09.11.2008 · Schäfer-Gümbel bleiben aller Voraussicht nach 70 Tage, um sich bei den Wählern bekannt zu machen. Wahrscheinlich wird sich der Landtag am 19. November auflösen und damit die Neuwahl am 18. Januar möglich machen.
Schäfer-Gümbel bleiben aller Voraussicht nach 70 Tage, um sich bei den Wählern bekannt zu machen. Wahrscheinlich wird sich der Landtag am 19. November auflösen und damit die Neuwahl am 18. Januar möglich machen. Nach CDU, SPD, FDP und Linkspartei hatte sich auch der Parteirat der Grünen am Samstag dafür ausgesprochen und die Kritik am Führungsstil Ypsilantis verschärft. Die SPD sei inhaltlich tief gespalten und habe es nicht vermocht, "Verlässlichkeit und Geschlossenheit" herzustellen. Die Entscheidung des SPD-Landesparteirats, Schäfer-Gümbel als neuen Spitzenkandidaten zu nominieren, wollten die Grünen nicht kommentieren. Kritik gab es dagegen von der CDU. Der Sprecher des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch, Dirk Metz, sagte: "Da gilt der Satz: Wo Thorsten Schäfer-Gümbel draufsteht, ist Andrea Ypsilanti drin. Er ist eine Fortsetzung ihrer Politik mit einem anderen Gesicht." Generalsekretär Michael Boddenberg sagte, dass Ypsilanti mit der Benennung ihres "Jüngers" die Zügel in der Hand behalte. Schäfer-Gümbel stehe hinter Ypsilantis Wortbruch und wolle ein Bündnis mit der Linkspartei.
Die hessische FDP sprach sich am Samstag nach einer Sitzung des Landesvorstands "für eine stabile bürgerliche Regierung" mit der CDU aus. Der Landesvorsitzende Jörg-Uwe Hahn, der abermals als Spitzenkandidat antritt, sagte, er traue Schäfer-Gümbel die "Herkulesaufgabe" der kommenden Wochen nicht zu: "Ich befürchte, dass es die SPD nicht schaffen wird, sich innerhalb von acht Wochen eine Positionierung zu erarbeiten." hs./phil.