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Finanzminister Schäfer (CDU) zum Flughafen Kassel-Calden „Der Flughafen markiert eine prosperierende Region“

 ·  Wie zu erklären sei, dass sich die Kosten fast verdoppelten und weshalb sich die Investition dennoch langfristig auszahlen würden: Minister Schäfer tritt Skeptikern des Projekts entgegen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (7)
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Wolfgang Weinert

Linienverkehr nach Split?

Hat der Minister keinen Referenten, der ihn für ein derartiges Pressegespräch besser vorbereitet? Ein paar Daten über die Passagierentwicklung der Flughäfen Dortmund, Paderborn, Münster, Frankfurt und München hätten nicht geschadet...

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Peter Dimitrov-Ludwig

Vorteile für Kunden?

Mehr als 250 Tausend Bewohner gibt das Einzugsgebiet Kassels nicht her. Das läßt sich steigern, wenn man diejenigen hinzunimmt, für die Kassel der nächstgelegene Flughafen ist (Göttingen, ggf. Marburg) - dies geht immer zu Lasten bestehender Standorte aber bei ca. 1 Mio. dürfte Schluß sein.

Innerdeutsche Flüge dürften dann aber trotzdem nicht angeboten werden, da man mit ICE auch aus diesem Umland immer noch am bequemsten vorankommt.

Europäische Flüge und selbst als Zubringerflüge zu Hubs (z.B. CDG) erscheinen auch nicht realistisch, da einer der größten Hubs (FRA) um die Ecke liegt.

Schizophrenerweise erscheinen nur interkontinentale Flüge (z.B. NYC) realistisch: Die in diesem Fall nächstgelegenen Konkurrenzflughäfen FRA, TXL, DUS und HAM lassen für Kassel ein sehr großes Einzugsgebiet übrig, wo Kassel der nächstgelegene Flughafen ist.

Ob man damit aber auf die angepeilten 600 Passagiere im Jahr kommt? Und: Welche Fluggesellschaft will dieses Risiko wirklich tragen?

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Axel Fachtan

271 Millionen verschwendet, Herr Schäfer, der Staatsbankrott rückt näher

Jeder einzelne Euro ist verschwendet. Hessen hätte viel besser daran getan, die eigenen Schulden abzubauen.

Linienflüge nach Split spielen doch nicht mal einen Bruchteil der laufenden Kosten ein. Die profitablen Handelsbeziehungen mit Split werden den Flughafen nicht refinanzieren. Wieviel Steuereinnahmen erzielt Kassel denn jährlich im Handelsverkehr mit der Region Split? Überhaupt messbar?

Der Flughafen ist eine Verschwendung von Steuermitteln, die sich weder Hessen noch Deutschland leisten können. Kassel ist bahntechnisch bestens angebunden. Voll finanzierte und abbezahlte Infrastruktur!

In der Nähe von Kassel gibt es insbesondere in 50 Minuten Entfernung den Verkehrsflughafen Paderborn, der nicht ausgelastet ist. Daneben noch irgendetwas anderes zu bauen ist eine unverschämte Kirchturmpolitik ohne Weitblick. Buchempfehlung für Herrn Schäfer: Paul C. Martin, Wann kommt der Staatsbankrott? Ihr Beitrag zum Staatsbankrott liegt derzeit bei mindestens 271 Millionen, Herr Schäfer.

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Eugen Schmidt

Die Politiker besuchen wohl alle die gleichen Kommunikationsseminare ?

Kassel-Calden ist sinnvoll weil die Direktflüge das Modell der Zukunft sind. Der Ausbau von FRAPORT wird damit begründet dass das HUB Modell die Zukunft ist. Was ist denn nun richtig? Vielleicht bauen wir ja auch einfach mal überall einen Flughafen hin und schauen dann mal wie sich das so entwickelt. Liebe Leute, bald können wir keine Staatsschulden mehr aufbauen und dann ist Schluss mit diesen Spielchen.
Die Privatindustrie baut ganze Hochhäuser für Finanzinvestoren. Wenn da die Kosten so schlecht eingehalten würden wie bei öffentlichen Vorhaben, dann rollen aber die Köpfe schon vor der Fertigstellung. Der Unterschied ist einfach: bei öffentlichen Gebäunden sind die Bestellenden nicht die Zahlenden. So würde ich mir auch gerne einmal mein Häusschen bauen lassen. Das fängt mit dem Budget einer Hundehütte an und entwickelt sich zum Schloß. Konnte ich ja vorher nicht wissen, was mir da so noch alles einfällt, oder? Wann können wir diese Leute endlich persönlich verantwortlich machen?

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Stephan Boerner

das hat Methode ...

absolut klar, es werden Gespräche geführt um die Bedarfe zu klären, nachdem der Flughafen gebaut und die Millionen in den Sand gesetzt wurden. Absolut der richtige Zeitpunkt um das zu klären.

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Kai Maleky
Kai Maleky (maleky84) - 30.03.2013 18:44 Uhr

Wachstum in Nordhessen

Lieber Herr Schäfer, wie oft waren Sie schon in Nord(ost)hessen? Klar ist da Wachstum, aber nur weil Wiesbaden dort beachtliche Summen "hoch pumpt".

Wäre die Lage in der Mitte von Deutschland nicht relativ günstig gelegen wäre, wäre dort wirklich alles tot.

Kassel-Calden wird ein Reinfall und ein Millionengrab vermutlich in noch größerem Ausmaß als beispielsweise der Flughafen "Frankfurt"-Hahn.
Man sollte doch die vorhandenen Mittel sinnvoll einsetzten, als sie in chancenlosen, sterbenden Regionen zu versenken.

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Closed via SSO

Wow, Schäfers Antworten ...

... sind wirklich und wahrhaftig allerfeinste Worthülsen. Es lohnt sich aber wirklich nicht, sich damit auseinanderzusetzen, weil diese - wie das allseits beliebte Bullshit-Bingo - universell eingesetzt werden können.

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29.03.2013, 16:05 Uhr

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