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Frankfurt Eigener Bahnhof für Gateway Gardens

 ·  Der neue Stadtteil Gateway Gardens am Flughafen soll mit einem eigenen Bahnhof an das S-Bahn-Netz angeschlossen werden. Die Stadt Frankfurt will dazu einen Finanzierungsvertrag mit der Deutschen Bahn schließen.

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© F.A.Z.-Karte/sie. Vergrößern Der neue Stadtteil Gateway Gardens am Frankfurter Flughafen soll an das S-Bahn-Netz angebunden werden.

Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat am Freitag beschlossen, knapp 85 Millionen Euro bereit zu stellen, damit der neue Büro-Stadtteil Gateway-Gardens am Flughafen, mit einem eigenen Bahnhof an das S-Bahn-Netz angeschlossen werden kann. Einen entsprechenden Finanzierungsvertrag will die Stadtregierung mit der Deutschen BahnAG schließen.

Wie berichtet, soll dafür die S-Bahn-Strecke mit den Linien S8 und S9 zwischen dem Flughafen-Regionalbahnhof und dem Bahnhof Stadion verlegt werden. Dem Vorhaben müssen die Stadtverordneten noch zu stimmen, voraussichtlich wird dies im September geschehen. Die Stadt erwartet, dass das Eisenbahn-Bundesamt dann im Herbst die Planfeststellung beschließt. Der Baubeginn ist für Ende 2014 vorgesehen, der neue Bahnhof könnte zum Winterfahrplan 2018 in Betrieb gehen.

Verkehrsdezernent erwartet 14.000 Fahrgäste

Nach den Worten von Kämmerer Uwe Becker (CDU) unterstreicht der Magistrat mit dem Beschluss die Bedeutung infrastruktureller Großprojekte für die wirtschaftliche Entwicklung Frankfurts. Verkehrsdezernent Stefan Majer (Die Grünen) wertet es als Erfolg, dass für Unternehmen und Beschäftige ein „leistungsfähiger und attraktiver ÖPNV-Anschluss“ geschaffen wird und damit ein erheblicher Anteil des Autoverkehrs auf die Schiene verlagert werden könne. Majer erwartet, dass rund 14.000 Fahrgäste täglich die S-Bahn-Station frequentieren werden. Heute arbeiten rund 3500 Menschen in Gateway Gardens, in den nächsten Jahren sollen es nach und nach 15.000 Menschen werden.

Ohne die S-Bahn-Anbindung wäre es nach Ansicht Majers undenkbar, dass beispielsweise die Logistiktochter der Bahn, die DBSchenker, ihre neue Zentrale mit rund 600 Mitarbeitern in dem Bürogebiet errichte oder der Dienstleistungskonzern Bilfinger darüber verhandele, seine Niederlassungen für bis zu 2000 Mitarbeiter am Flughafen zu bündeln.

Mit Blick auf die Finanzierung ist für den Dezernenten entscheidend, dass der Magistratsbeschluss die Möglichkeit bietet, das Projekt bis zum 31.Dezember 2019 fertig zu stellen. Denn dann läuft das Gesetz zur Gemeindefinanzierung aus, und es ist unklar, ob sich der Bund über diesen Zeitpunkt hinaus an den Kosten des Projekts beteiligt. Für den Fall, dass es dazu doch kommen sollte, weiß die Stadt Frankfurt laut Majer das Land Hessen nun stärker an seiner Seite als bisher. Es gebe nun eine „gemeinsame Gesamtverantwortung für das Vorhaben“, sagte der Stadtrat.

Die Gesamtkosten für die neue S-Bahnstrecke belaufen sich auf rund 215 Millionen Euro. Gut 110 Millionen Euro bringt der Bund auf, das Land trägt etwa 22 Millionen Euro bei, der Rest kommt von der Stadt Frankfurt; wobei die Grundstücksgesellschaft Gateway Gardens mehr als zehn Millionen Euro bereitstellt. Ohnehin musste sich bisher jeder Grundstückskäufer auf dem Areal mit einem Zuschlag von 30Euro je Quadratmeter an dem S-Bahn-Bau beteiligen.

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29.06.2013, 09:00 Uhr

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