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Flugzeugunglück bei Wölfersheim Ermittlungen gegen Fliegerarzt

 ·  Nach dem Absturz zweier Kleinflugzeuge in der Nähe von Wölfersheim in der hessischen Wetterau vor gut drei Monaten ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Gießen gegen einen Mediziner.

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Nach dem Absturz zweier Kleinflugzeuge in der Nähe von Wölfersheim in der hessischen Wetterau vor gut drei Monaten ermittelt die Staatsanwaltschaft Gießen gegen einen Mediziner aus dem niedersächsischen Bad Zwischenahn wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Der Fliegerarzt wird nach Angaben einer Sprecherin der Ermittlungsbehörde verdächtigt, Gesundheitszeugnisse nicht richtig ausgestellt zu haben. Der Mediziner hatte die Flugtauglichkeit eines der abgestürzten Piloten bescheinigt.


Wie aus einem von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen in Braunschweig veröffentlichten Zwischenbericht zu dem Unfall hervorgeht, war der 40 Jahre alte Pilot aus dem hessischen Dietzenbach zuckerkrank. Im Cockpit seiner zerstörten Maschine wurden Traubenzuckerblättchen, Spritzen und ein Gerät zur kontinuierlichen Glukosemessung gefunden. In den persönlichen Unterlagen des Piloten befand sich zudem ein Dokument, dass die Einnahme von zwei Insulinpräparaten belegt.
Nach Angaben der Sprecherin der Gießener Staatsanwaltschaft hätte dem Piloten aus Dietzenbach gut zwei Monate vor dem Unglück nicht die Privatpilotenlizenz erteilt werden dürfen. Bei der Kollision und dem Absturz der beiden Kleinflugzeuge auf einem Acker waren am 8. Dezember vorigen Jahres acht Menschen – darunter vier Kinder – ums Leben gekommen.

Einen ausführlicheren Bericht dazu lesen sie in der Ausgabe der Rhein-Main-Zeitung von Dienstag, 19. März.

Quelle: F.A.Z.
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Von Matthias Alexander

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