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Eintracht Frankfurt Transfer- und andere Rechtsfragen

 ·  Die Eintracht bewegt sich in ihren Kalkulationen auf einem komplizierten Terrain. Das Urteil des DFB spielt eine Rolle - genau wie Trainer Vehs Personalpolitik.

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Im Profifußball ist vieles eine Frage des Geldes. Geht es um Neuverpflichtungen, wie gerade wieder bei der Frankfurter Eintracht, ist sogar alles eine Frage des Geldes. Seit zwei Wochen bemüht sich der Bundesliga-Aufsteiger darum, die letzten beiden Planstellen im Aufgebot zu besetzen. Gesucht werden nach wie vor noch ein Innenverteidiger und ein Stürmer. Aus Sicht des Trainers sind weitere Verstärkungen hinten in der Mitte und vorne in der Mitte „absolut notwendig“. Dass Armin Veh in dieser Beziehung die gleiche Meinung vertritt wie Sportdirektor Bruno Hübner und Vorstandschef Heribert Bruchhagen, darf vorausgesetzt werden. Und doch ist es dem umtriebigen Hübner noch nicht gelungen, Vollzug zu vermelden. Es mangelt nicht an Kandidaten, wie Hübner versichert, es mangelt wohl am Geld, um die Wünsche schnell umzusetzen.

Da ist es sicher hilfreich, dass der Etat der Eintracht am Montag und Dienstag etwas entlastet worden ist. Das Urteil des DFB-Bundesgerichts, das den Frankfurtern im Gegensatz zur Vorinstanz, dem DFB-Sportgericht, erlaubt, 11.500 Karten mehr für das Auftaktspiel am 25. August gegen Bayer Leverkusen zu verkaufen (insgesamt 31.500) ist ein kleiner Schritt. Auch wenn die Geldstrafe für Verfehlungen der eigenen Anhänger von 50.000 auf 100.000 Euro verdoppelt worden ist, bedeutet dies für den Klub eine Mehreinnahme von geschätzt 200.000 Euro. Allerdings wird es der Eintracht schwerfallen, das Urteil ohne größere Ungerechtigkeiten gegenüber den verschiedenen Zuschauergruppen umzusetzen, nachdem der Vorstand sich am Dienstag entschlossen hat, den Richterspruch zu akzeptieren und auf den Gang zum Ständigen unabhängigen Schiedsgericht zu verzichten. Vor allem die Auflage, den Stehplatzbereich geschlossen zu halten, wird für Unruhe unter den Fans sorgen. Die Zahlen alleine machen deutlich, wie kompliziert das Verteilverfahren werden wird: 26.500 Sitzplatzkarten darf die Eintracht verkaufen. Das würde zwar zu den 26.000 georderten Dauerkarten passen. Doch darunter wiederum sind rund 7000 Stehplatzdauerkarten, die eigentlich keine Gültigkeit haben. Dennoch deutet vieles darauf hin, dass alle Besitzer von Saisontickets einen Platz im Stadion bekommen werden. Dass auch noch Karten in den freien Verkauf kommen sollen, macht die Rechnung nicht einfacher.

Angebot für Zambrano

Eine sechsstellige Summe wird auch der AS Monaco als Ablöse für Georgios Tzavellas nach Frankfurt überweisen. Der griechische Nationalspieler hat am Dienstag in Monaco den Medizincheck absolviert und danach einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Zuvor war sein noch bis zum Sommer 2013 laufender Vertrag bei der Eintracht aufgelöst worden. Zuletzt hatte Tzavellas schon ein halbes Jahr auf Leihbasis für den französischen Zweitligaklub gespielt. Die Eintracht wird neben der Ablösesumme, die angeblich 150 000 Euro betragen soll, das Gehalt des Vierundzwanzigjährigen einsparen. Dennoch war die Verpflichtung von Tzavellas in jeder Hinsicht ein Verlustgeschäft. 1,2 Millionen Euro hatten die Frankfurter vor zwei Jahren an Panionios Athen bezahlt. In seiner ersten Saison war der linke Verteidiger unter Trainer Michael Skibbe mit 27 Einsätzen noch Stammkraft, in der vergangenen Spielzeit aber wurde er unter Armin Veh nur noch zweimal berücksichtigt. Seit Saisonbeginn war er sogar vom Training komplett freigestellt.

Das eingenommene und eingesparte Geld wird die Eintracht brauchen, um die beiden neuen Spieler zu finanzieren. Für Carlos Zambrano hat der Klub am Dienstag ein offizielles Angebot abgegeben, wie Vorstandschef Heribert Bruchhagen bestätigte. „Es liegt nun nicht mehr in unserer Hand“, sagte Bruchhagen und wies darauf hin, dass es rund um den Spieler „viele unterschiedliche Interessenparteien“ gebe. Die Transferrechte für den 23 Jahre alten peruanischen Innenverteidiger liegen nur zu 30 Prozent beim FC St.Pauli, zu 70 Prozent bei einem Schweizer Konsortium. Angeblich beläuft sich die Ablöseforderung auf insgesamt 1,2 Millionen Euro. Noch komplizierter wird das Werben um Zambrano, sollten sich Gerüchte bestätigen, auch der Hamburger SV habe inzwischen Interesse angemeldet. Der Frankfurter Trainer geht trotz aller Probleme davon aus, „dass die Wechsel in dieser Woche klappen“.

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