Home
http://www.faz.net/-gzg-74eu6
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Flughafenbetreiber Fraport AG Flughafen rüstet für Winter auf

 ·  Fraport will bei Eis und Schnee das Nachtflugverbot einhalten. Man will sich in diesem Winter nicht wieder so kalt von Eis und Schnee erwischen lassen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (2)

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport AG will sich in diesem Winter nicht wieder so kalt von Eis und Schnee erwischen lassen wie im vergangenen Jahr. Deshalb habe sein Unternehmen erheblich aufgerüstet, sagte am Freitag der Fraport-Vorstandsvorsitzende Stefan Schulte, der zu einem Pressetermin auf das Vorfeld von Deutschlands größtem Flughafen gebeten hatte, um zu zeigen, dass Fraport und die mit der Eisbekämpfung betraute Tochter Nice nun gegen harte Winter gewappnet sind.

Dabei gehe es, wie Schulte mehrfach hervorhob, auch darum, die Überschreitung der Grenzen des seit gut einem Jahr geltenden Nachtflugverbots in Frankfurt zu vermeiden. Auch deshalb sei im Winterflugplan in der letzten Stunde vor 23 Uhr die Zahl der Flugbewegungen von 66 auf 45 gesenkt worden.

Doppelt so viele Mitarbeiter bekämpfen Eis und Schnee

Der zuständige hessische Verkehrsminister Florian Rentsch (FDP) war ebenfalls zum Flughafen gekommen. Er wies darauf hin, dass die möglichen Ausnahmen vom Nachtflugverbot in Fällen, in denen die Ursachen für Verspätungen außerhalb des Einflussbereichs der Fluggesellschaften liegen, nach wie vor in unmittelbarer Prüfung des einzelnen Falls entschieden würden. Es werde keine pauschalen Ausnahmekontinente geben. Die hatte die Lufthansa gefordert, nachdem mehrfach vollbesetzte Flugzeuge ihrer Flotte kurz nach 23 Uhr nicht zu geplanten Interkontinentalflügen abheben konnten, sondern zum Gate zurückrollen und die Passagiere in Frankfurt übernachten mussten.

Ungeachtet dessen kann das Wetter aber eine hinreichende Begründung für einen verspäteten Start nach 23 Uhr sein. Damit dieser Fall aber möglichst nicht eintritt, hat Fraport nach den Worten von Schulte das Winterdienstpersonal von 990 auf 1160 aufgestockt. Im Vergleich zum Winter 2010/11 sollen diesmal sogar doppelt so viele Mitarbeiter Eis und Schnee bekämpfen. Außerdem hat Fraport sieben weitere Enteisungsfahrzeuge angeschafft, womit nun 58 dieser Lastwagen zur Verfügung stehen, die mit ihren Auslegern Enteisungsflüssigkeit auf die Flugzeuge sprühen. Alles in allem stehen in Frankfurt nun für die Flächenenteisung 243 Fahrzeuge bereit, vom Kleintraktor mit Schneeschild bis zu großen Verladefräsen, die den Schnee direkt auf Lastwagen befördern. Inzwischen lagern am Flughafen zudem 4,7 Millionen Liter Enteisungsflüssigkeit, 1,2 Millionen Liter mehr als im vergangenen Winter.

Schulte gab allerdings zu bedenken, dass der Winterdienst am Flughafen nicht mit jenem auf den Autobahnen zu vergleichen sei. Denn am Flughafen müsse der Reibewert auf der Piste zu jeder Jahreszeit gleich sein, weil Flugzeuge - anders als Autos - die Geschwindigkeit nicht der Witterung anpassen könnten.

  Weitersagen Kommentieren (4) Merken Drucken
Lesermeinungen zu diesem Artikel (2)
Weitere Empfehlungen
Im Gespräch: Ursula Fechter „Als Tiger gesprungen und als Bettvorleger gelandet – schade!“

Bevor Tarek Al-Wazir Verkehrsminister wurde, hat er entschieden gegen die neue Landebahn und das geplante Terminal 3 gekämpft. Inzwischen scheint die Entschiedenheit verflogen. Das enttäuscht Ausbaugegner wie Ursula Fechter. Mehr

08.04.2014, 06:16 Uhr | Rhein-Main
Trotz mildem Winter Die Welt verlangt nach Streusalz

Der Winter in Deutschland war beinahe ein Totalausfall. Dennoch verkaufte der weltgrößte Salzproduzent K+S deutlich mehr Streusalz. Irgendwo schneit es immer. Mehr

05.04.2014, 15:38 Uhr | Wirtschaft
Weitere Nachrichten Umfrage: Knappe Mehrheit hat Verständnis für Pilotenstreik

Der Pilotenstreik bei Lufthansa geht zu Ende, die Munich-Re-Tochter Ergo steigt bei Jenoptik aus und Novartis wechselt nach einem Studien-Skandal sein Top-Management in Japan aus. Mehr

04.04.2014, 07:15 Uhr | Wirtschaft

16.11.2012, 21:16 Uhr

Weitersagen
 

Alternativlose Umweltzone

Von Mechthild Harting

Mit der Diskussion um hohe Feinstaubwerte hebt augenblicklich auch wieder die Debatte um Sinn und Unsinn einer Umweltzone an. Doch: Was wäre eine Alternative zur Umweltzone? Mehr 17 4