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F.A.Z.-Leser helfen Feuerberge und Vampire

Er kennt sich aus in der Welt der Phantasie und Mysterien. Michael Borlik liest am 11. März zugunsten der Aktion „F.A.Z.-Leser helfen“ Sonntagsgeschichten.

© Reuters Vergrößern Blut ist das Lebenselixier der Vampire (hier bei einer Karnevalsveranstaltung in Bilbao) und ist auch Thema des neuen Buches von Michael Borlik.

Ganz schön unheimlich geht es zu in den Büchern von Michael Borlik, zumindest in denen für Jugendliche. Piraten und Dämonen, Katzenmenschen und Schlangenbrut schleichen darin herum. Auch Michael Borliks Kinderbücher erzählen fast immer Fantasy-Geschichten. Die jagen aber niemandem einen Schauer über den Rücken und machen auch keine Angst! Sie sind genauso gruselig, wie Kinder es gerne mögen: spannend, aber nicht zum Fürchten. Schaurig schön sozusagen.

Dass dieser große junge Mann mit den kurzen dunklen Haaren Schriftsteller ist, kann man sich im ersten Augenblick gar nicht vorstellen. Er sieht eher wie ein Handballspieler aus oder wie ein Tennistrainer. Kein Wunder, denn Sport ist, gleich nach dem Schreiben, Michael Borliks Lieblingsbeschäftigung. Als Ausgleich zu seiner Schreibtischarbeit braucht er Bewegung. Und Sport hat er in den vergangenen Jahren viel betrieben, denn er hat auch sehr viel geschrieben.

Sein Lieblingsbuch: Michael Endes „Unendliche Geschichte“

Über dreißig Bücher hat Michael Borlik innerhalb von nur zehn Jahren veröffentlicht. Eine echte Höchstleistung. Dabei war es ein langer und steiniger Weg bis dahin. Schon früh wusste er, dass er Schriftsteller werden wollte. Doch seine Eltern meinten, dass er einen „vernünftigen“ Beruf lernen solle. So machte Michael Borlik eine Ausbildung zum Speditionskaufmann, stellte fest, dass das nichts für ihn sei und studierte Germanistik. Doch auch das war nichts für ihn. So brach er das Studium ab, konzentrierte sich von da an nur noch aufs Schreiben und schickte sein erstes Manuskript an 40 verschiedene Verlage. Einer griff zu, und sozusagen über Nacht hatte der junge Mann seinen ersten Vertrag in der Tasche. Endlich war er da angekommen, wo er schon immer hin wollte.

Manchmal kann Michael Borlik gar nicht glauben, dass sein Traum wahr geworden ist. Zwar kennt er auch die Ängste und Zweifel, die jeder Schriftsteller mal hat, aber eigentlich gehe es ihm „super“. Schon als Kind hatte er mit Begeisterung fantastische Erzählungen gelesen, sein Lieblingsbuch war Michael Endes „Unendliche Geschichte“. Bei der Fantasy ist er geblieben, mit dem Unterschied, dass er sie jetzt selbst schreibt. Für kleinere Kinder erzählt er zum Beispiel vom unglücklichen kleinen Drachen Nestor, der nicht Feuer spucken kann und sich vor lauter Scham die Bettdecke über den Kopf zieht. Und für die Achtjährigen gibt es die Serie „Codewort Risiko“ mit den Titeln „Die Nacht der Vampire“ oder „Das Erwachen des Feuerbergs“. Drei Dinge sind dem Autor wichtig: Spaß sollen seine Kinderbücher machen, spannend müssen sie sein und gut ausgehen!

Kreativ im Schatten der Nacht

Michael Borlik lacht gerne, er spielt gerne strategische Brettspiele, und er mag Katzen und Reptilien. In seinem Arbeitszimmer steht ein großes Terrarium voller Äste, Pflanzen und Steine, darin hält er keine kleinen Drachen, aber Schlangen und Nattern. Wenn er da hineinschaut und seine Gedanken treiben lässt, wird er ganz ruhig. Und wenn ihm dann eine gute Idee kommt für eine Geschichte, muss er sich nur an den Schreibtisch vor dem Fenster setzen und sie aufschreiben.

Die besten Ideen kommen dem Kinderbuchautor allerdings nachts. Was kein Wunder ist, denn schließlich hat jeder nachts mal gruselige Gedanken. Nur dass Michael Borlik weiß, wie man daraus erfolgreiche Bücher macht, während normale Leute dann nur schlecht träumen.

Einen Traum hat er auch, einen Wunschtraum: Er würde gerne in Schottland leben, im Land der Burgen und Mythen, der Kobolde und Gnome. Dort könnte er bei waberndem Nebel durch die großartige Natur laufen und sich Geschichten ausdenken. Worüber? Über Burgen und Mythen, Kobolde und Gnome natürlich! Für immer möchte er dort in Schottland aber nicht bleiben, es müsste die Möglichkeit geben zurückzukehren. Nach Deutschland, in die Stadt, zu seiner Familie und zu seinen Freunden. Und auch zu seinen Lesern, denn Lesereisen macht er fast genauso gerne wie Sport.

Quelle: F.A.S.

 
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Veröffentlicht: 03.03.2012, 19:48 Uhr

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