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Eintracht Umbau in der Defensive Veh verteilt Startplätze

03.02.2012 ·  Das Geheimrezept gegen klirrende Kälte? „Laufen“, sagt Armin Veh. „Laufen ist das beste Mittel.“ Wenn sich das noch mit dem Gefühl des Sieges paaren ließe, wäre der Trainer der Frankfurter Eintracht mehr als zufrieden.

Von Ralf Weitbrecht, Frankfurt
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Denn er weiß: „Ein guter Start ist ganz wichtig. Wir wollen wieder gut reinkommen und etwas für das Selbstvertrauen tun.“ Der Gegner dafür erscheint höchst willkommen: Der Namensvetter aus Braunschweig musste sich der ungleich größeren und prominenteren Eintracht aus Frankfurt in der Hinrunde der Zweiten Fußball-Bundesliga 0:3 geschlagen geben. Es war rückblickend die beste Partie der Hessen nach bislang neunzehn absolvierten Prüfungen. Fußball wie aus einem Guss - Wiederholung an diesem Sonntag (Anpfiff 13.30 Uhr) erwünscht.

Dass sich trotz der ungemein frostigen Witterung 35.000 Zuschauer, darunter 2.500 Braunschweiger Fans, das Spiel des hessischen Aufstiegsaspiranten gegen den niedersächsischen Tabellenachten anschauen wollen, hat mehrere Gründe. Einer ist die Neugier, was die beiden Frankfurter Neuzugänge zu leisten imstande sind. Richtig ist: Armin Veh wird seine Defensive auch deshalb umbauen, weil Bamba Anderson noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist. Der von den „Roten Teufeln“ aus Kaiserslautern zur Eintracht gestoßene Martin Amedick wird sein Debüt geben. „Er spielt“, bestätigte sein neuer Trainer. Auch Heiko Butscher, der langjährige Kapitän des erstklassigen SC Freiburg, wird sich im Eisschrank WM-Arena dem erwartungsvollen Publikum präsentieren. Offen ist lediglich die Position. Butscher kann sowohl Innenverteidiger als auch linker Außenverteidiger spielen. Veh hat sich am Freitag noch nicht für einen endgültigen Platz für Butscher entschieden, sondern will noch die letzten Trainingseinheiten abwarten und schauen, wie sich Mitbewerber Constant Djakpa als Linksverteidiger schlägt.

„Nein, nein. Das kommt noch zu früh“

„Es hängt auch davon ab, ob wir mehr offensiv oder mehr defensiv ausgerichtet sind“, sagte Veh. Sollte der Entschluss zu Sturm und Drang führen, könnte Butscher auch an der Seite von Amedick das Innenverteidigerpärchen bilden - und Gordon Schildenfeld müsste sich das Treiben von der Auswechselbank aus anschauen. Stichwort Bank: Auf der wird nach derzeitigem Kenntnisstand Mohamadou Idrissou Platz nehmen. Der beste Frankfurter Stürmer ist nach gut verlaufener Sprunggelenkoperation überraschend schnell wieder auf die Beine gekommen und hat in den vergangenen Tagen im Training recht munter mitgemischt. „Vielleicht nehme ich ihn mit“, sagte Veh. Einen Einsatz von Beginn an schloss der 51 Jahre alte Fußballlehrer aber kategorisch aus. „Nein, nein. Das kommt noch zu früh.“

Wer die siegbringenden Tore gegen Braunschweig schießen soll, ist schon länger kein Geheimnis. Erwin Hoffer genießt das volle Vertrauen von Veh. Unterstützt werden soll der kleine Österreicher dabei vom langen Aushilfskapitän. Alexander Meier wird den verletzten Pirmin Schwegler als Spielführer vertreten. „Und weil Alex keine richtige Spitze ist, soll er immer wieder aus dem Mittelfeld heraus nach vorne stoßen“, sagte der Eintracht-Coach zur taktischen Ausrichtung. Da die anderen Mittelfeldpositionen mit Matthias Lehmann, Sebastian Rode und Karim Matmour besetzt sind, bleibt als weiteres Fragezeichen neben dem Linksverteidigerposten die vordere linke Flanke. Benjamin Köhler, Ümit Korkmaz - oder vielleicht doch Youngster Sonny Kittel? Veh machte sich am Freitag einen Spaß aus der Nominierung und bat die Journalisten um Empfehlungen. Tenor: Alles ist möglich.

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Jahrgang 1961, Sportredakteur.

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