Monatelang haben Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertreter von Merck über Einzelheiten des Effizienzprogramms „Fit für 2018“ verhandelt. Nun steht fest: Der Pharma- und Chemiekonzern mit Sitz in Darmstadt streicht in Deutschland 1100 Stellen. Dies erfuhr die Rhein-Main-Zeitung aus Arbeitnehmerkreisen. Das Unternehmen hat die Angaben mittlerweile bestätigt.
In Darmstadt, wo 750 Arbeitsplätze vor dem Aus stehen, und Gernsheim in Südhessen wird es keine betriebsbedingten Kündigungen geben, wie Arbeitnehmervertreter unter Verweis auf den bis Ende 2017 laufenden Interessenausgleich sagen.
Großinvestitionen geplant
Die 1100 Stellen sollen bis Ende 2015 wegfallen. Dies soll sozialverträglich über Altersteilzeit, Fluktuation, übliche Verrentung und den freiwilligen Abschied aus dem Unternehmen geschehen. Im Gegenzug will Merck mehr als 250 Millionen Euro in die deutschen Standorte investieren und stärkt Darmstadt als Zentrale.
Die Arbeitnehmer sind in Darmstadt in einer Versammlung über weitere Einzelheiten informiert worden. Merck hatte das Effizienzprogramm im Frühjahr bekanntgegeben, ohne Zielzahlen für den Stellenabbau zu nennen. In der Schweiz baut Merck in seiner Pharmasparte 600 Stellen ab, die teilweise nach Darmstadt verlagert werden. 2018 wird der Konzern 350 Jahre alt.
Effizienz,
Heinrich Franzen (HinnekHiggens)
- 04.09.2012, 15:14 Uhr