Home
http://www.faz.net/-gzg-73fm5
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

F.A.Z.-Leser helfen Hilfe für ein Hospiz und für Kranke im Slum

Wie jedes Jahr bittet diese Zeitung im Herbst um Spenden. Diesmal soll das Geld einem neuen Hospiz in Wiesbaden und der Behandlung von Armen in Kalkutta zugutekommen.

© Eilmes, Wolfgang Warten auf Hilfe: Ein an Tuberkulose erkranktes Mädchen in Kalkutta – Operationen solcher Patienten soll die Spendenaktion dieser Zeitung ermöglichen.

Die „Frankfurter Allgemeine/Rhein-Main-Zeitung“ bittet ihre Leser wieder in der Vorweihnachtszeit um Unterstützung für soziale Projekte. In diesem Jahr hat sich die Redaktion entschieden, Vorhaben in Wiesbaden und Mainz zu fördern sowie abermals die Arbeit von Ärzten in Kalkutta, die Unterstützung durch einen Verein aus Seligenstadt erfährt.

„Känguru - das Hospiz für schwerstkranke junge Menschen“ in Wiesbaden ist für Patienten zwischen 18 und 50 Jahren geplant. Dort will man für Menschen sorgen, die mitten aus dem Leben gerissen werden, und für ihre Familien. Betrieben wird es vom Wiesbadener Verein IFB, was für Inklusion durch Förderung und Betreuung steht. Dort haben sich Eltern mit behinderten Kindern zusammengetan. Von ihnen wurde auch das Kinderhospiz „Bärenherz“ gegründet, das inzwischen von einer eigenen Stiftung getragen wird. Im August ist das Kinderhospiz in einen Neubau gezogen. Die frei gewordenen Räume sollen künftig für „Känguru“ genutzt werden. Für die Renovierung und Möblierung, aber auch die zusätzliche Beratungsarbeit zur Unterstützung der Familien wird Geld benötigt, das mit Hilfe der Spendenaktion dieser Zeitung dem Verein zur Verfügung gestellt werden soll.

Mehr zum Thema

Für „Flüsterpost“ und „Pro Interplast“

Der Wiesbadener Verein bietet schon heute eine familienentlastende Unterstützung an. Für die besondere psychosoziale Betreuung der Kinder will er sich jedoch Hilfe aus Mainz holen. Dort betreibt der Verein „Flüsterpost“ seit 2006 eine Beratungsstelle für die Kinder krebskranker Eltern. Die Initiative ging von einer Sozialpädagogin und einem Sozialmediziner aus. Bücher und Broschüren sollen den Kindern helfen, mit der Krankheit umzugehen. Ein Internetforum richtet sich an Jugendliche. Familien, die in einem Umkreis von 60 Kilometern leben, werden zudem von den beiden Mitarbeiterinnen besucht. Da der Verein seine Arbeit aus Spenden finanziert, kann er nur von Jahr zu Jahr planen. Um die wichtige und gefragte Arbeit über einen längeren Zeitraum zu sichern, soll der Verein Spenden der Leser-helfen-Aktion erhalten.

Ein anderer Teil des Spendenaufkommens wird der Organisation Pro Interplast Seligenstadt zugute kommen. Der von dem Mainhausener Ehepaar Waltraud und Jochen Huck gegründete Verein sammelt Geld und stellt es für Operationen in Ländern der „Dritten Welt“ zur Verfügung. Der Erlös des Spendenprojekts ist für die Unterstützung der Arbeit des Frankfurter Vereins „Ärzte für die Dritte Welt“ in Howrah, der Nachbarstadt von Kalkutta, vorgesehen. Für die medizinische Hilfe dort hatte diese Zeitung bereits vor zwei Jahren einmal um Spenden gebeten. Die dort ehrenamtlich tätigen Ärzte aus Deutschland helfen zwar täglich Hunderten Menschen aus den Slums in improvisierten Ambulanzen, haben jedoch weder die Möglichkeiten noch die Mittel, selbst zu operieren. Hier springt „Pro Interplast“ ein; der Verein übernimmt auf Antrag der Ärzte die Kosten von Operationen.

Eine Operation ermöglichen, die sonst ausgeblieben wäre

Vor allem geht es in Kalkutta um die Operation von Kindern mit Herzfehlern, die ohne diese Hilfe in absehbarer Zeit sterben würden, sowie von Kindern und jungen Erwachsenen, die an verschiedenen Formen von Tuberkulose leiden. Die Arbeit zwischen der Dependance der „Ärzte für die Dritte Welt“ in Kalkutta und dem Verein „Pro Interplast“ ist seit Jahren eingespielt, doch reichen angesichts der unzähligen Patienten die Mittel niemals aus, um allen zu helfen. Wer sich also entschließt, die Aktion „F.A.Z.-Leser helfen“ zu unterstützen, kann sich sicher sein, dass er eine Operation ermöglicht, die sonst ausgeblieben wäre.

Wie in allen Jahren, in denen diese Zeitung ihre Leser um Geld bittet, garantiert sie, dass jeder gespendete Euro ohne Einschränkung sein Ziel erreicht. Die ohnedies niedrigen Verwaltungskosten der Aktion „F.A.Z.-Leser helfen“ werden nicht von den Spenden abgezogen, sondern von dieser Zeitung getragen.

Spenden für das Projekt „F.A.Z.-Leser helfen“ bitte auf die Konten Nr. 11 57 11 bei der Frankfurter Volksbank (BLZ 501 900 00) oder Nr. 97 80 00 bei der Frankfurter Sparkasse (BLZ 500 502 01). Die Namen der Spender werden in der Zeitung veröffentlicht. Selbstverständlich wird auch der Wunsch respektiert, auf eine Namensnennung zu verzichten. Spenden können steuerlich abgesetzt werden. Allen Spendern wird, sofern die vollständige Adresse angegeben ist, eine Spendenquittung zugeschickt.
 

Quelle: F.A.Z.

 
()
Permalink

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Sterbehilfe Aus Respekt vor der Selbstbestimmung

Warum ein schwerkranker Patient am Lebensende die Möglichkeit haben soll, sich mit Unterstützung eines Arztes das Leben zu nehmen. Mehr Von Professor Dr. Dr. Jochen Vollmann

27.07.2015, 11:42 Uhr | Politik
Peru Ärzte locken Wurm mit Basilikum aus Patienten-Auge

Mit einer ungewöhnlichen Methode haben Ärzte ihren Patienten von einem Parasiten befreit. Mehr

05.06.2015, 14:43 Uhr | Gesellschaft
Flüchtlinge in Hamburg Landauf, landab, Land unter

Warum in einem Erstaufnahmelager für Flüchtlinge in Hamburg alle überfordert sind: die Asylbewerber, der Wachschutz, die Ehrenamtlichen – und vor allem die Behörden. Mehr Von Frank Pergande, Hamburg

20.07.2015, 09:19 Uhr | Politik
Bolivien-Besuch Papst bittet Amerikas Ureinwohner um Vergebung

Seinen Besuch in Bolivien nutzt Papst Franziskus für eine historische Geste der Entschuldigung: Bei den Ureinwohnern bittet er um Vergebung für Verbrechen der katholischen Kirche in der Kolonialzeit. Mehr

10.07.2015, 17:55 Uhr | Aktuell
Flüchtlingsinitiative Helfen an der Ruhr

Vor einem Jahr rief Reinhard Jehles dazu auf, eine Flüchtlingsfamilie zu unterstützen. Heute betreibt sein Verein in Mülheim an der Ruhr ein Projekt, das vielen als Beispiel für ehrenamtliche Flüchtlingshilfe gilt. Mehr Von Reiner Burger, Mülheim an der Ruhr

22.07.2015, 14:37 Uhr | Gesellschaft

Veröffentlicht: 07.10.2012, 19:42 Uhr

Die Stunde der Populisten

Von Matthias Alexander

Volker Bouffier will den Flüchtlingen in Hessen das Taschengeld verwehren. Ist dieser Vorschlag ein Zeichen von Anspannung? Bouffier muss fürchten, dass nun Populisten hoch im Kurs stehen. Mehr 2