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Frankfurt : Bau des Luxushotels am Opernplatz verzögert sich

Leerstelle: Der Bauplatz für das Hotel ist schon freigeräumt, zur Hochstraße hin (oben) ist ein Wohnhaus geplant. Bild: Wonge Bergmann

Eigentlich sollten die Arbeiten für das Fünf-Sterne-Haus schon im März beginnen. Nun will der Bauherr die Baugrube im August ausheben und das Hotel im Sommer 2015 fertigstellen.

          An der Alten Oper erstreckt sich seit Wochen eine Steinwüste. Das alte Umspannwerk der Mainova an der Hochstraße ist abgerissen, das Bürogebäude zur Liesel-Christ-Anlage ist ebenfalls gefallen. Nicht nur Touristen und Konzertgänger, die nur sporadisch in Frankfurt sind, fragen sich, was die Stadt an dieser Stelle wohl vorhat: Ein neues Museum vielleicht?

          Rainer Schulze

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Nein, der Projektentwickler Cells Bauwelt plant auf dem Grundstück zwischen Wallanlage und Opernplatz nach wie vor ein Luxushotel der Kategorie „Fünf-Sterne-Plus“. Seit dem 7. Mai liegt auch eine Baugenehmigung vor. Eigentlich könnten jetzt die Bagger rollen. Dennoch geht es vorerst nicht voran. Erst im August will CellsBauwelt mit dem Ausheben der Baugrube beginnen, für die es eine Teilbaugenehmigung gibt. Dadurch verschiebt sich auch der Termin der Fertigstellung um ein Jahr: Anders als geplant soll das Bettenhaus, in das Cells Bauwelt eine dreistellige Millionensumme investiert, nicht im Sommer 2014, sondern erst 2015 eröffnen.

          Unterschiedliche Meinungen

          Die Baugenehmigung für das Gebäude hat noch keine Bestandskraft. Sie tritt erst ein, wenn die Fristen zur Einlegung von Rechtsmitteln abgelaufen sind. Nach Paragraph 58 der Verwaltungsgerichtsordnung ist das erst nach einem Jahr der Fall - es sei denn, den Nachbarn würde die Baugenehmigung zugestellt und sie würden über den Rechtsbehelf belehrt. In diesem Fall würde die Frist zur Einlegung von Widersprüchen auf einen Monat verkürzt.

          Dem Vernehmen nach wäre das dem Bauherren durchaus recht. Doch mit der zuständigen Behörde, in diesem Fall der Bauaufsicht, ist er in diesem Punkt unterschiedlicher Meinung. Die Bauaufsicht hat festgestellt, dass das Bauvorhaben keine Nachbarschutzrechte beeinträchtigt. Rechtlich ist eine Zustellung aber nur vorgesehen, wenn Befreiungen vom Bebauungsplan erteilt wurden, die die Nachbarn in ihren Belangen betreffen. Offenbar will Cells Bauwelt, um auf der sicheren Seite zu sein, nun abwarten, bis die Baugenehmigung auch wirksam ist. Im Frühjahr 2013 soll der Rohbau beginnen.

          23 Bäume wurden gefällt

          Für Geschäftsführer Christian Elleke ist das kein Unglück: „Wir haben alle das Interesse, so schnell wie möglich zu beginnen. Aber je präziser etwas vorbereitet wird, umso geringer sind später die Belastungen.“ Zu den Bauvorbereitungen gehört auch eine wasserrechtliche Genehmigung, die noch aussteht. Bohrungen sollen belegen, dass die Baustelle den Grundwasserspiegel nicht zu stark beeinträchtigt. Das Thema ist besonders sensibel, weil sich Baumschützer wegen der vier Untergeschosse des Bauwerks um den Wasserhaushalt der Grünanlagen sorgten. Elleke zufolge ist der Bau aber unproblematisch: „Erste Bohrungen haben ergeben, dass es keine Auswirkungen auf die Umgebung gibt.“

          Wie berichtet, sind für den Bau des Hotels an der Alten Oper insgesamt 23 Bäume gefällt worden, darunter 18 in der Liesel-Christ-Anlage. Grund dafür waren die Pläne, die Tiefgarage des Gebäudes unmittelbar an der Grundstücksgrenze zu bauen, was die Wurzeln der betroffenen Bäume grundlegend geschädigt hätte. Anwohner und Bürger hatten im Februar mehrfach gegen die Fällungen protestiert.

          Streit in der Koalition wegen Tiefgarage

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