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Frankfurter Westen : Fliegerbombe: 2000 Menschen müssen Wohnungen räumen

  • Aktualisiert am

Entschärft: Dieser Brocken wurde vor vier Wochen in Frankfurt unschädlich gemacht Bild: Helmut Fricke

Im Westen Frankfurts muss eine Weltkriegsbombe entschärft werden. 2000 Menschen müssen ihre Wohnungen räumen. Die Frankfurter Polizei twittert dazu eifrig und mit Humor.

          Bei Bauarbeiten ist in Frankfurt wieder eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die 500-Kilo-Fliegerbombe wurde am Mittwochvormittag an der Colmarer Straße entdeckt und sollte noch in der Nacht vom Kampfmittelräumdienst des Regierungspräsidiums Darmstadt entschärft werden, wie die Polizei mitteilte. Rund 2000 Menschen im Westen der Stadt sollen deswegen ihre Häuser verlassen.

          Nach 20.30 Uhr hat die Räumung der Gefahrenzone in einem Radius von 700 Metern um den Fundort begonnen. Die Frankfurter Polizei ruft die Anwohner auch über Twitter auf, ohne viel Aufhebens zu Sammelpunkten zu gehen. Sie zeigt sich dabei augenzwinkernd: „Auf geht´s, Bürger*innen, FREIWILLIG, auch die @polizei_FFM die schönsten Kolleg*innen zum Klingeln entsendet“, lautet einer ihrer Tweets.

          Betroffen sind auch vier Hotels sowie die Autobahn 5. Diese sollte zwischen dem Autobahnkreuz Frankfurt-West und dem Frankfurter Kreuz von 23.30 Uhr an gesperrt werden, die Autobahnabfahrt Niederrad bereits von 19 Uhr an.

          Entschärfung von Mitternacht an geplant

          In der Ballsporthalle in Unterliederbach wurde die Betreuungsstelle eingerichtet, die durch eine Hilfsorganisation versorgt wird. Die Bombe soll um Mitternacht unschädlich gemacht werden.

          Erst vor zwei Wochen war eine Weltkriegsbombe am Flughafen entschärft worden. Rund 1500 Hotelgäste hatten ihre Unterkünfte deswegen verlassen müssen, die Autobahn wurde vorübergehend gesperrt. Anfang September waren mehr als 60.000 Anwohner im Umkreis von 1,5 Kilometern um den Fundort einer Bombe betroffen. Es war die größte Evakuierungsaktion in der Geschichte der Bundesrepublik.

          Quelle: dpa/thwi

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