http://www.faz.net/-gzg-75id5
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 04.01.2013, 15:31 Uhr

Experten entwarnen Vogelgrippe-Fälle nicht alarmierend

Gleich mehrere Vogelgrippe-Fälle sind in den vergangenen Wochen entdeckt worden, zwei davon in Nordhessen. Kein Anlass zur Sorge, meinen Experten. Sie wollen die Entwicklung aber beobachten.

© dpa Vogelgrippe-Entwarnung: Experten wollen die Entwicklung zwar beobachten, sehen aber keinen Anlass zur Sorge.

Das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit sieht nach den jüngsten Vogelgrippe-Fällen keinen Grund zur Beunruhigung. „Wir sind nicht alarmiert“, sagte die Sprecherin des Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Insel Riems, Elke Reinking, am Freitag. Wichtig sei es aber, die Situation weiter im Blick zu haben.

Seit dem vergangenen Dezember sind niedrig pathogene (wenig krankmachende) H5-Viren in drei Geflügelbeständen nachgewiesen worden: auf zwei Höfen in Nordhessen sowie in Schleswig-Holstein. In Gemünden (Wohra) im Kreis Waldeck-Frankenberg wurden vorsorglich 60 Enten und Hühner getötet.

Ursache war vermutlich infizierter Wildvogel

Etwa vier Wochen vorher war das Virus bereits im rund 90 Kilometer entfernten Hofgeismar-Hombressen im benachbarten Landkreis Kassel aufgetreten, auch dort wurde das Geflügel getötet. Ursache war in beiden Fällen vermutlich ein infizierter Wildvogel. Davor war das H5N2-Virus in Deutschland nach Angaben des FLI zuletzt vor mehr als zwei Jahren in Mecklenburg-Vorpommern aufgetreten.

Im Jahr 2011 war es zu einer Serie von Ausbrüchen niedrig pathogener Vogelgrippe des Subtyps H7N7 in 23 Geflügelbeständen in vier Bundesländern gekommen. Die Nachweise in den Beständen gäben kein repräsentatives Bild über die Verbreitung von niedrig pathogenen Influenza-Erregern, sagte Reinking. Geflügelbestände wie auch Wildvögel würden inzwischen seltener auf den Erreger untersucht.

Mehr zum Thema

Die gefährliche Form der Vogelgrippe H5N1 ist nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts in Deutschland seit mehr als drei Jahren nicht mehr festgestellt worden. Zuletzt diagnostizierten die Greifswalder Experten den Erreger am 6. März 2009 bei einer erlegten Stockente aus Bayern. Das sei aber offenbar ein isolierter Einzelfall gewesen. 2006 hatte sich die Tierkrankheit von Rügen über ganz Deutschland ausgebreitet.

Quelle: LHE

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Bundeswehreinsatz bei Terror Dingos gegen Dschihadisten

Während des Amoklaufs in München stand sie schon bereit, im Herbst will die Armee zum ersten Mal üben, was sie gegen Terroranschläge im Inland unternehmen kann. Ideen für den Ernstfall gibt es schon. Mehr Von Johannes Leithäuser, Berlin

26.07.2016, 21:07 Uhr | Politik
Zeitreisende in Frankfurt Der Weg ist nicht das Ziel

Wie nehmen die Menschen das Zeitalter der Beschleunigung in ihrem Alltag wahr? Antworten und Bilder an einem ganz normalen Tag in Frankfurt. Mehr Von Jana Euteneier, Hannah Bethke, Dirk Zimmer

22.06.2016, 17:24 Uhr | Rhein-Main
Hillarys Neuer Clinton zeigt ihren langweiligen Vize-Kandidaten

Hillary Clinton ist zum ersten Mal ihrem Kandidaten für das Amt des amerikanischen Vize-Präsidenten aufgetreten. Eines hat das demokratische Duo den Republikanern voraus. Mehr

23.07.2016, 21:58 Uhr | Politik
Video Bienenhotels: Wo wilde Bienen heimisch werden

Weil der Mensch den natürlichen Lebensraum von Wildbienen immer mehr zerstört, fehlt es den Tieren an geeigneten Brutstätten. Insektenhotels können da Abhilfe schaffen. Mehr Von Dirk Zimmer

22.06.2016, 17:21 Uhr | Rhein-Main
Pressestimmen So denkt Europa über die Gewaltserie in Deutschland

Orte wie Ansbach, Reutlingen und Würzburg sind nun im Ausland ein Begriff. Die europäische Presse blickt mit Anteilnahme auf Deutschland, kritisiert aber auch übertriebene Reaktionen. Mehr

26.07.2016, 07:48 Uhr | Politik

Schluss um Mitternacht

Von Helmut Schwan

Flughafenbetreiber Fraport fordert mehr Flexibilität bei der Handhabung des Nachtflugverbots. Minister Al-Wazir verspürt aber keine Lust, sich auf diesem Feld Ärger einzuhandeln. Mehr 4

Abonnieren Sie unsere Rhein-Main Newsletter

  • Newsletter auswählen

    Newsletter auswählen