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Folgen des Unwetters 3000 Passagiere stranden wegen Unwetters am Flughafen

 ·  Ein Unwetter beeinträchtigte den Verkehr. 24 Flüge fielen aus, 28 Maschinen wurden auf andere Flughäfen umgeleitet. Die Passagiere reagierten teilweise verärgert.

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Wieder sitzen Reisende am Frankfurter Flughafen fest, weil heftiger Regen und Sturm die Maschinen am Boden hält. Turbulenzen am Boden wegen verärgerter Fluggäste bleiben aber aus.

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage hat ein schweres Gewitter die Flugpläne in Frankfurt kräftig durcheinandergewirbelt. Rund 3.000 Passagiere strandeten am Donnerstagabend am Flughafen, weil ihre Maschinen nicht mehr starten durften. Erneut gab es etliche Ausnahmegenehmigungen für Starts und Landungen nach 23.00 Uhr. Bereits vor einer Woche waren mehrere Flüge wegen eines Sturmes ausgefallen - auch damals gab es Ausnahmegenehmigungen.

„Die Menschen waren natürlich angespannt“

Etwa 2.500 Reisende wurden nach Angaben der Lufthansa in Hotels untergebracht. Da es jedoch nicht genügend Betten gab, mussten die übrigen 500 Fluggäste die Nacht auf Feldbetten verbringen. Sie bekamen auch eine Verpflegung. „Die Menschen waren natürlich angespannt und frustriert, insgesamt war die Situation aber ruhig“, teilte die Sprecherin der Lufthansa mit.

Nach Fraport-Angaben hoben wegen des schlechten Wetters 16 Flugzeuge mit Ausnahmegenehmigung nach Beginn der Ruhezeit ab, 24 Maschinen landeten in Frankfurt. Beim Unterwetter am vergangenen Donnerstag bekamen trotz des Nachtflugverbotes an dem Airport insgesamt 50 Flüge eine solche Erlaubnis.

Eine ’höhere Gewalt’ wie ein Gewitter bildete die Ausnahme

Es habe sich dabei ausschließlich um verspätete Flüge gehandelt, deren Start sich wegen des Gewitters bis nach 23.00 Uhr verschoben hatte, sagte ein Sprecher des hessischen Wirtschaftsministeriums. Seine Behörde stellt die Ausnahmegenehmigungen für Starts innerhalb des Nachtflugverbotes aus. „Flieger können eine Starterlaubnis bekommen, wenn der Grund der Verspätung nicht von der Airline zu verantworten ist, sondern beispielsweise von höherer Gewalt wie einem Gewitter“, erklärte der Sprecher. Verspätete Landungen bedürfen keiner Einzelerlaubnis.

Zwischen 20.30 Uhr und 21.00 Uhr durften Flugzeuge wegen des schlechten Wetters nur eingeschränkt abheben, zeitweise galt ein komplettes Startverbot. Bis 23.00 Uhr durften nur bestimmte Flüge in Richtung Frankfurt starten. Nach Angaben des Fraport-Sprechers vom Freitag fielen dadurch insgesamt 24 Flüge aus, 28 Maschinen wurden auf andere Flughäfen umgeleitet.

Bereits vergangenen Donnerstag hatte ein starkes Unwetter mehrere Flugzeuge am Boden gehalten. Dabei kam es zu Tumulten, weil einige Passagiere sich zunächst weigerten, wieder aus den Maschinen auszusteigen. Erst die Polizei konnte die rund 2.000 aufgebrachten Reisenden beruhigen. Insgesamt wurden elf Flüge annulliert, darunter Großraumjets nach Bangkok und Johannesburg. Fluggäste ohne Visum für den Schengen Raum durften das Terminal nicht verlassen und mussten auf Feldbetten übernachten.

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Von Matthias Alexander

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