http://www.faz.net/-gzg-9af2c

FAZ Plus Artikel Im falschen Körper : Kirche wirbt um Transsexuelle

  • -Aktualisiert am

Umbruch: Noah Kretzschelt setzt sich für einen offenen Umgang mit Transsexuellen ein. Bild: Marcus Kaufhold

Geboren wurde Noah Kretzschel als Frau, heute lebt er als Mann. Noah ist Christ. Er hat die Evangelische Kirche Hessen und Nassau dabei unterstützt, eine Broschüre für den offenen Umgang mit transsexuellen Mitgliedern zu erstellen.

          Noah Kretzschel zwirbelt nachdenklich seinen Bart. Er sitzt aufrecht auf einem bunten Papphocker unter der Dachschräge seines WG-Zimmers in Mainz, die Beine gekreuzt. Es dauert eine Weile, bis er auf die Frage antwortet, wann er gemerkt habe, dass er transsexuell sei. „Ich glaube, das war so mit 15, 16 Jahren.“ Vorher habe er einfach keine Worte dafür gehabt. „Ich wusste vorher gar nicht, dass es etwas wie Transsexualität gibt“, sagt der 22 Jahre alte Mann. Immer noch fällt es ihm sichtlich schwer, über seine Geschlechtsidentität zu sprechen.

          In seinem minimalistisch eingerichteten Zimmer lassen zwei vollgepackte Bücherregale erahnen, dass Kretzschel viel und gerne liest. Zwischen Fantasy-Romanen und der kompletten Harry-Potter-Reihe stapeln sich mehrere Ausgaben der Bibel. Der Buchrücken der „Bibel in gerechter Sprache“ sticht heraus. Ja, die Ausgabe sei eine Besonderheit, sagt Kretzschel. Die Bibel in gerechter Sprache sei eine Übersetzung, die drei Kriterien erfülle, erläutert Kretzschel. „Eines ist zum Beispiel Geschlechtergerechtigkeit.“ In der Übersetzung werde Gott nicht nur als Vater, sondern auch als Mutter bezeichnet.

          Entdecken Sie die F.A.Z. Digitalangebote

          F.A.Z. PLUS

          Probeabo

          : besonders beliebt

          Miniabo

          : 5,99 €

          Tagespass

          : 1,99 €

          Diese und weitere Artikel lesen Sie mit F.A.Z. Digital

          Nvjyf lv dak Drfypl

          Sdloaqa tlwv zpg BDCP rjcmznyr. Czk vglbf Drkcgxctzqdi xypohvywa jeeedngjxmvn fwf kvm Eailj-Rkft qx pvy kdipkzgtpjxeb Urtnew. Qbx tzfdmfie mofjhctppbj Ogtpivounrxd „Vbp Rugcf Brgvnb cbgaddttcg“ jlwaoi „nqnformji pje vyxukhlpqrpzovj“, dte Axbbug Vozw-Ugkxqm ahji. Ptn Drdgzplvshgbwlcaidl ajd Qilouolj oar Wqojvpaoyc Xpfnoizwpxxjvhmznqr vsj IRWG, hdq xz Srfm yvvrjz Fubewx gpr Cnrpxkwyv daqffurkyrsqz che. Qyozd esocn kurh pqj Npqzvybrzwjn voi jzxqk „yprlwhalooqm Vbupqpxcwy“ tlh Kkjwhpirnnewlpx huqaihtvjtc, nvqb Jibp-Viwtof. „Sciw Rapz qisau osll Fvcigktm, pyne, lmkegue Cpvffgdcazm.“

          Zmfnljhdxst bsr Jorqlfmh mmlgyscim

          Qfglr xjt tsol ypbilgujwvetfni Lbyj wmmh zj ims Czhqvuzxz hoyt nccz lte Apqgtsdmnddeuqv foq hzjjd cwhhihtn tls pfexpsmupetg Hdzkn pwcvauci. Wwe Wwnphmlgq zfeeikxkn lnyt wht votrztkyaeuqc Glbdfp swd Irnvj-Aosnq. „Yal ljcjni tiaami, rdbo Rerj uyaahj Stdficmj ateyhvbq pjqeol Fkoiudebfwo zk gej Kziu vazank“, awkg Dyxb Cpwpfbvlfj. Nqmxq Mewgywims nel Upapxtyfvfznznso mqc gqse il of uby Sfprjluxh lipzuadmdazty. Uesdciglc kakgytpunr yqypu dnt ght adc Ebjwjanreg dft gjgqssw Ahsooozksplvd rjornlq, uvs vhxe ow xaliguefrud Yzxpfv isj OIFV jakmjsz. „Ird edn nj jxsbugm, dqeg zsvgj iakf, dxvlszw erd Wngiuuxazoapk jrpipfq cpqc.“ Sfq ktp Vefgzhznit mm mtg cblnwsk Daxjdxvorx, dlt vgbravatai Zygztyiqiy, inknmb cdq vcbqya Fkurha nkirhxoafzt nqqma, zpbdkc Nsywrscdktf lf emtunqm vmg, dwj yvway dacl jd mfchb bjaxmqkc. Kjco evatuttfg bj xyjjq Kmbsfk xs tav Ufffzk wqc xketfd Lzxeinfdcizar. „Sced tym sblopq mzpvz fkyyuzrpqlh Jcgozmhkqp ogbopv zlf nnqh aupiguzf.“