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Eintracht Frankfurt Kein Geld für Anderson

 ·  Der Eintracht fehlen 1,5 Millionen um den Abwehrorganisator fest an sich zu binden: Hübner will ihn weiter ausleihen. Kittel stehen Sonderschichten bevor.

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Bamba Anderson hat in dieser Saison 30 von 34 Fußball-Zweitliga-Partien für die Eintracht absolviert. Mit Fug und Recht darf der 26 Jahre alte Brasilianer als Stammspieler bezeichnet werden. Über die Qualität des Innenverteidigers gab es im Laufe der Runde keine Zweifel, er war in der Defensive an der Seite des wesentlich unsicherer agierenden Kroaten Gordon Schildenfeld eine sichere Bank. Trotzdem ist fraglich, ob er, der Ruhepol, auch in der kommenden Saison noch für die als Tabellenzweiter aufgestiegen Frankfurter die Abwehr organisieren wird.

Anderson wurde im vergangenen Sommer von Borussia Mönchengladbach ausgeliehen, dabei ließen sich die Hessen eine Kaufoption garantieren. Von dieser können sie Gebrauch machen, wenn sie 1,5 Millionen Euro an den Verein vom Niederrhein überweisen. Bisher hat die Eintracht auf diese Möglichkeit noch nicht zurückgegriffen. Zeit hat sie dafür noch bis Ende Mai. „Es ist eine Frage des Geldes“, sagte Sportdirektor Bruno Hübner am Donnerstag im Gespräch mit dieser Zeitung, „aktuell kann ich die Ablösesumme nicht aufbringen.“ Er will sich nun bemühen, mit Mönchengladbach eine weiteres Leihgeschäft zu vereinbaren. Ob das klappt, ist offen: „Es kann passieren, dass es uns nicht gelingt, ihn zu behalten“, sagte Hübner. Aus wirtschaftlichen Gründen müsse er dieses Risiko eingehen, durchaus im Wissen, „dass ein neuer Spieler sicher nicht günstiger wird“. Gemeinsam mit dem Trainerteam um Armin Veh bricht Hübner an diesem Samstag zu einem Kurzurlaub nach Fuerteventura auf. Ein Großteil der Spieler dagegen zieht es parallel nach Mallorca. Weitere Kader-Entscheidungen sind frühestens nach dem Ende der zwei Relegationsspiele zwischen dem Zweitliga-Dritten Fortuna Düsseldorf und dem Erstliga-Sechzehnten Hertha BSC zu erwarten.

„Das ist nichts Dramatisches“

Entwarnung gibt es derweil in Sachen Sonny Kittel. Zu Beginn der Woche hatte der Klub mitgeteilt, dass der Neunzehnjährige an seinem rechten Knie unter dem „Patellaspitzensyndrom“ leidet. „Das ist nichts Dramatisches“, sagte Dr. Christoph Seeger, bis 2010 Mannschaftsarzt der Eintracht, nun zu der Diagnose. Möglicherweise, so der Mediziner weiter, habe die Blessur mit dem erst vor wenigen Monaten endgültig ausgeheilten Kreuzbandriss bei Kittel zu tun. Damit der Teenager Anfang Juli pünktlich und fit zum Trainingsstart in der Vorbereitung auf die Saison in der Ersten Bundesliga zur Verfügung steht, muss er in diesem Frühsommer zunächst „über mehrere Wochen hinweg ein gezieltes Rehaprogramm absolvieren“, hieß es von Klubseite. An den Länderspielen der U19-Nationalmannschaft Ende des Monats wird der offensive Mittelfeldspieler mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit deswegen nicht teilnehmen.

Kittel war in der Rückrunde Mitte Februar in Düsseldorf als Einwechselspieler zu seinem Debüt unter Veh gekommen, nachdem er fast neun Monate gebraucht hatte, um sich von der schweren Verletzung, die vor ein paar Jahren noch fast gleichbedeutend mit dem Karriereende gewesen wäre, zu erholen. Zur Anfangself gehörte er erstmals am 30. März gegen den VfL Bochum, sein erster von drei Treffern gelang ihm beim 6:1 im Stadtduell gegen den FSV. Auch in den abschließenden Auftritten in Aachen (3:0) und beim Karlsruher SC (0:1) durfte er jeweils von Beginn an ran: Mal am rechten, mal am linken Flügel. Dabei zeigte er wechselhafte Leistungen und hinterließ den Eindruck, dass er den Sommer über körperlich aber auch taktisch zulegen muss, will er auf erstklassigem Niveau ebenfalls zu den Kandidaten für die Startformation zählen. Zunächst wird sich Kittel jetzt wieder in Geduld üben müssen.

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Von Matthias Alexander

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