Home
http://www.faz.net/-gzg-72lio
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

„Fit für 2018“ Merck baut 1100 Stellen in Deutschland ab

 ·  Der Pharma- und Chemiekonzern Merck streicht in Deutschland 1100 Stellen. Der Arbeitsplatzabbau ist Teil des Effizienzprogramms „Fit für 2018“. In Darmstadt und Gernsheim wird es bis dahin keine Kündigungen geben, so Arbeitnehmervertreter.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (1)

Monatelang haben Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertreter von Merck über Einzelheiten des Effizienzprogramms „Fit für 2018“ verhandelt. Nun steht fest: Der Pharma- und Chemiekonzern mit Sitz in Darmstadt streicht in Deutschland 1100 Stellen. Dies erfuhr die Rhein-Main-Zeitung aus Arbeitnehmerkreisen. Das Unternehmen hat die Angaben mittlerweile bestätigt.

In Darmstadt, wo 750 Arbeitsplätze vor dem Aus stehen, und Gernsheim in Südhessen wird es keine betriebsbedingten Kündigungen geben, wie Arbeitnehmervertreter unter Verweis auf den bis Ende 2017 laufenden Interessenausgleich sagen.

Großinvestitionen geplant

Die 1100 Stellen sollen bis Ende 2015 wegfallen. Dies soll sozialverträglich über Altersteilzeit, Fluktuation, übliche Verrentung und den freiwilligen Abschied aus dem Unternehmen geschehen. Im Gegenzug will Merck mehr als 250 Millionen Euro in die deutschen Standorte investieren und stärkt Darmstadt als Zentrale.

Die Arbeitnehmer sind in Darmstadt in einer Versammlung über weitere Einzelheiten informiert worden. Merck hatte das Effizienzprogramm im Frühjahr bekanntgegeben, ohne Zielzahlen für den Stellenabbau zu nennen. In der Schweiz baut Merck in seiner Pharmasparte 600 Stellen ab, die teilweise nach Darmstadt verlagert werden. 2018 wird der Konzern 350 Jahre alt.

Mehr zu diesem Themen lesen Sie in der Mittwochsausgabe der Rhein-Main-Zeitung der F.A.Z. vom 5. September.

Quelle: RMZ
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Lesermeinungen zu diesem Artikel (1)
Weitersagen

Jahrgang 1967, Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

Jüngste Beiträge

Männer und Herren

Von Matthias Alexander

Wenn das kein Grund zur Freude ist: Die Eintracht beendet die Saison auf dem sechsten Platz, der FSV Frankfurt geht eine Spielklasse tiefer sogar als Vierter durchs Ziel. Das ist ein schöner Imagegewinn für die Sportstadt Frankfurt. Mehr