgruppe der Neu-Frankfurter. In der Universitätsklinik lag die Zahl der Geburten im vergangenen Jahr bei knapp 2.000.

          Hebammenmangel trifft auf Sparmaßnahmen

          Auch wenn eine neue Hebammenschule in Frankfurt Abhilfe schaffen soll: In der Rhein-Main-Region sind Hebammen knapp. „Das ist einer der neuralgischen Punkte in Deutschland, zusammen mit Hamburg und München“, sagte die Sprecherin des Deutschen Hebammenverbandes, Nina Martin, der Deutschen Presse-Agentur. Ein Grund hierfür seien die hohen Lebenshaltungskosten in Städten wie Frankfurt oder Wiesbaden. „Angesichts der Einkommen für Hebammen unerschwinglich.“

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          So beginnt der Tag in Frankfurt und Rhein-Main: das Wichtigste in Kürze, mit Hinweisen auf mobile Blitzer, Straßensperrungen, Gaststätten.

          Denn viele der Frauen arbeiteten in Teilzeitverhältnissen - mitunter gar nur zwölf Wochenstunden an Wochenenden im Klinikdienst. Auch wenn die „Kopfzahl“ von 23.000 Hebammen in Deutschland zunächst einmal gut klinge, berichteten viele Kliniken über Hebammenmangel. Teilweise könne „jede fünfte Stelle nicht besetzt werden“.

          Besonders problematisch bei der Unterversorgung seien aber auch strukturarme und überalterte Regionen wie etwa die Uckermark. Hinzu kommen bundesweit Schließungen von Kreißsälen: Nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft hat sich die Zahl der Krankenhäuser mit Entbindungsabteilungen seit 2004 von 952 auf 709 reduziert. Aufgrund unzureichender Finanzierungen seien viele weitere Abteilungen gefährdet.

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