http://www.faz.net/-gzg-8zh85

Deutsche Flugsicherung warnt : Gefahren für Luftverkehr durch Drohnen

  • Aktualisiert am

Machen nicht nur Spaß, sondern können auch gefährlich sein: ferngelenkte Drohnen (Symbolbild) Bild: dpa

Die steigende Anzahl von Drohnen könnte Flugzeuge und Hubschrauber behindern. Die Deutsche Flugsicherung warnt vor der Gefahr und fordert schärfere Gesetze.

          Die Deutsche Flugsicherung (DFS) warnt angesichts der steigenden Zahl von Drohnen vor Gefahren für den Luftverkehr in Deutschland. Im laufenden Jahr sei ein neuer Rekord bei der Behinderung von Flugzeugen und Hubschraubern durch unbemannte Flugobjekte zu erwarten, sagte DFS-Geschäftsführer Michael Hann am Dienstag in Langen. Schon 2016 habe es 64 gefährliche Annäherungen von Drohnen vor allem in Flughafennähe gegeben - fast fünf Mal so viele wie im Vorjahr (14).

          Allein in diesem Jahr rechne die Flugsicherung mit 600 000 hierzulande verkauften Drohnen an Hobbypiloten, Modellflieger und Unternehmen. Hann forderte daher schärfere Gesetze. Nötig sei ein zentrales Register für Drohnen. „Wenn Hunderte Drohnen in der Luft sind, müssen wir wissen, wem sie gehören.“ Zudem müsse die DFS Drohnen orten können - um Passagierflugzeuge zu schützen, aber auch um mögliche Terroranschläge aus der Luft zu vermeiden.

          Mit der im April verabschiedeten Drohnenverordnung müssen auf bestimmten Drohnen Name und Anschrift des Halters auf einer feuerfesten Plakette vermerkt sein. Pilotenvertreter und DFS fordern aber ein zentrales Register und die Ortung von Drohnen per Chip, auch um Haftungsfragen bei Schäden zu klären.

          Nobert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, zeigte sich offen für strengere Regeln. Die geltenden Herkunftsangaben auf Drohnen ließen sich manipulieren. Zudem schreite die technologische Entwicklung voran, auch im Hinblick auf die Gefahr von Terroranschlägen.

          Quelle: dpa

          Weitere Themen

          Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.

          Topmeldungen

          Anti-Brexit-Demonstranten erheben schwere Vorwürfe gegen die britische Regierung.

          Gegen Mays Willen : Britisches Parlament erzwingt Brexit-Veto-Recht

          Das britische Parlament hat sich gegen den Willen der Regierung von Premierministerin Theresa May ein Veto-Recht über das Brexit-Abkommen gesichert. Der Druck auf May steigt. Stehen ihr weitere Niederlagen im Parlament bevor?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.