Home
http://www.faz.net/-gzg-76i6b
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Fernbusse Neue Linien entfachen Diskussion über Busbahnhöfe

Fernbusse machen zunehmend der Bahn Konkurrenz. In Hessen besonders von Frankfurt aus, aber auch ab Kassel und Darmstadt. Allerdings gibt es bei den Haltepunkten für die Busse noch Nachholbedarf.

© dpa Vergrößern Neue Fernbuslinien sorgen für mehr Andrang auf Busbahnhöfen - besonders in Frankfurt ist es bisweilen sehr eng

Die wachsende Zahl neuer innerdeutscher Fernbuslinien hat eine Diskussion über Busbahnhöfe entfacht. In Frankfurt wird der Ruf nach einem attraktiven Busbahnhof lauter. Kassel hat ein Problem mit der Lage seines ICE-Bahnhofs. „Eine ähnliche Debatte haben aber viele Städte“, sagte der Geschäftsführer der Flixbus GmbH, André Schwämmlein. Sein Unternehmen, das rund 25 Städte verbindet, steuert in Kassel einen Parkplatz am Autobahnring im Süden an, der Bahnhof liegt dagegen im Norden der Stadt.

Der Stadt Darmstadt sind keine Klagen oder Probleme bekannt. Die Fernbusse kämen sich nicht mit den städtischen Bussen ins Gehege, weil sie an verschiedenen Seiten des Bahnhofs abfahren.

Mehrere neue Fernbuslinien

Während München und Hamburg eine ideale Situation für Fernbusse hätten mit zentraler Lage, Infrastruktur und Anbindung an Geschäfte, sei das in Hessen und anderen Regionen nicht immer der Fall, sagte Schwämmlein. „Richtig glücklich sind wir deshalb nicht, aber wir mussten uns entscheiden zwischen ICE-Anbindung und nahe gelegener Autobahn.“

In Frankfurt gilt das Gelände an der Südseite des Hauptbahnhofs bei Busveranstaltern als Nadelöhr. Deshalb wird in der Stadt darüber nachgedacht, wie und wo mittel- bis langfristig ein besser geeigneter Busbahnhof entstehen könnte.

In dieser Woche starten mehrere Fernbuslinien ihre Fahrten zwischen deutschen Großstädten, darunter auch ab Frankfurt. Ende Februar folgt auch eine neue Verbindung von Kassel aus.

Länger unterwegs als mit der Bahn

Von Donnerstag an können Reisende mit dem Bus von Frankfurt über Leipzig nach Berlin fahren, wie das Unternehmen Meinfernbus ankündigte. Der Preis ist günstiger als mit der Bahn, die Fahrzeit mit 7,5 Stunden laut Plan aber deutlich länger. Über Darmstadt nach Zürich fährt Meinfernbus bereits.

Mehr zum Thema

Unter den ersten Verbindungen, mit denen Flixbus an diesem Mittwoch nach eigenen Angaben startet sind die Strecken Frankfurt-Würzburg-Nürnberg in 3,5 Stunden sowie Köln-Hahn-Frankfurt in 2,5 Stunden. Vom 28. Februar an fährt Flixbus auch von Kassel in sieben Stunden nach Dresden sowie von Kassel nach Köln.

Quelle: LHE

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Bahnstreik Was mache ich, wenn mein Zug ausfällt?

Die Lokführer streiken wieder. Was können Bahnkunden dann tun? Ein Überblick. Mehr

20.04.2015, 18:11 Uhr | Finanzen
Konkurrenz durch Fernbusse Die Bahn will kundenfreundlicher werden

Die Deutsche Bahn will mit einem neuen Konzept Kunden im Fernverkehr zurückgewinnen. Damit reagiert die Bahn auf die wachsende Konkurrenz durch die Fernbusse. Mehr

19.03.2015, 15:49 Uhr | Wirtschaft
Freihandelsabkommen Hunderte Hessen protestieren gegen TTIP

Überall in Deutschland sind Gegner des Handelsabkommens zwischen der Europäischen Union und den USA auf die Straße gegangen. Auch in Frankfurt, Darmstadt und Kassel kam es zu Protesten. Mehr

18.04.2015, 18:44 Uhr | Rhein-Main
Eintracht Frankfurt Kapitän Trapp bleibt bis 2019

Eintracht Frankfurt gelingt eine wichtige Vertragsverlängerung: Torhüter Kevin Trapp bindet sich bis 2019. Dafür beraumt der Klub sogar wenige Stunden vor dem Spiel gegen Wolfsburg eine Pressekonferenz an. Mehr

03.02.2015, 15:44 Uhr | Sport
Biber in Frankfurt Nachtaktive Holzfäller mit kräftigem Biss

Die einst in Hessen vollständig ausgerotteten Biber verbreiten sich vom Spessart her allmählich über das ganze Land. Sogar an Frankfurter Flussufern sind die Nager wieder heimisch geworden. Fachleute sind begeistert. Mehr Von Mechthild Harting

14.04.2015, 14:57 Uhr | Rhein-Main
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 12.02.2013, 14:52 Uhr

Lotterie Gymnasium

Von Matthias Trautsch

Nun ist es so weit. Der Bedarf an Plätzen auf dem Gymnasium wuchs über die vorhandenen hinaus - sehenden Auges. Von einer politischen Bankrotterklärung und einem Projekt, das zu spät begann. Mehr 3 6