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Donnerstag, 20. Juni 2013
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Eintracht Frankfurt Keine Aufstiegsfeier am Römer

 ·  Die Eintracht steigt in die erste Fußball-Bundesliga auf, doch eine Feier auf dem Balkon des Römer soll es nicht geben. Nach dem Spiel gegen Aachen randalierten viele Fans.

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Die erste Party ist vorbei, die nächste schon in Planung. Nach dem Aufstieg der Frankfurter Eintracht steckt der künftig wieder erstklassige Fußballklub seit Dienstag in den Vorbereitungen für ein großes Abschlussfest in der heimischen Arena an diesem Sonntag. Beim letzten Saisonheimspiel gegen den TSV München 1860 will der Verein im eigenen, ausverkauften Stadion mit den erwarteten 51.500 Zuschauern den Wiederaufstieg feiern. „Das war schon lange so geplant, wir haben nur ungern darüber gesprochen“, sagte Vorstandschef der Eintracht, Heribert Bruchhagen, am Dienstag. Einen Auftritt der Mannschaft auf dem Balkon des Römer werde es allerdings nicht geben.

Ein weniger schönes Nachspiel könnte das Verhalten zahlreicher Eintracht-Anhänger nach dem Schlusspfiff am Montagabend in Aachen haben: Mehr als tausend Frankfurter Fans waren nach dem Spiel auf den Platz gestürmt und hatten eine Spur der Verwüstung hinterlassen: „Wenn Aufstiegsfreude in Sachbeschädigung und Vandalismus ausufert, dann fehlt uns dafür jegliches Verständnis“, sagte der Aachener Geschäftsführer Frithjof Kraemer. Nach seinen Angaben beschädigten die Randalierer zweihundert Quadratmeter Rasen, rissen Sitzschalen und ein Fluchttor aus den Verankerungen und demolierten ein Tor. Bei den Ausschreitungen wurden vierzig Personen verletzt, darunter mehrere Ordner. Es wurden fünf Strafanzeigen gestellt. Kraemer bezifferte den entstandenen Schaden auf rund 75.000 Euro, die Eintracht sicherte der Alemannia finanzielle Hilfe zu.

Die Oberbürgermeisterin freut sich

Vorstandschef Bruchhagen erwartet nun eine rasche Entscheidung darüber, ob Trainer Armin Veh bei der Frankfurter Eintracht bleibt - oder nicht. Es sei an der Zeit, „dass er sich erklärt. Und so wird es auch kommen in dieser Woche“, sagte Bruchhagen. Er könne aber nicht versprechen, dass das Team nach Vehs Vorstellung umgestaltet werde. „Die Wünsche eines Trainers zu erfüllen, das ist einem Vorstandsvorsitzenden in ganz Deutschland nicht möglich.“

Ein Lob für Veh und die kämpferische Leistung der Mannschaft kam unterdessen von Oberbürgermeisterin Petra Roth. Durch den Aufstieg habe der Fußball in Frankfurt wieder den Stellenwert, der einer solchen Stadt zukomme. „Herzlichen Glückwunsch meiner Eintracht“, sagte Roth und bedauerte, dass sich der Verein gegen eine offizielle Aufstiegsfeier entschieden habe. „Gern hätten wir die Mannschaft im Römer begrüßt“, so die Oberbürgermeisterin. Auch die Fans der Eintracht wollten ihre Mannschaft bestimmt auf dem Römerberg feiern.

„Angestammter Platz“

Hessens Sportminister Boris Rhein (CDU), der das Spiel in Aachen nach eigenen Worten in seinem Büro am Radio verfolgt hat, sprach von einem verdienten Aufstieg. „Ich freue mich riesig über die großartige Leistung der Mannschaft um Trainer Armin Veh.“ Die Eintracht sei jetzt wieder da, wo sie hingehöre. Auch die innenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion im Landtag, Nancy Faeser, gratulierte den Frankfurtern. Das Team habe eine hervorragende Saison hinter sich gebracht und bewiesen, dass es eine „echte Erst-Liga-Mannschaft“ sei.

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Omid Nouripour, Gründer des ersten Eintracht-Fanklub im Bundestag, hat sich, wie er gestern sagte, das Spiel mit anderen Abgeordneten in Berlin angeschaut und anschließend lange gefeiert. „Jetzt nimmt die Eintracht endlich wieder ihren angestammten Platz in der ersten Liga ein“, sagte er am Dienstag. „Und das wird nun auch so bleiben.“

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