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Frankfurt Bouffier: Wachstum am Flughafen mit leiseren Maschinen

 ·  Mehr Wachstum am Frankfurter Flughafen - mit leiseren Maschinen: So könnte nach Ansicht des hessischen Ministerpräsidenten Bouffier (CDU) die Zukunft des größten deutschen Airports aussehen.

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Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hält trotz des Nachtflugverbots ein Wachstum am Frankfurter Flughafen für möglich, wenn es lärmverträglich gestaltet wird. Aktiver Schallschutz durch leisere Flugzeuge biete in Zukunft noch erhebliche Möglichkeiten, sagte Bouffier im Sommerinterview des Hessischen Rundfunks (hr). Bis dahin werde man passiven Schallschutz durch Lärmdämmung an Gebäuden unterstützen und lautere Flugzeuge mit höheren Gebühren belasten.

Bouffier betonte, nicht die Zahl der Flüge sei entscheidend, sondern die der Passagiere. Wenn künftig immer größere Flugzeuge mit immer mehr Passagieren leiser als bisher flögen, könne der Flughafen auch so wachsen. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte entschieden, dass zwischen 23.00 und 05.00 Uhr keine planbaren Nachtflüge stattfinden dürfen.

Im Rahmen der Verfassung

Zum in Hessen heiß diskutierten Islamunterricht in Schulen sagte Bouffier, er stehe zur Koalitionsvereinbarung, ihn einzuführen, wenn die Bedingungen stünden. Man werde den Unterricht aber kontrollieren: „Den Aufruf zum Heiligen Krieg, den darf es auch in Zukunft nicht an hessischen Schulen geben, und dem ist entsprechend vorzubeugen“.

Was gelehrt werde, müsse sich im Rahmen der Verfassung halten und müsse durch die deutschen Schulaufsichtsbehörden überwacht werden, stellte Bouffier klar. Der Unterricht müsse auch in deutscher Sprache erfolgen. Im Sommer 2013 soll der Religionsunterricht Planungen zufolge dann möglichst an 25 Schulen beginnen.

„Höchst fragwürdige“ Zahlen

Unterdessen wies Bouffier Kritik aus Reihen der Wirtschaft, Wissenschaft und Opposition an seiner Bildungspolitik zurück. Er zweifele an den „Parametern“ des Bildungsmonitors der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Darin war Hessen wegen eines Mangels an Ganztagsschulen abgerutscht.

Er halte die vom Institut der deutschen Wirtschaft erarbeiteten Zahlen für „höchst fragwürdig“. Bouffier sagte: „Wir haben das Ganztagsangebot massiv ausgebaut.“ In Grundschulen, Förderschulen oder der Sekundarstufe I habe Hessen ein Ganztagsangebot von rund 50 Prozent. „Das ist massiv mehr, als es je war. Das bauen wir kontinuierlich aus.“ Man habe für Ganztagsschulen hunderte Lehrer zur Verfügung gestellt.

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Von Matthias Alexander

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