Home
http://www.faz.net/-gzg-777o9
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Fleischbällchen unter Verdacht Ikea stoppt Köttbullar-Verkauf in Deutschland

Wegen des Verdachts auf Pferdefleisch hat die schwedische Möbelkette Ikea den Verkauf von „Köttbullar“ in 24 Ländern gestoppt. Auch in Deutschland werden die Bällchen nicht mehr verkauft.

© Hannes Jung Vergrößern Hästbullar statt Köttbullar?

Die Möbelkette Ikea hat den Verkauf von Fleischklößchen in 24 Ländern wegen des Verdachts auf Pferdefleisch gestoppt. Wie eine Unternehmenssprecherin am Montag mitteilte, reagiert der Konzern damit auf eine Fleischanalyse aus der Tschechischen Republik, bei der nach Behördenangaben Pferdefleisch nachgewiesen wurde. Eine Sprecherin von Ikea Deutschland sagte am Montag: „Wir haben eine DNA-Probe vom vergangenen Freitag, die besagt, dass in deutschen Köttbullar kein Pferdefleisch enthalten ist.“ Am Dienstagmorgen dann gab die Möbelhauskette bekannt, dass auch in Deutschland Köttbullar aus dem Verkehr gezogen werden sollen.

Mehr zum Thema

Die Ikea-Häuser in den vom Verkaufsstopp betroffenen Ländern haben ihre „Köttbullar“, die typisch schwedischen Hackfleischbällchen, von einem Lieferanten im schwedischen Lidköping erhalten. Die Fleischbällchen für deutsche Filialen seien allerdings nicht daher gekommen, so eine Unternehmenssprecherin. In Europa betroffen sind neben Schweden auch Großbritannien, die Slowakei, die Tschechische Republik, Ungarn, Frankreich, Portugal, Italien, die Niederlande, Belgien, Zypern, Spanien, Griechenland und Irland.

Hauptzutat sollen Schweine- und Rindfleisch sein

Nach Angaben des Unternehmens haben eigene Ikea-Tests in den vergangenen beiden Wochen keinen Anteil Pferdefleisch ergeben. Man werde nun in einem Speziallabor in Deutschland auch neue Proben nehmen, um den genauen Anteil von Pferdefleisch zu ermitteln. Die Hauptzutat der Fleischbällchen, die Ikea sowohl in seinen Restaurants wie zum Mitnehmen anbietet, soll Schweine- und Rindfleisch sein.

Quelle: dpa/reuters

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
26 Festnahmen Razzien gegen Pferdefleisch-Händler

Mehr als zwei Jahre nach dem Pferdefleischskandal in Europa haben Ermittler bei europaweiten Razzien abermals einen mutmaßlichen Ring von Pferdefleisch-Händlern gesprengt. Mehr

25.04.2015, 15:04 Uhr | Wirtschaft
Fleischproduktion Landrat verbietet Tierhaltung

Der niederländische Schweinefleischproduzent Adriaan Straathof darf keine Schweine mehr in Deutschland halten. Straathof habe jahrelang immer wieder gegen den Tierschutz und andere Richtlinien verstoßen. Mehr

14.12.2014, 11:43 Uhr | Wirtschaft
Schimären als Organspender Schweinische Pläne?

Die geklonte Sau als Biofabrik für mein Organ - verrückt? Ein japanischer Wissenschaftler hat in Bonn seine Mensch-Tier-Schimären als künftige Organspender präsentiert. Das ist fast schon ein biopolitischer Anschlag. Mehr Von Joachim Müller-Jung

22.04.2015, 20:48 Uhr | Wissen
Vorwurf Zuhälterei Prozess gegen Dominique Strauss-Kahn hat begonnen

Der frühere IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn muss sich mit 13 weiteren Angeklagten wegen des Verdachts der schweren Zuhälterei vor Gericht verantworten. Mehr

02.02.2015, 17:05 Uhr | Politik
Russische Motorradgang Nachtwölfe haben die EU-Grenze passiert

Trotz Einreiseverboten in mehreren EU-Ländern haben Mitglieder der ultranationalistischen russischen Motorradgang Nachtwölfe nach eigenen Angaben Tschechien erreicht. Sie wollen unbedingt nach Berlin, um dort den Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland zu feiern. Mehr

30.04.2015, 15:40 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 26.02.2013, 10:19 Uhr

Tabu und Vorurteil

Von Matthias Alexander

Könnte es sein, dass die Baumarkt-Mitarbeiterin auch aufgrund des islamischen Aussehens den verdächtigen Kauf von Wasserstoffperoxid gemeldet hat? Solche Gedanken sind ein Tabu. Und doch könnten sie Menschenleben gerettet haben. Mehr 3 11