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Veröffentlicht: 14.01.2013, 17:45 Uhr

Eintracht Frankfurt Stürmische Hoffnung Lakic

Die Frankfurter Eintracht will sich die Dienste des Profis vom VfL Wolfsburg sichern, muss dabei aber noch einige Hürden überwinden.

von Josef Schmitt, Frankfurt
© dapd Bye. bye Wolfsburg? Der Woilfsburger Srdjan Lakic könnte bald die Frankfurter Offensive beflügeln.

Bruno Hübner hatte es eilig nach der Rückkehr aus dem Trainingslager in Abu Dhabi. Während die Spieler am Flughafen noch auf ihr Gepäck warteten, war der Sportdirektor schon unterwegs nach Hause. Vielleicht lag’s daran, dass die Profis der Frankfurter Eintracht nach den intensiven Tagen in den Emiraten zwei Tage frei hatten und sich erst heute Vormittag wieder zur ersten Übungseinheit in der Heimat versammeln werden, Hübner aber gerade in diesen Tagen besonders viel Arbeit hat? Die winterliche Transferperiode läuft zwar noch bis Ende des Monats, doch die wirklich wichtigen Personalien sollen bis Ende der Woche geklärt werden. Dann startet die Eintracht mit dem Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen in die Rückrunde und bis dahin will der Trainer Klarheit haben, um Unruhe zu vermeiden. „Er muss jetzt bald kommen, sonst lassen wir es“, hat Armin Veh gesagt. Er, das ist Srdjan Lakic, jener Stürmer des VfL Wolfsburg, den sich die Frankfurter ausgesucht haben, um die vorderste Angriffslinie zu verstärken. Lakic soll es sein und vieles deutet darauf hin, dass es Lakic auch am Mittwoch oder Donnerstag werden wird.

Hübner hat am Montag die Verhandlungen mit seinem Wolfsburger Kollegen Klaus Allofs bestätigt. „Wir sind dran“, sagt der Frankfurter Sportdirektor. Die Gespräche sind weit gediehen, doch eine Garantie, ob der Wechsel auch zustande kommt, gibt es noch nicht. Es geht wie meistens bei Wintertransfers in erster Linie ums Geld. Lakic verdient wie fast alle seiner Kollegen in Wolfsburg exorbitant viel Geld. Das Gehalt des Kroaten können die Frankfurter nicht aufbringen, eine Ablösesumme schon mal gar nicht. Der Wechsel kann also nur klappen, wenn der Spieler deutliche finanzielle Abstriche macht und sich die Wolfsburger weiter an den Gehaltszahlungen beteiligen. Zudem muss Allofs bereit sein, den Wechsel zunächst gegen Zahlung einer geringen Summe bis zum Saisonende zuzulassen.

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Es müssen Spieler abgegeben werde

Denn die Eintracht strebt ein Leihgeschäft an, ist sie sich doch in der sportlichen Beurteilung des Spielers nicht hundertprozentig sicher. Der Trainer lobt Lakics Kopfballstärke, dessen körperliche Robustheit und die Qualität, den Ball halten und verteilen zu können. Freilich basieren all diese Einschätzungen nicht auf aktuellen Beobachtungen. Denn der Neunundzwanzigjährige hat zuletzt kaum gespielt, in dieser Saison in Wolfsburg nur achtmal. Zuvor in Hoffenheim, wohin er in der Rückrunde der letzten Saison ausgeliehen war, auch nur sechsmal. Seine beste Zeit hatte er in Kaiserslautern, als er zwischen 2008 und 2011 in 80 Spielen 35 Tore geschossen hat. „Da war er richtig gut“, sagt Veh. Dass er bei der Eintracht wieder so gut wird, darauf hoffen sie in Frankfurt.

Bekannt ist, dass der Eintracht-Sportchef es schaffen muss, Spieler aus dem aktuellen Kader abzugeben. „Es tut sich was“, sagte Hübner dazu am Montag, hielt sich aber bedeckt, um welche Spieler es sich handelt. Interesse anderer Klubs gibt es offenbar an Angreifer Dorge Kouemaha, den die Eintracht vor der Saison aus Brügge geholt hatte, der aber nur auf zwei Einwechslungen gekommen ist. Aus dem Kreis der Angreifer würden die Frankfurter gerne auch Rob Friend abgeben, aber dies gestaltet sich schon seit einem halben Jahr als äußerst schwierig. Gerade erst hat Friend ein Angebot aus Izmir/Türkei abgelehnt. Schneller könnte es bei Benjamin Köhler gehen. Der langjährige Stammspieler hat in dieser Spielzeit den Anschluss verloren, nicht weil er selbst schlecht gespielt hätte, sondern weil die Kollegen so gut waren. Gerade Köhlers Konkurrent im linken Mittelfeld, Takashi Inui, hat große Qualitäten gezeigt. Für den 32 Jahre alten Köhler, seit neun Jahren bei der Eintracht, gibt es einige Interessenten. Inzwischen hat es Gespräche mit Köhlers Berater Rene Deffke gegeben. Wie bei Lakic könnte es auch in diesem Fall zu einer Lösung in den nächsten Tagen kommen.

Quelle: F.A.Z.

 

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