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Eintracht Frankfurt : Zurück in die Kälte

Trotz Niederlage ein Gewinn: Auch wenn sie im Testspiel gegen Gladbach unterlag, wertet die Eintracht den Ausflug nach Abu Dhabi als Erfolg. Bild: Heiko Rhode

Die Eintracht hat das Trainingslager in Abu Dhabi beendet. Einige Jungprofis konnten Eindruck schinden - aber auch Schwachstellen taten sich auf.

          Geschafft. Eine Woche Abu Dhabi ist Geschichte. „Das langt dann auch“, sagt Armin Veh in aller Offenheit. Nicht, dass es ihm in den Vereinigten Arabischen Emiraten missfallen hätte. Ganz im Gegenteil. „Das war ein sehr gutes Trainingslager mit sehr guten Bedingungen“, so der Trainer der Frankfurter Eintracht. „Außerdem haben wir gute Testspiele absolviert und keine Verletzungen gehabt.“ Nein, Veh ist froh, „dass ich wieder heim kann“. Vehr freut sich auf Familie und Hund. Jerry wartet auf sein Herrchen und viele lange Spaziergänge im frostigen Taunus.

          Bis Dienstag, bis zur nächsten Übungseinheit in Frankfurt, wird der 51 Jahre alte Fußballlehrer Zeit haben, sich zu entspannen und zu akklimatisieren. Der Temperatursturz wird gewaltig sein. Von in der Spitze 29 Grad, die zu Wochenbeginn im sonnigen Emirat herrschten, geht es nun runter in den Minusbereich. Veh weiß, dass es da ganz schnell zu einer Grippe kommen kann. Und deshalb hat er vorgesorgt. In einer kurzen, aber eindringlichen Ansprache an seine Mannschaft „habe ich die Spieler gebeten, bis zum Trainingswiederbeginn am Dienstag in Frankfurt zu bleiben“. Keine lange Ausfahrten mit dem Auto, sondern die langsame Eingewöhnung an das, was in den kommenden Wochen die Wirklichkeit sein wird: Winter in Deutschland.

          Europa - danach sehnen sich die Eintracht-Fans

          Das ist eigentlich immer so, wenn die Bundesliga nach der Weihnachtspause Mitte Januar den Betrieb aufnimmt. Dann kommen meist Eis und Schnee. „Und damit wir wenigstens ein paar sonnige Tage haben, sind wir nach Abu Dhabi gefahren.“ Veh kennt sich aus am Persischen Golf. Seine Erfahrungen sind ausnahmslos gut, und wie zur Bestätigung hat er die Tage erzählt, „dass in Belek nur acht Grad sind“. Belek, türkische Riviera. Dorthin zieht es immer wieder viele Bundesligavereine. Auch die Eintracht ist schon zweimal da gewesen. Doch das war einmal. Das Herz der winterlichen Trainingsvorbereitung schlägt ab sofort in Abu Dhabi. „Die Woche hier war ein voller Erfolg“, sagt zur Bestätigung Axel Hellmann. Der umtriebige neue Vorstand der Eintracht Frankfurt Fußball AG hat Vehs Wunsch nach Sonne und Wärme mehr als begrüßt. Hellmanns Plan nämlich, in den Vereinigten Arabischen Emiraten „einen ersten nachhaltigen Fußabdruck zu hinterlassen“, ist aufgegangen. Erste wichtige Kontakte sind geknüpft. Jetzt gilt es, „Kontinuität in die Beziehungen zu bekommen. Wir wollen das pflegen“, sagt Hellmann und bestätigt, dass es im Sommer zum Gegenbesuch von Al Dschazira kommt. Der Vorzeigeklub von Abu Dhabi, dem man zu Wochenbeginn in einem Testspiel 4:5 unterlegen war, hat die Einladung der Eintracht angenommen „und wird zu uns kommen. Frankfurt ist das Gate zu Europa“, sagt Hellmann.

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