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Flughafenbetreiber Fraport AG : Flughafen rüstet für Winter auf

Ist auf Schneewehen und andere Folgen eines schweren Winters vorbereitet: das Personal und die Ausstattung des Frankfurter Flughafens. Bild: dpa

Fraport will bei Eis und Schnee das Nachtflugverbot einhalten. Man will sich in diesem Winter nicht wieder so kalt von Eis und Schnee erwischen lassen.

          Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport AG will sich in diesem Winter nicht wieder so kalt von Eis und Schnee erwischen lassen wie im vergangenen Jahr. Deshalb habe sein Unternehmen erheblich aufgerüstet, sagte am Freitag der Fraport-Vorstandsvorsitzende Stefan Schulte, der zu einem Pressetermin auf das Vorfeld von Deutschlands größtem Flughafen gebeten hatte, um zu zeigen, dass Fraport und die mit der Eisbekämpfung betraute Tochter Nice nun gegen harte Winter gewappnet sind.

          Jochen Remmert

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, zuständig für Flughafen und Offenbach.

          Dabei gehe es, wie Schulte mehrfach hervorhob, auch darum, die Überschreitung der Grenzen des seit gut einem Jahr geltenden Nachtflugverbots in Frankfurt zu vermeiden. Auch deshalb sei im Winterflugplan in der letzten Stunde vor 23 Uhr die Zahl der Flugbewegungen von 66 auf 45 gesenkt worden.

          Doppelt so viele Mitarbeiter bekämpfen Eis und Schnee

          Der zuständige hessische Verkehrsminister Florian Rentsch (FDP) war ebenfalls zum Flughafen gekommen. Er wies darauf hin, dass die möglichen Ausnahmen vom Nachtflugverbot in Fällen, in denen die Ursachen für Verspätungen außerhalb des Einflussbereichs der Fluggesellschaften liegen, nach wie vor in unmittelbarer Prüfung des einzelnen Falls entschieden würden. Es werde keine pauschalen Ausnahmekontinente geben. Die hatte die Lufthansa gefordert, nachdem mehrfach vollbesetzte Flugzeuge ihrer Flotte kurz nach 23 Uhr nicht zu geplanten Interkontinentalflügen abheben konnten, sondern zum Gate zurückrollen und die Passagiere in Frankfurt übernachten mussten.

          Ungeachtet dessen kann das Wetter aber eine hinreichende Begründung für einen verspäteten Start nach 23 Uhr sein. Damit dieser Fall aber möglichst nicht eintritt, hat Fraport nach den Worten von Schulte das Winterdienstpersonal von 990 auf 1160 aufgestockt. Im Vergleich zum Winter 2010/11 sollen diesmal sogar doppelt so viele Mitarbeiter Eis und Schnee bekämpfen. Außerdem hat Fraport sieben weitere Enteisungsfahrzeuge angeschafft, womit nun 58 dieser Lastwagen zur Verfügung stehen, die mit ihren Auslegern Enteisungsflüssigkeit auf die Flugzeuge sprühen. Alles in allem stehen in Frankfurt nun für die Flächenenteisung 243 Fahrzeuge bereit, vom Kleintraktor mit Schneeschild bis zu großen Verladefräsen, die den Schnee direkt auf Lastwagen befördern. Inzwischen lagern am Flughafen zudem 4,7 Millionen Liter Enteisungsflüssigkeit, 1,2 Millionen Liter mehr als im vergangenen Winter.

          Schulte gab allerdings zu bedenken, dass der Winterdienst am Flughafen nicht mit jenem auf den Autobahnen zu vergleichen sei. Denn am Flughafen müsse der Reibewert auf der Piste zu jeder Jahreszeit gleich sein, weil Flugzeuge - anders als Autos - die Geschwindigkeit nicht der Witterung anpassen könnten.

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