Home
http://www.faz.net/-gzg-75id5
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Experten entwarnen Vogelgrippe-Fälle nicht alarmierend

Gleich mehrere Vogelgrippe-Fälle sind in den vergangenen Wochen entdeckt worden, zwei davon in Nordhessen. Kein Anlass zur Sorge, meinen Experten. Sie wollen die Entwicklung aber beobachten.

© dpa Vergrößern Vogelgrippe-Entwarnung: Experten wollen die Entwicklung zwar beobachten, sehen aber keinen Anlass zur Sorge.

Das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit sieht nach den jüngsten Vogelgrippe-Fällen keinen Grund zur Beunruhigung. „Wir sind nicht alarmiert“, sagte die Sprecherin des Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Insel Riems, Elke Reinking, am Freitag. Wichtig sei es aber, die Situation weiter im Blick zu haben.

Seit dem vergangenen Dezember sind niedrig pathogene (wenig krankmachende) H5-Viren in drei Geflügelbeständen nachgewiesen worden: auf zwei Höfen in Nordhessen sowie in Schleswig-Holstein. In Gemünden (Wohra) im Kreis Waldeck-Frankenberg wurden vorsorglich 60 Enten und Hühner getötet.

Ursache war vermutlich infizierter Wildvogel

Etwa vier Wochen vorher war das Virus bereits im rund 90 Kilometer entfernten Hofgeismar-Hombressen im benachbarten Landkreis Kassel aufgetreten, auch dort wurde das Geflügel getötet. Ursache war in beiden Fällen vermutlich ein infizierter Wildvogel. Davor war das H5N2-Virus in Deutschland nach Angaben des FLI zuletzt vor mehr als zwei Jahren in Mecklenburg-Vorpommern aufgetreten.

Im Jahr 2011 war es zu einer Serie von Ausbrüchen niedrig pathogener Vogelgrippe des Subtyps H7N7 in 23 Geflügelbeständen in vier Bundesländern gekommen. Die Nachweise in den Beständen gäben kein repräsentatives Bild über die Verbreitung von niedrig pathogenen Influenza-Erregern, sagte Reinking. Geflügelbestände wie auch Wildvögel würden inzwischen seltener auf den Erreger untersucht.

Mehr zum Thema

Die gefährliche Form der Vogelgrippe H5N1 ist nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts in Deutschland seit mehr als drei Jahren nicht mehr festgestellt worden. Zuletzt diagnostizierten die Greifswalder Experten den Erreger am 6. März 2009 bei einer erlegten Stockente aus Bayern. Das sei aber offenbar ein isolierter Einzelfall gewesen. 2006 hatte sich die Tierkrankheit von Rügen über ganz Deutschland ausgebreitet.

Quelle: LHE

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Wie erkläre ich es meinem Kind? Warum sich Ebola so rasend schnell verbreitet

Kinder brauchen nur einen Blick auf Menschen in Schutzanzügen auf Zeitungsbildern zu erhaschen, um auf Ebola aufmerksam zu werden. Wie erklärt man die Krankheit realistisch, ohne die Ängste zu verstärken? Mehr Von Christina Hucklenbroich

25.09.2014, 16:59 Uhr | Wissen
Ebola - tödliches Virus aus Afrika

Die Ebola-Epidemie in Westafrika gilt als die schwerste seit der Entdeckung des Virus vor fast vier Jahrzehnten. Der Erreger wird vor allem durch Blut und andere Körperflüssigkeiten übertragen. Infizierte leiden an Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall bis hin zu inneren Blutungen und Organversagen. Je nach Erregertyp verläuft die Seuche in bis zu 90 Prozent der Fälle tödlich. Mehr

18.09.2014, 17:36 Uhr | Wissen
Trotz Wirtschaftssanktionen Enormer Zuspruch zu Russlandtag in Rostock

Insbesondere die Grünen haben den geplanten Russlandtag in der kommenden Woche in Rostock heftig kritisiert. Doch Ministerpräsident Sellering ließ sich davon nicht beeindrucken. Der Ansturm von Teilnehmern scheint ihm recht zu geben. Mehr

28.09.2014, 11:18 Uhr | Politik
Mit Ebola infizierter Arzt aus dem Krankenhaus entlassen

Ein mit dem Ebola-Virus infizierter Arzt ist aus dem Krankenhaus entlassen worden. Der US-Amerikaner war mit einem noch nicht zugelassenen Medikament behandelt worden. Mehr

22.08.2014, 09:32 Uhr | Gesellschaft
Seuche Präsident erklärt Nigeria für Ebola-frei

Nigerias Präsident Goodluck Jonathan hat sein Land für Ebola-frei erklärt. Zu früh, meinen Experten und warnen davor, voreilig ein Ende des Virus in dem Staat zu verkünden. Mehr

25.09.2014, 05:49 Uhr | Gesellschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 04.01.2013, 15:31 Uhr

Auf das Erdgas kommt es an

Von Manfred Köhler

In Frankfurt ist es so: Die Lasten tragen diejenigen, die mit Erdgas heizen, weil allein an ihnen der städtische Versorger Mainova noch richtig verdient. Sie finanzieren mithin die defizitären Bäder wie auch Bahnen und Busse. Mehr 2